Ein ESK Freiwilligendienst in Italien – Projekt, Unterkunft und Verpflegung
Adrianna verbringt ihren ESK Freiwilligendienst in Italien und gibt Dir hier Einblicke in ihr Projekt, ihre Unterkunft und Verpflegung.
ESK in Norditalien
Mein Name ist Adrianna und ich bin aktuell eine Freiwillige im Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps. Mein Projekt findet statt in Pergine Valsugana, einer Kleinstadt im Norden Italiens in Trentino Alto Adige.
Mein Projekt
Bei meinem Projekt handelt es sich um ein Netz von Organisationen, die alle im sozialen Bereich tätig sind. Die Dachorganisation heißt „Asif Chimelli“. Inbegriffen in dieses Netz sind mein Hauptarbeitsort, das Jugendzentrum #Kairos, aber auch ein Kindergarten.
Wie bereits erwähnt verbringe ich meine Zeit hauptsächlich im Jugendzentrum #Kairos. Hier arbeite ich jeden Nachmittag in einem Team aus drei „Edukatoren“ (Hauptangestellte*innen) sowie vier Freiwilligen, mich selbst inbegriffen. Davon sind, inklusive mir, zwei weitere durch das Europäische Solidaritätskorps auf das Projekt gekommen und ein weiterer italienischer Freiwilliger, der im Rahmen des „Servizio Civile“ einen Freiwilligendienst absolviert.
Es ist eigentlich vorgesehen, dass für jeden Freiwilligen ein*e Hauptangestellte*r als Tutor*in zur Verfügung steht. Aufgrund eines Ausfalls im letzten Frühling, ist dies jedoch in dieser Periode nicht möglich. Trotz dieser Verkleinerung des Teams, fühle ich mich dennoch keineswegs vernachlässigt, oder überarbeitet.
Die Hauptangestellten, Delia, Isabel und Tommaso, sind sehr engagierte und sehr energetische Persönlichkeiten, die den Arbeitsalltag mehr als angenehm und darüber hinaus sehr spaßig machen. Wir sind mittlerweile ein sehr eingespieltes Team, und ich kann mich nicht anders ausdrücken, als zu sagen, dass ich überglücklich bin, in diesem Projekt gelandet zu sein!
Arbeitsalltag
Der Arbeitsalltag sieht wie folgt aus:
Jeden Tag öffnet das Jugendzentrum um 14:30 Uhr und schließt wieder um 18:30 Uhr. In dieser Zeit sind Kartenspiele, Kicker und Billard, aber auch Gespräche und Hausaufgabenbetreuung angesagt.
Wir haben viele Jugendliche, die jeden Tag kommen und die wir mittlerweile besonders gut kennen. Einige kommen seltener, aber kommen trotzdem immer gern.
Grundsätzlich gilt bei uns: Die Tür ist für jede*n geöffnet und das Zentrum ist ein Ort von Akzeptanz und Vielfältigkeit, wofür wir als ausländische Freiwillige auch einen großen Einfluss haben. Jede*r ist willkommen und gern gesehen, und wir als Team geben uns größte Mühe, dass dies auch von allen Betroffenen so wahrgenommen und gespürt wird.
Jeden Dienstag um 10:30 Uhr gibt es ebenfalls eine zweitstündige Teambesprechung, die auf Italienisch stattfindet, aber mittlerweile auch für mich machbar ist.
Jeden Donnerstag arbeite ich zusätzlich zum Jugendzentrum von 9 Uhr bis 12 Uhr im Kindergarten, wo ich auch als Aushilfe für die Erzieherinnen zur Verfügung stehe.
Jeden Montag und Mittwoch nehme ich an einem Italienischkurs teil und auch in der Bibliothek der Stadt gibt es Aktivitäten, die uns als ausländische Freiwillige einbeziehen. Beispielsweise das Vorlesen von deutschen und englischen Büchern, aber auch einfache Gespräche in den beiden Sprachen.
Grundsätzlich ist mein Arbeitsalltag sehr abwechslungsreich und dennoch stabil und mein Arbeitsumfeld ist sehr herzlich und trotzdem sehr produktiv.
Verpflegung und Unterkunft
Was meine Verpflegung angeht, erhalte ich jeden Tag (außer am Wochenende) ein Mittagessen im Kindergarten. Es ist immer ausreichend und immer sehr lecker. Der Koch ist ein sehr netter Mann!
Zusätzlich dazu erhalten wir auch ein monatliches Verpflegungsgeld von 170 EUR, was ebenfalls immer ausreicht. Wir erhalten ebenfalls Taschengeld.
Zu der Unterkunft kann ich auch sagen, dass ich sehr zufrieden bin. Ich muss mir zwar ein Zimmer teilen, doch meine Zimmergenossin ist mittlerweile zu meiner besten Freundin geworden, weshalb ich damit absolut kein Problem habe.
Wir wohnen zu dritt in einer Wohnung direkt über dem Jugendzentrum, was insgesamt sehr praktisch ist. Die Wohnung ist sehr geräumig und wir haben sowohl ein eigenes Bad, als auch eine Waschküche und einen großen Balkon.
Die Lage ist sehr schön, mit einer Aussicht auf die wunderschönen Kalkalpen hier in Pergine. Wir sind auch sehr gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden und haben ein Abo-Ticket erhalten, mit dem wir uns in der ganzen Provinz frei bewegen können.
Die Beziehungen zu unseren Mentor*innen und auch zu der „Lead-Organisation“ InCo, sind sehr gut und ich fühle mich sehr gut aufgehoben und verpflegt!
Fazit
Insgesamt kann ich nur sagen: Für mich ist dieses Projekt wirklich das Beste, was mir im Rahmen eines Europäischen Freiwilligendienstes hätte geschehen können.
Dies liegt zum einen natürlich an der Arbeit und an den hervorragenden organisatorischen Aspekten, aber zum größten Teil dennoch an den Menschen, mit denen ich arbeite. Sowohl die anderen Freiwilligen, als auch die, die hier wohnen und mit mir arbeiten, machen das ganze Projekt zu einem magischen Erlebnis.
Ich wünsche jedem ein so tolles Auslandsjahr!

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