4 Wochen High School in Maine - eine tolle Erfahrung!

Als ich erfuhr, dass ich bei meiner Gastfamilie zwei Gastschwestern in meinem Alter haben werde, konnte ich es vor Freude kaum fassen. Nach ein paar Tagen erhielt ich die Unterlagen zu meiner Familie, dann schaute ich nach der E-Mail-Adresse der einen Gastschwester und wollte ihr schreiben. Ich loggte mich in meinen Account ein und merkte, dass mir die ältere Gastschwester, Katie, schon eine E-Mail geschrieben hatte. Sie erzählte, was sie alles mit mir in ihrer Stadt Topsham, in Maine, machen wollte. Wir fanden heraus, dass wir die gleichen Interessen hatten und schrieben immer weiter, bis der Tag meines Abfluges nach Maine kam. Nach einer aufregenden und sehr langen Reise kam ich endlich an. Meine Gastmutter und eine Gastschwester begrüßten mich mit einem sehr schön geschmückten Poster, auf dem mein Name stand. Auf dem Weg zu ihnen nach Hause redeten wir viel und lernten uns kennen.

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Teilnehmerin an einem Kurzzeit-Schüleraustausch in den USA

Als Nächstes stand die High School an. Ich wurde von allen sehr herzlich empfangen und mir fielen viele Unterschiede zu Deutschland auf. Alles war lockerer, die Schüler, die Lehrer, überhaupt wie die Klassenzimmer aufgebaut waren. Die Lehrer und Schüler waren auch öfters mal befreundet. In manchen Schulstunden machten wir auch lustige Sachen wie eine “grilled cheese party” oder in Spanisch eine “salsa party”. Ich merkte auch, dass meine ältere Gastschwester, mit der ich immer zusammen in die elfte Klasse ging, in Mathe den

gleichen Stoff hatte, den wir in der zehnten Klasse in Deutschland hatten. Außerdem hatte Katie auch manchmal Unterricht mit Zwölft- und Zehntklässlern zusammen. Zum Beispiel gab es in dem Fach Band Schüler verschiedener Altersgruppen.

Außerhalb der Schule haben wir auch viel unternommen: Wir sind ins Kino gegangen, haben gebacken, sind shoppen gegangen, haben mit ihren Freunden übernachtet, ich bin auch sehr oft mit meiner jüngeren Gastschwester Grace essen gegangen und habe mit ihr amerikanische Filme geschaut. Über das Wochenende sind wir auch zu ihrem Camp gefahren. Ein Camp in Maine, das bedeutet ein Grundstück am See zu haben und dort einen Wohnwagen stehen zu haben. Dort sind wir ein Wochenende ohne Strom, Empfang und fließendes Wasser gewesen. Wir sind auch in dem tiefen Wald wandern gewesen und sahen am Abend mehrere Elche, “moose”, außerdem auch Truthähne und wilde Hasen. Es war also ein richtiges Wochenende in der Wildnis, auch wenn der Gastvater eine Kühltruhe mit kühlen Getränken und Sandwiches dabei hatte.

Irgendwann kam auch schon wieder das Ende. Lehrer, mit denen ich mich gut verstanden hatte, umarmten mich zum Abschied. Ich musste mich auch von vielen neuen Freunden verabschieden. Nachdem ich meinen Gastschwestern Grace und Katie und meiner Gastmutter Mar-E “I´m gonna miss you” sagte, ging mein Gastvater Ted noch mit mir durch die Kontrolle und lud mich zum Essen ein. Das war ein schöner Abschied meines tollen Aufenthaltes.