Stipendium für einen flexiblen Freiwilligendienst von Experiment e.V.

Informationen zum Stipendium und zur Bewerbung

Wir vergeben regelmäßig (Teil-)Stipendien in Höhe von 1.000 und 2.000 Euro. Diese Stipendien können für alle Länder der regulären, flexiblen Freiwilligendienste von Experiment e.V. beantragt werden.


    Die Stipendien decken die Programmkosten bis zu 1.000 Euro bei einem Aufenthalt von bis zu 12 Wochen. Bei einem Aufenthalt von 14 bis 26 Wochen decken die Stipendien Programmkosten bis zu 2.000 Euro. Mehrkosten werden von den Teilnehmenden übernommen. Restbeträge werden nicht ausbezahlt.

    Bewerbungsfristen

      • 28. Januar 2022 für Ausreisen zwischen dem 01. März 2022 und dem 31. Dezember 2022.
      • 20. Mai 2022 für Ausreisen zwischen dem 01. August 2022 und dem 31. März 2023.
      • 30. September 2022 für Ausreisen zwischen dem 01. November 2022 und dem 30. Juni 2023.
      • Stipendienantrag zum flexiblen Freiwilligendienst-Programm (siehe PDF als download oben rechts),
      • Lebenslauf auf Englisch mit Foto,
      • kurzes Motivationsschreiben zum Auslandsaufenthalt auf Deutsch mit Begründung zum Stipendium,
      • einen konkreten Durchführungsplan zum persönlichen Projekt über den Freiwilligendienst als Kulturaustausch vor der Abreise (konkreter Zeitplan, konkrete Zielgruppe, konkreter Ort etc.) auf Deutsch (siehe Bespiele unten).

      Wir von Experiment e.V. legen großen Wert darauf, dass der Freiwilligendienst als Kulturaustausch verstanden wird.

      Mit einem Stipendium wollen wir deswegen insbesondere Teilnehmende fördern, die

      • sich über die Chance des Globalen Lernens im Kulturaustausch bewusst sind.
      • sich und die deutsche Gesellschaft als Lernende sehen, die von den Eindrücken profitieren (go to learn, not to teach).
      • bereit und aktiv sind, die gewinnbringenden Lernerfahrungen mit anderen Menschen in Deutschland zu teilen.
      • Bereitschaft zeigen, sich bei Experiment e.V. nach der Rückkehr (d.h. in Deutschland) zu engagieren.

      Von unseren Stipendiat*innen erwarten wir deshalb:

      • dass sie an Vor- und Nachbereitungsseminaren teilnehmen.
      • dass sie nach der Zusage des Stipendiums und vor der Ausreise zum Freiwilligendienst ein eigenständiges, persönlich konzipiertes Projekt durchführen, bei dem sie über ihren zukünftigen Freiwilligendienst als Kulturaustausch berichten, dabei die globale Verbindung zwischen dem Land, in das sie gehen, und Deutschland darstellen. Etwa bei Schulen, Gemeinden, Gewerkschaften, Informationszentren, etc. Die angehenden Freiwilligen können sehr gerne auf den Kontakt zu ehemaligen Teilnehmenden von Experiment e.V. zurückgreifen.
      • dass das Projekt als Multiplikator-Faktor für den Verein konzipiert wird und sich deshalb an ein geeignetes Zielpublikum richten sollte, das für diese Programme in Frage kommen – z. B. überwiegend Personen zwischen 16 und 50 Jahre alt. Hierzu sollten Informationen zu den Experiment-Programmen, Broschüren und sonstige Materialen einbezogen werden.
      • dass sie Fotos und Berichte zu Öffentlichkeitsarbeitszwecken von Experiment e.V. zur Verfügung stellen; evtl. bereits vor der Abreise.

      Nach fristgerechtem Eingang der Bewerbung erhältst Du von uns eine Bestätigung per E-Mail.

      Der Stipendienausschuss wird seine Entscheidung in der Regel 2 bis 3 Wochen nach Ablauf der Bewerbungsfrist durch das Büro verkünden. Bewertet wird vorranging das beste, kreativste, umfangreichste oder Zielpublikum-wirksamste Projekt.

      Unter diesen wird in einem zweiten Schritt die finanzielle Förderungswürdigkeit der Bewerber*innen bewertet.

      Beispiele persönlich konzipierter Projekte vor der Ausreise:

      1) Die Teilnehmerin bemüht sich um ein Stipendium, um nach Neuseeland zu gehen: Sie hat deswegen den Kontakt zu ihrer alten Schule aufgenommen und bietet hier an, eine Schulstunde ihres alten Geographiekurses zusammen mit den Schülern über Neuseeland, über Verbindungen von Neuseeland und Deutschland und ihren Weg hin zum Auslandsaufenthalt zu gestalten. Die Stunde gestaltet sie aus den Darlegungen ihrer Motivation, ihrem Weg zu einem Freiwilligendienst, Informationen über Neuseeland, die sie auch von ehemaligen Freiwilligen bekommen hat.

      2) Der Teilnehmer bemüht sich um ein Stipendium, um für 8 Wochen nach Argentinien zu gehen, er nimmt sich für diesen Freiwilligendienst seinen Jahresurlaub (und etwas mehr): Im Vorfeld organisiert er eine Informationsveranstaltung im Berufsinformationszentrum (BIZ) seiner Stadt. Hier legt er seine Motivationen und seine konkreten Schritte dar, wie er einen Auslandsaufenthalt neben seinem Beruf durchführen wird, warum er sich für Argentinien entschieden hat, was für ein Projekt er dort begleiten möchte.

      Jubiläumsstipendium
      FWD Mexiko oder Ecuador

      Um dich zu bewerben füllst Du einfach den entsprechenden Stipendienantrag an der Seite aus und wählst dort das Jubiläumsstipendium aus. Neben deinem Antrag benötigen wir noch einen Lebenslauf auf Englisch mit Foto und ein kurzes Motivationsschreiben zum Auslandsaufenthalt auf Deutsch mit Begründung zum Stipendium.

       

      Deine Unterlagen sendest du an Experiment e.V., Gluckstr.1, 53115 Bonn.

      Christiane und Heimbert Wolff Stipendium
      Dein Jubiläumsstipendium hast Du unserem verstorbenen Ehrenmitglied Christiane Wolff und ihrem Mann Heimbert zu verdanken. Die beiden haben nicht nur ehrenamtlich einige Programme organisiert und durchgeführt, sondern sie waren auch Jahr für Jahr Gastfamilie. Insgesamt haben sie um die 7.000 internationalen Gäste betreut. Für ihr außerordentliches ehrenamtliches Engagement wurde Frau Wolff mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
      Frau Wolff war eine Person mit einem großen Herzen. Für sie war Experiment e.V. Lebensinhalt und Lebensmotivation zugleich. Bis zuletzt schrieb sie an ihren Memoiren und unterhielt mit zahlreichen Experimenter*innen weltweit Kontakt. Einen Teil ihres Erbes hat sie Experiment e.V. vermacht, mit der klaren Vorgabe, daraus ein „Christiane und Heimbert Wolff“-Stipendium ins Leben zu rufen. Auch diese letzte Geste zeigt die tiefe Verbundenheit von Frau Wolff mit unserem Verein und unserer Arbeit und wie sehr ihr interkultureller Austausch am Herzen lag.