Ein Auslandsjahr in den USA – Alltag, Schule und Gastfamilie
Tinka erzählt Dir in ihrem Erfahrungsbericht von ihrem Auslandsjahr in den USA und gibt spannende Einblicke in ihren Alltag, die Schule und das Leben in einer Gastfamilie.
Entscheidung für ein Auslandsjahr in den USA
Heute vor einem Jahr war all das nur ein Traum und so schwer vorstellbar. Ich habe mich für ein Auslandsjahr in den USA entschieden. Es war keine leichte Entscheidung, aber definitiv die beste, die ich je getroffen habe. Du wirst immer Menschen finden, die Dir davon abraten, aber nie jemanden, der selbst ein Auslandsjahr gemacht hat und es nicht empfehlen kann.
Bei meiner Recherche bin ich auf die verschiedensten Erfahrungen gestoßen, und am Ende konnte jede*r auf ein Jahr voller wundervoller und wichtiger Erinnerungen zurückblicken.
Wenn Du meinen Bericht liest, kann ich Dir versprechen, dass Du Dich eigentlich schon für ein Auslandsjahr entschieden hast – es fehlt nur der Mut, Dich komplett dem Ganzen zu stellen. Ich kann mich nur zu gut daran erinnern, wie schwer es mir gefallen ist, meine Eltern anzurufen und zu sagen: „Ich möchte ein Auslandsjahr machen!“
“Ich will am liebsten nie wieder gehen.”
Ich bin seit 4 Monaten in den USA und ich will am liebsten nie wieder gehen. 10 Monate kommen mir auf einmal so kurz vor – zu kurz.
Ich lebe einen Film, meinen Film, in dem ich keine einzige Sache bereue, die ich gemacht habe, und fast jeden Tag mit einem erschöpften Lächeln einschlafe.
Die ersten 2 Monate war ich unheimlich viel mit meiner Gastfamilie unterwegs, habe alle Verwandten kennengelernt und wurde ein Teil der Familie.
Es hätte mich nicht besser treffen können, und ich bin unheimlich dankbar, dass sie mich aufgenommen haben wie ihre eigene Tochter. Meine Gastmutter ist zugleich meine beste Freundin. Ich teile alles mit ihr: Gedanken, Geschichten, Erinnerungen, aber auch Klamotten, Make-up und alles, was es so gibt.
Ich kann mich noch an den ersten Tag mit meinen Gasteltern erinnern und daran, wie sehr sie mich von Stunde eins an unterstützt haben. Innerhalb der ersten 48 Stunden hat meine Gastmutter mich zu meinem ersten Cheer-Practice begleitet, und von da an hat sie mich jeden Tag von der Schule abgeholt. Freitags saßen sie im Footballstadion und schauten mir zu, wie ich meinen Highschool-Traum auslebte.
Wie finde ich Freund*innen?
Freund*innen zu finden, war nicht von heute auf morgen einfach, aber ich habe mich nie alleine gefühlt, wenn ich abends zu diesen beiden so herzlichen Menschen nach Hause gekommen bin.
Aber eins kann ich Dir versprechen: In einem Moment fragst Du Dich, wie Du je echte Freund*innen finden kannst, und im nächsten befindest Du Dich mitten zwischen ihnen.
In meinem Cheer-Team habe ich unheimlich viele nette Mädchen kennengelernt, und mit einigen habe ich enge Freundschaften geschlossen.
Einer meiner größten Tipps: Mache Sport und werde so schnell wie möglich aktiv ein Teil der Schule. Sich privat zu treffen, scheint anfangs schwer, aber jetzt, nach vier Monaten, bin ich ständig unterwegs. Zwischen Schule, Freund*innen und Familie bleibt kaum Zeit, um Heimweh zu haben.
Jede*r macht sehr unterschiedliche Erfahrungen, was das angeht, aber ich hatte nicht einmal richtiges Heimweh. Ich rufe Freund*innen und Familie jedes Wochenende an und halte sie per Nachrichten auf dem Laufenden.
Geweint habe ich einmal, als unser letztes Football-Game war. Solche Momente zeigen mir, wie sehr ich die Zeit hier genießen muss – sie ist einmal im Leben. Mit einem vollen Herzen, vielen neuen Freund*innen und Erinnerungen bin ich bald ein halbes Jahr hier.
Sei offen
Nicht jedes Auslandsjahr verläuft so perfekt wie meins, aber das heißt nicht, dass das eine besser ist als das andere. Jede Challenge, die man meistert, ist wichtig, und man wächst daran.
Mit 16 Jahren weit weg von zu Hause zu sein, kann ganz schön schwer sein, aber wenn ich eins versprechen kann, dann ist es, dass es all die Tränen wert ist. Sei offen für alles und vertraue auf Dich und Deine Entscheidungen. Manchmal sind Traditionen, Regeln und auch Essen sehr anders – aber anders kann ganz schön gut sein!

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