Emma erzählt Dir in ihrem Erfahrungsbericht von ihrem Auslandsjahr in Irland und gibt spannende Einblicke in ihren Alltag, ihre persönliche Entwicklung und die Gastfamilie. Sie ist nun schon seit vier Monaten dort und freut sich auf fünf weitere.

Leben im County Mayo

Mein Placement befindet sich im County Mayo in einem kleinen Dorf. Die Umgebung ist sehr naturgeprägt. Das heißt, es gibt viele Berge, weite grüne Wiesen und fast überall sieht man Schafe.

Ein lustiger Fun Fact, den ich hier gelernt habe: Es gibt in Irland tatsächlich mehr Schafe als Menschen. Oft sehe ich diese und auch andere Tiere, wie Kühe, direkt vor unserem Haus oder auf dem Weg zur Schule mitten auf der Straße, was ich immer noch sehr witzig finde.

Am Anfang war es ungewohnt, nicht in einer Stadt zu wohnen, da ich das Leben dort gewohnt war. Inzwischen habe ich mich jedoch sehr gut daran gewöhnt und liebe die ruhige Atmosphäre, die frische Luft und die Natur. Besonders schön finde ich die enge Gemeinschaft im Dorf, da sich viele Menschen kennen und immer freundlich grüßen.

Meine Gastfamilie

Meine Gastfamilie besteht aus meiner Gastmutter, meinem Gastvater und drei Gastgeschwistern. Sie haben mich von Anfang an sehr herzlich aufgenommen und mir sofort das Gefühl gegeben, ein Teil der Familie zu sein. Wir lachen viel und verbringen viel Zeit miteinander.

Außerdem wohnen in meiner Gastfamilie noch weitere Austauschschülerinnen aus verschiedenen Ländern. Momentan ist eine Schülerin aus Japan bei uns, davor war eine aus Italien hier, und bald kommt noch eine aus Argentinien dazu. Dadurch ist bei uns immer viel los, weshalb es eigentlich nie langweilig wird. Mit Ihnen, besonders mit meinen Gastgeschwistern, habe ich schon jetzt viele unvergessliche Erinnerungen gesammelt.

Mein Alltag in Irland

Unter der Woche fahre ich morgens um 8:00 Uhr mit dem Schulbus in die nächstgelegene Kleinstadt zur Schule, wo ich bis 16:00 Uhr Unterricht habe. Die Busfahrten sind oft sehr lustig, da man dort viele Freund*innen trifft, Musik hört oder einfach über den Tag redet. In den Pausen verbringe ich viel Zeit mit meinen Freund*innen, vor allem mit anderen Austauschschüler*innen, aber auch mit einigen irischen Schüler*innen, die ich aus meiner Klasse kenne.

Schuluniform und Fächerwahl

In der Schule tragen wir eine Schuluniform, was für mich anfangs sehr ungewohnt war, da ich vorher nie eine getragen hatte. Mittlerweile finde ich es aber praktisch, da man sich morgens keine Gedanken über sein Outfit machen muss.

Besonders spannend finde ich, dass wir unsere Fächer je nach Interesse selbst wählen können. So habe ich viele neue Fächer ausprobiert und Dinge gelernt, die ich in Deutschland wahrscheinlich nie gelernt hätte.

Gemeinsames Familienleben

Nach der Schule kochen wir fast jeden Tag gemeinsam als Familie das Abendessen. Dabei helfen meistens alle mit, was oft sehr chaotisch, aber auch sehr lustig ist. Anschließend essen wir zusammen und erzählen uns, wie unser Tag war.

Danach mache ich meine Hausaufgaben, lerne für Tests oder helfe meinen Gastgeschwistern bei ihren Aufgaben. Wenn alles erledigt ist, verbringe ich viel Zeit mit ihnen. Ich spiele mit den jüngeren Geschwistern, schaue Serien oder backe gemeinsam etwas mit meinen älteren Gastgeschwistern.

Wochenenden mit Freundinnen und Reisen während der Ferien

An den Wochenenden unternehme ich oft etwas mit meinen Freundinnen. Wir fahren mit dem Bus in andere Städte, gehen shoppen, erkunden neue Orte oder genießen einfach die Zeit zusammen. So versuche ich, so viel wie möglich von Irland zu sehen und jede Erfahrung mitzunehmen.

Emma und Ihre Freundinnen im Schüleraustausch in Irland

Die Ferien hier machen mir auch besonders viel Spaß, da ich die Möglichkeit habe, mit anderen Austauschschüler*innen einen Independent Travel zu machen, was so viel heißt, dass wir in Gruppen zusammen in anderen Städten und Gegenden in Irland Urlaub machen dürfen. In den letzten Ferien war ich mit zwei Freundinnen in Galway und Cork und plane auch schon die nächsten Reisen nach Dublin und Belfast.

Persönliche Entwicklung und Erwartungen für die nächste Zeit

Nachdem ich nun schon einige Monate in Irland erlebt habe, liegen noch etwa fünf Monate vor mir. Für diese kommende Zeit habe ich viele Erwartungen und Hoffnungen. Ich freue mich besonders darauf, Irland noch weiter zu entdecken und mich sprachlich immer weiter zu verbessern.

Schon jetzt merke ich, dass mir Englisch viel leichter fällt als am Anfang, und ich hoffe, in den nächsten Monaten noch sicherer im Sprechen zu werden.

Abschied und neue Erinnerungen

Schon jetzt rechne ich damit, dass die Zeit sehr schnell vergehen wird. Einerseits freue ich mich auf alles, was noch kommt, andererseits weiß ich, dass der Abschied am Ende nicht leicht sein wird.

Trotzdem bin ich gespannt, wie sich mein Auslandsjahr weiterentwickelt und welche Erinnerungen ich aus Irland mit nach Hause nehmen werde.

 

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