Ein geförderter Freiwilligendienst in Mexiko kann zu vielen unvergesslichen Erlebnissen führen. Greta hat in den letzten drei Monaten viele spannende Erfahrungen gesammelt, von kulturellen Festen über beeindruckende Reisen bis hin zu besonderen Momenten im Kreise ihrer Gastfamilie.

Geförderter Freiwilligendienst in Mexiko

Die Feria de los Jarros: Ein traditionelles Fest

Eines der Highlights der letzten Monate war die Feria de los Jarros. Das Fest fand in Tenancingo statt und dauerte etwa eine Woche. Es ist ein großer Markt, auf dem viele Arten von Keramiken verkauft werden – die meisten davon handgefertigt und wunderschön verarbeitet. Man findet dort alle möglichen Formen und Farben. Ich habe viele Souvenirs für mich selbst und Geschenke für meine Familie und Freund*innen gekauft.

Mein besonderer Geburtstag während meines geförderten Freiwilligendienstes in Mexiko

Ein weiteres denkwürdiges Erlebnis war mein Geburtstag im April. Da er auf einen Donnerstag fiel, ging ich zuerst zur Schule und verteilte Süßigkeiten an die Kinder. Das Singen von Las Mañanitas zum Geburtstag einer Person ist hier eine Tradition. Danach ruft jeder einen Porra (eine Art Cheer). Ein Teil davon geht so:

„¡A la bio, a la bao, a la bim boom ba!
¡Maestra, Maestra, ra ra ra!“

Ich hatte das schon oft gehört, aber es war ein tolles Gefühl, es diesmal an mich gerichtet zu bekommen. Am Nachmittag half ich meiner Gastmutter, das Essen zuzubereiten, und später kamen Linda, Kristin und andere Familienmitglieder zu  Besuch. Wir aßen Tamales und chicharrones preparados, dazu agua de jamaica und atole de chocolate – eins meiner Lieblingsgerichte. Eines darf bei einem mexikanischen Geburtstag nicht fehlen: Eierschalen, die mit Mehl, Konfetti oder beidem gefüllt sind. Diese werden dem Geburtstagskind auf den Kopf geschlagen. Ich war am Ende komplett mit Mehl, Konfetti und einer Art Schaum bedeckt (wie man auf dem Foto sehen kann). Natürlich gab es auch viel Kuchen und Gelatinas. Ich bin wirklich dankbar, dass ich meinen Geburtstag mit meiner Gastfamilie in Mexiko verbringen durfte.

Abenteuer in Cancún, Tulum und Chiapas

Im April bin ich auch mit zwei Freund*innen in den Urlaub gefahren. Wir flogen zuerst nach Cancún und Tulum. Die Farbe des Meeres war absolut atemberaubend, und es war der perfekte Ort, um einfach zu entspannen und die Sonne sowie den Strand zu genießen.

Von Tulum aus machten wir einen Tagesausflug nach Chichén Itzá – eine alte Maya-Stadt mit archäologischen Ruinen, die zu den wichtigsten der Yucatán-Halbinsel gehören. Chichén Itzá wurde 2007 zu einem der neuen sieben Weltwunder erklärt. Es war wirklich beeindruckend, die cleveren und fortschrittlichen Architekturtechniken der Vergangenheit zu erleben. Nach Tulum reisten wir nach Chiapas. Unser erster Stopp war Palenque, wo wir weitere Maya-Ruinen, zwei Wasserfälle (el Chiflón und Agua Azul) besichtigten und sogar eine kurze Tour durch den Regenwald machten. Es ist unglaublich, die Vielfalt Mexikos aus erster Hand zu erleben.

Von Palenque aus fuhren wir weiter nach San Cristóbal de las Casas – eine meiner Lieblingsstädte bisher. Die Atmosphäre war einfach unglaublich. Während unseres Aufenthalts waren die Straßen wunderschön geschmückt. Ich habe es wirklich genossen, einfach durch die Straßen zu schlendern und die Geschäfte zu erkunden. Am ersten Tag besuchten wir die Cinco Lagos Montebello, nahe der Grenze zu Guatemala. Mit unserer Reisegruppe fuhren wir bis zur Grenze und verbrachten etwa eine halbe Stunde in Guatemala.

An unserem letzten Tag dort wanderten wir, aßen in einem lokalen Restaurant (wir hatten chiles rellenos, und sie waren köstlich!), spielten Tischtennis in unserer Jugendherberge und gingen zum Mercado de la Caridad y Santa Domingo. Es ist ein Kunsthandwerksmarkt, auf dem viele Menschen wunderschöne Souvenirs aus Chiapas verkaufen.

Unser letzter Halt war Tuxtla. In der Nähe der Stadt liegt der Cañón del Sumidero, wo wir eine Bootstour durch den Canyon machten. Es war ein unglaubliches Erlebnis, die wunderschöne Flora und Fauna zu sehen. Es gibt auch ein Foto von diesem Moment auf der rechten Seite. Ich bin so glücklich, dass ich diese Region Mexikos erkunden konnte, und ich hoffe wirklich, dass wir im Juli nach Chiapas zurückkehren können.

Feste und Traditionen: Día del Niño und Día de las Madres

Ein weiterer unvergesslicher Tag – besonders für die Kinder – war Día del Niño (Kindertag). In der Schule spielten wir viele Spiele, hatten eine Wasserballon-Schlacht, die Kinder spielten auf Hüpfburgen, wir aßen Pizza und Kuchen und natürlich tanzten wir viel.

Am 10. Mai feierten wir Día de las Madres (Muttertag), und ich finde es wunderschön, wie wichtig dieser Tag für viele Menschen hier ist. In meiner Gastfamilie kauften wir Blumen, Geschenke und einen Kuchen, um zu feiern. Ich genieße meine Zeit in Mexiko wirklich, aber an besonderen Tagen wie diesen vermisse ich auch meine Familie und mein Leben in Deutschland.

Ausblick auf die verbleibende Zeit in Mexiko

Ich glaube wirklich, dass es die beste Entscheidung war, nach dem Abitur einen geförderten Freiwilligendienst mit weltwärts im Ausland zu machen und vor allem, Mexiko zu wählen. Aber ich freue mich auch darauf, meine Familie und Freund*innen wiederzusehen und ein neues Kapitel nach Mexiko zu beginnen. In der verbleibenden Zeit möchte ich andere Teile Mexikos sehen, so viel wie möglich mit meiner Gastfamilie und meinen Freund*innen verbringen und so viele Quesadillas, Enchiladas, Chilaquiles und all die anderen Leckereien essen, die ich hier lieben gelernt habe.

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