Greta konnte mit dem Schulbesuch in Kanada Programm zwei Monate kanadische Luft schnuppern. Über ihre Reise nach Kanada, ihre ersten Tage in der Schule und Freizeitaktivitäten erzählt sie Dir in diesem Bericht.

Schulbesuch in Kanada

Das Abenteuer startet mit einer langen Reise

Ich heiße Greta und bin 16 Jahre alt. Ich habe für zwei Monate bei meiner Gastmutter Brenda und ihren Hunden in Petrolia, Kanada, gelebt.

Mein Auslandsaufenthalt begann am 31.03.2025 in meiner Heimatstadt Dresden. Dort haben mich meine Eltern und mein Bruder zum Flughafen gebracht. Es ging alles sehr einfach und schnell. Der Abschied war etwas schwer, aber die Vorfreude überwog. Die Wartezeit nach der Sicherheitskontrolle verging ebenfalls sehr schnell. Ich telefonierte noch mit meinen Eltern, bis dann das Boarding für meinen Flug nach Frankfurt begann.

Im Flugzeug angekommen, fand ich meinen Fensterplatz und saß neben einer sehr netten Dame. Durch das Fenster konnte ich meine Eltern noch winken sehen und hatte ein paar Tränen in den Augen. Der Flug dauerte eine Stunde.

Als wir ankamen, wurden wir von einem Bus zum Terminal 1 gebracht. Das war sehr gut, da von dort auch mein Anschlussflug ging. Das Gate zu finden, war einfach. Ich musste nur noch durch eine weitere Passkontrolle, da der Flug international war. Am Gate angekommen, habe ich meine Großeltern und Eltern kurz angerufen und dann etwas gegessen. Mein Flug nach Kanada hatte eineinhalb Stunden Verspätung, das war aber nicht schlimm.

Als ich dann ins Flugzeug eingestiegen bin, fühlte sich alles sehr unrealistisch an. Der Flug war für mich angenehm, aber auch anstrengend, da ich neben einem Mann saß, der mir seine ganze Lebensgeschichte erzählte. Langweilig wurde es dadurch aber nicht, denn ich habe viel Englisch gesprochen und konnte mich schon mal daran gewöhnen.

Ankunft in Kanada

Die Einreise in Kanada war sehr einfach. Im Vorfeld hatte ich am meisten Sorgen wegen der Einreise. Mein Papa und ich hatten am Tag davor ein Dokument im Internet ausgefüllt, daher war ich in fünf Minuten fertig. Auch meine Koffer bekam ich schnell.

Das Problem war dann, meine Lokalkoordinatorin zu finden. Das WLAN am Flughafen funktionierte nicht, und ich wusste nicht, wo sie war. Daher bin ich zu einem Informationsschalter gegangen. Der Mann dort war sehr nett und gab mir ein Handy, um meine Kontaktperson anzurufen. Am Ende fanden wir uns.

Sie brachte mich zu einem Fahrer, der mich nach Petrolia brachte. Der Fahrer war sehr hilfsbereit und gab mir einen Hotspot, um meine Eltern anzurufen und meiner Gastmutter zu schreiben. Auf der zweieinhalbstündigen Autofahrt bin ich eingeschlafen, da die Zeitumstellung wirklich anstrengend war.

Angekommen bei meiner Gastmutter Brenda, wurde ich herzlich von ihr und ihren Hunden begrüßt. Nach einer kurzen Hausbesichtigung bin ich schnell ins Bett gegangen und habe geschlafen.

Mein erster Tag

Am nächsten Tag musste ich noch nicht zur Schule gehen, was sehr gut war. Meine Gastmutter war arbeiten, als ich aufstand. Ich schaute mich erst einmal etwas um und gewöhnte mich an die Hunde. Dann telefonierte ich mit meinen Eltern. Zur Mittagszeit fand ein Online-Meeting der kanadischen Organisation statt, um offene Fragen zu klären. Am Nachmittag bin ich mit meiner Gastmutter einkaufen gegangen und habe mir die Stadt angeschaut. Da ich am nächsten Morgen zur Schule gehen sollte, war ich sehr aufgeregt.

Der Schulbesuch in Kanada startet

Der darauffolgende Tag war mein erster Schultag. Ich wurde von meiner Gastmutter hingebracht und im Sekretariat abgegeben. Dort kam eine Lehrerin, die mich durch die Schule führte und mir meinen Stundenplan sowie einen Spind gab. Anschließend stellte sie mich zwei Mädchen vor, die darauf achten sollten, dass ich meine Klassenräume fand. Ich wurde sehr herzlich in der Schule empfangen und fühlte mich gleich sehr wohl.

Die nächsten Tage verliefen meist ähnlich. Ich stand um 7 Uhr auf und machte mich fertig. Um 7:45 Uhr bin ich dann mit einer Mitschülerin etwa 10 Minuten zur Schule gelaufen. Um eine Abkürzung zu nehmen, sind wir oft über das Baseballfeld gegangen. Als Erstes hatte ich immer Sport. Fünf Minuten vor Unterrichtsbeginn wurde immer Musik gespielt – das hat echt Spaß gemacht. Man war gleich etwas fröhlicher und hat sich auf den Tag gefreut.

Um 8:10 Uhr begann der Unterricht mit der kanadischen Nationalhymne – jedes Mal eine andere Version, danach folgten die allgemeinen Durchsagen. Dann haben wir uns in der Klasse aufgewärmt, da ich als erste Stunde Sport hatte. Danach sind wir ins Gym gegangen, um Workouts zu absolvieren.

Meine zweite Stunde war Kunst, ein guter Ausgleich zu Sport. Dort habe ich viele Menschen kennengelernt und meine künstlerischen Fähigkeiten verbessert. Ab 10:50 Uhr war Mittagspause. Diese haben wir in der Mensa oder in der Stadt verbracht.

Nach der Mittagspause hatte ich Englisch und Kochen. In diesen beiden Fächern habe ich viele Freund*innen gefunden und tolle Gespräche geführt.

Um 14:20 Uhr endete der Unterricht, und ich bin mit meiner Freundin nach Hause gegangen. Insgesamt fand ich meine Fächer echt toll. Wenn mir ein Fach nicht gefallen hätte, hätte ich problemlos wechseln können. Durch das Kurssystem habe ich viele Leute kennengelernt, auch aus anderen Jahrgängen, da die Kurse gemischt waren. Ich habe an allen Aufgaben mitgemacht und Tests mitgeschrieben. Deshalb habe ich auch Noten bekommen und am Ende auch eine Notenübersicht.

Was habe ich neben der Schule gemacht?

Nach der Schule habe ich oft den Stoff meiner deutschen Schule erledigt, da ich mitten im Schuljahr weg war. Das ging aber recht einfach und unkompliziert. An drei Tagen in der Woche hatte ich nach der Schule noch Leichtathletik, was sehr viel Spaß gemacht hat. Ich war zwar nicht gerade gut darin, aber ich habe die Zeit genossen.

Abends bin ich entweder schwimmen gegangen oder mit meiner Gastmutter zum Volleyballspielen gefahren. Auch sind wir zu ein paar Eishockeyspielen gegangen. Dies hat echt Spaß gemacht.

Ostern in Kanada

Da ich Ostern nicht in Deutschland verbringen konnte, war ich gespannt, wie es in Kanada sein würde. Es war ganz anders, als ich gedacht hatte – Ostern wird in Kanada nicht besonders gefeiert. Wir hatten nur ein verlängertes Wochenende.

In dieser Zeit sind wir nach Chicago gefahren. Dort haben wir ihren Sohn besucht. Da er ein Baseball-Stipendium hat, waren wir bei vielen Spielen. Trotzdem haben wir uns auch die Stadt angeschaut.

Toronto und Poutine

Wir waren auch zweimal in Toronto. Eine sehr schöne Stadt. Es ist dort sehr grün. Dort habe ich auch eine Spezialität aus Kanada gegessen. Poutine. Dies sind Pommes mit Käsestücken und Bratensoße.

Wetter

Das Wetter war sehr wechselhaft, da ich von April bis Mai dort war. In den ersten zwei Wochen hat es geschneit. Es gab viel Regen und auch Stürme. Trotzdem gab es immer wieder Sonnentage.

Der Rückflug

Zurück ging es dann am 31.05.2025. Mein Rückflug war etwas stressig, da mein Flug fünf Stunden Verspätung hatte. Daher habe ich meinen Anschlussflug verpasst und musste einen späteren nehmen. Trotzdem hat alles gut geklappt, und meine Eltern haben mich vom Flughafen abgeholt. Ich hatte etwas Angst, wieder nach Deutschland zurückzukommen. Diese Bedenken waren aber unbegründet.

“Ich würde diese zwei Monate jederzeit wieder machen”

Insgesamt hatte ich eine sehr schöne Zeit in Kanada. Es gab Dinge, an die man sich gewöhnen musste, aber durch die freundlichen Menschen ging das sehr schnell. Heimweh hatte ich kaum, da es so viele neue Eindrücke gab. Familie und Freund*innen habe ich einmal in der Woche angerufen und zwischendurch Nachrichten geschickt.

Meine Gastfamilie war supernett, und wir stehen immer noch in Kontakt. Auch mit Freund*innen aus der Schule schreibe ich noch. Meine Austauschorganisationen, sowohl in Deutschland als auch in Kanada, waren sehr nett und hilfsbereit. Ich konnte immer Fragen stellen und habe mich nie allein gefühlt.

Zwei Monate sind zwar eine kurze Zeit, aber sie lohnen sich sehr. Kanada ist eine Mischung aus Europa und Amerika – eine perfekte Kombination. Ich würde diese zwei Monate jederzeit wieder machen.

 

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