Los geht’s!

FreiwilligendienstWie kann ich meine Zeit in Vietnam am besten zusammenfassen? Es gab so viel zu entdecken, zu sehen und zu erfahren, dass ich ein ganzes Buch darĂŒberschreiben könnte. Jedoch fasse ich mich hier mal kurz und erzĂ€hle Euch von meinen unvergesslichen Highlights aus dem grĂŒnen Norden Vietnams.

Bei einem flexiblen Freiwilligendienst hat man die Option, vor oder nach dem Projekt zu reisen. Aus diesem Grund habe ich, bevor ich meinen Freiwilligendienst in Vietnam angetreten habe, fĂŒr 3 Wochen Thailand bereist und dann nach meinem FWD meine Zeit auf Bali verbracht. Generell war ich fĂŒr 3 Monate in SĂŒdostasien unterwegs und ich kann nur empfehlen sich im Voraus ĂŒber die Einreisebestimmungen jedes Landes, dass man gerne bereisen möchte zu informieren.

Meine Anreise in Vietnam war etwas chaotisch. Erstmal kam es dazu, dass mein Flugzeug eine Stunde um Hanoi Freiwilligendienstherumgeflogen ist, weil wir nicht landen durften. Nach der Ankunft im Flughafen und der GepÀckausgabe begann die Suche nach meiner Partnerorganisation, die mich abgeholt hat.

Und auch im weiteren Verlauf meiner Reisezeit gab es einige Ereignisse, die ungeplant verliefen, jedoch möchte ich meinen Bericht nicht mit den unabsehbaren oder sogar negativen Geschehnissen vollpacken. Was ich aber erwÀhnen möchte ist, dass das komplett normal ist und wie auch im normalen Alltag, zum Leben dazugehört.

 

 

`Xin chĂ oÂŽ aus Vietnam

Freiwilligendienst“Welcome Kathrin!” – mit einem sĂŒĂŸen herzförmigen Schild wurde ich herzlich willkommen geheißen. Die Partnerorganisation `CSDSÂŽ hat sich die ganzen 4 Wochen, die ich bei ihnen verbracht habe, liebevoll um mich gekĂŒmmert.

Am ersten Tag nach meiner Ankunft, gab es einen Orientation Day, an dem uns alle wichtigen Informationen mitgeteilt und wir unseren Projekten zugewiesen wurden.

Außerdem haben wir eine kleine Vietnamesisch-Stunde gehabt, in der wir Basiswörter und -sĂ€tze gelehrt bekommen haben, da in Vietnam nicht viel Englisch gesprochen wird.

Hinterher gab es eine kleine StadtfĂŒhrung mit einem Coffee Break in einem sĂŒĂŸen CafĂ© am grĂ¶ĂŸten See Hanois. Wer Kaffee wie ich liebt, ist in Vietnam gut aufgehoben! Da Vietnam zudem sehr, fĂŒr dessen KokosnĂŒsse bekannt ist, kann ich nur den Coconut-Coffee empfehlen.

 

 

So verlief mein Freiwilligendienst in Hanoi

Kommen wir zu meinem eigentlichen Projekt. Ich habe in einem Kindergarten als Teaching Assistent ausgeholfen. Da aber dieFreiwilligendienst Kinder zum Teil sehr jung waren, habe ich auch im Bereich Child Care eine helfende Hand geboten.

Vier Mal die Woche nahmen ich und mein Projektpartner den öffentlichen Bus zum Kindergarten. Es scheint zwar nichts Besonderes zu sein, aber ich empfand diese Busfahrten als eine interessante Erfahrung, da es nicht nur fĂŒr die Menschen, die den Bus tĂ€glich nutzen, um zur Arbeit etc. zu kommen, sondern auch fĂŒr mich etwas komplett Neues war. Gegenseitig haben wir uns beobachtet und ich wurde hĂ€ufiger mit einem fragenden Gesicht angeguckt.

Angekommen im Kindergarten war es an der Zeit, die Kinder ein wenig aufzuwecken, deshalb wurde erstmal eine Runde getanzt. Laute Musik und schreiende Kinder, das hat mich persönlich auch sehr wach gekriegt.

Wenn man sich die kleinen Kinder, die herumspringen und sich einfach nur freuen, ihre Energie herauszulassen anschaut, steckt das einen irgendwie an und deshalb haben wir öfter mit Ihnen getanzt. Generell wurden wir immer herzlich von den Kindern empfangen und als “Teacher” angesprochen, das war schon mega sĂŒĂŸ.

Der Unterricht ging nie lÀnger als 40 Minuten, da es nach einer gewissen Zeit schwierig war, die Kinder konzentriert zu halten. Deshalb haben wir den Lehrstoff oft durch Spielen variiert, damit es nicht zu langweilig war.

Zwischendrin hatten wir eine sehr lange Mittagspause, die 3 Stunden ging. FĂŒr die Kleinen war das die Zeit fĂŒr einen Mittagsschlaf und fĂŒr meinen Projektpartner und mich hieß es, zurĂŒck ins Volunteer House zu gehen. Es war immer eine gute Zeit, um selbst eine Verschnaufpause einzulegen. Nachmittags ging es zurĂŒck und es gab eine Ă€hnliche Routine wie vormittags.

 

 

Was gibt’s denn noch so zu sehen und zu entdecken?

Meine FreizeitaktivitÀten

Freizeit technisch gab es einiges an Möglichkeiten, um Hanoi und weiteres zu entdecken. Meistens haben die anderen FreiwilligendienstFreiwilligen und ich unter der Woche versucht, durch die Innenstadt von Hanoi zu schlendern, neues Essen auszuprobieren, die `NightmarketsŽ zu erkunden und Souvenirs zu shoppen.

An unseren lĂ€ngeren Wochenenden haben eine Freundin, die ich im Volunteer House kennengelernt habe, und ich andere Regionen Vietnams bereist. Ha Long Bay, Sapa, Ha Giang und die Stadt Hoi An. Alles individuell schöne Orte, die meiner Meinung nach besichtigt werden mĂŒssen, wenn man in Vietnam ist.

Welche Erfahrung mir aber besonders in Erinnerung geblieben ist, ist die Motorradtour durch den Norden Vietnams. Der Ha Giang Loop.

Kurzer Disclamer: Es ist nichts fĂŒr jeden! Es ist eine drei – oder viertĂ€gige Tour durch die Region Ha Giang, und entweder fĂ€hrt man das Motorrad alleine oder mit einem*r Fahrer*in.

Ich kann persönlich empfehlen, hinten zu sitzen und nicht alleine zu fahren. Erstmal aus GrĂŒnden der Sicherheit und weil man so die Landschaft und Umgebung viel besser beobachten und genießen kann.

Ich habe dort super viele interessante Menschen kennengelernt, ob Locals oder andere Reisende aus aller Welt. Wir hatten die witzigsten Abende in den Homestays, mit viel Karaoke (Karaoke ist sehr beliebt in Vietnam) und sehr viel leckerem Essen.

Zusammengefasst war das nur ein Beispiel von vielen AktivitÀten, die man in Vietnam unternehmen kann. Es ist eine komplett individuelle Angelegenheit. Wenn man es etwas ruhiger angehen möchte, kann ich eine Cruise Tour durch die Ha Long Bay empfehlen.

 

 

Final Thoughts

FreiwilligendienstZuletzt möchte ich nur noch sagen, dass ich jeden Teil meiner Reise und meines Freiwilligendienstes genossen habe. Ich verinnerliche die guten, aber auch die nicht so guten Momente. An die freudigen Momente werde ich immer zurĂŒckdenken und von den unangenehmen lerne ich.

Mit diesem kleinen philosophischen Gedanken möchte ich meinen Bericht auch beenden und hoffe, dass es eine Motivation fĂŒr all diejenigen ist, die ĂŒber einen Freiwilligendienst in Vietnam nachdenken. Ich kann es nur empfehlen!

 

 

 

 

Austausch bei einer niederlÀndischen Familie

 

FĂŒr weitere Informationen zum Freiwilligendienst liest Euch gerne den Blogbeitrag, Vorbereitung Freiwilligendienst: Das musst Du wissen! durch, oder hört Euch unsere Podcastfolge zu dem Thema an.

 

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