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Mein Austausch als Klimabotschafter in Großbritannien

Die erste große Herausforderung - 3 Monate in einem ganz neuen Land und mit neuen Leuten leben – ohne Familie!

Schon mehrere Wochen vor meinem Aufbruch nach England kribbelte es im Bauch: Tausende Fragen schossen mir durch den Kopf. In der letzten Nacht in Deutschland konnte ich gar nicht schlafen – ich hatte ein sehr besonderes Gefühl. Und dann saß ich im Flieger, kam an und alles lief gut.

Am dritten Tag ging ich dann auch (endlich) in die Schule: An diesem Tag war mein Motto „Ich kann eh nichts mehr verlieren“. Sehr offen und ohne Hemmungen, aber doch sehr nervös lief ich durch die Schule – eine Herausforderung nach der nächsten kam auf mich zu. Zum Glück hat mich meine Gastfamilie immer gut unterstützt!

Jeden Tag gab es neue Herausforderungen – am Anfang deutlich mehr als jetzt, die es zu bewältigen galt. Ich habe es eigentlich sehr genossen, weil man am Ende des Tages immer ein Erfolgsgefühl hatte etwas geschafft zu haben. Es war manchmal sehr anstrengend und es gab auch unschöne Momente – aber die gibt es ja immer.

Die Schule hat mir eigentlich die größten Herausforderungen geboten: Ich musste Freunde finden, mich zurecht finden und dem ganzen Unterricht auf Englisch folgen. Mit der Zeit aber habe ich Freunde gefunden, die englische Sprache fiel mir leichter und ich habe mich an das Schulleben hier gewöhnt. Trotzdem sind meine „Freunde“ keine sehr guten Freunde, auf die man sich verlassen kann. Die Schulen sind allgemein anders zu Deutschland und auch die Schüler ticken hier ganz anders (ich will nicht sagen schlechter, aber das Niveau ist hier eher „flacher“).

England – Das Land der Vorurteile

„Engländer stehen Schlange, sind höflich und trinken nur Tee.“

Ja – Engländer stehen Schlange, sind höflich und trinken Tee! ABER: England ist ein sehr vielfältiges Land. Zwar sind die Engländer sehr höflich (was ich sehr angenehm und toll finde!), trinken gerne Tee und wissen, wie man Schlange steht, aber auch nicht jeder!

Genauso dachte ich, dass England in der Schule „schlechter aufgestellt“ ist als in Deutschland. Aber das konnte ich widerlegen: Ganz im Gegenteil, englische Schulen haben eine exzellente digitale Ausstattung.

Das Umweltbewusstsein in England

Nein, England ist nicht am Rande der Zivilisation und auch hier weiß man, wie man unseren Planeten schützen kann. Recycling ist hier ein wichtiges Thema und die Mülltrennung ist hier strenger als in Deutschland

Außerdem wird hier viel versucht, auf Plastik zu verzichten – in der Schulkantine gibt es Holzbesteck und viele verwenden wiederverwendbare Trinkflaschen statt Einweg-Plastikflaschen. Und auch sonst achten die Menschen hier auf einen nachhaltigen Lebensstil.

Was hier eher der ländlichen Landschaft zu schulden ist, ist die Tatsache, dass eigentlich jeder hier ein Auto besitzt – denn ohne kommt man hier nicht weit. Trotzdem versuchen die Leute hier, so viel wie möglich zu Fuß oder mit Bus und Bahn zu erledigen, oder manche Leute besitzen sogar ein Hybrid-/ Elektroauto.

Ich versuche auch, alles ohne Auto zu erledigen – zur Schule fahre ich mit dem Bus und am Wochenende laufe ich viel!

Euer Florian

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