Als Demi Pair in Irland – Zwischen Gastfamilie und Sprachschule
Von März bis Juni 2025 habe ich ein Demi Pair in Irland, in einer Familie in Dublin, absolviert. Wie diese Zeit für mich war und welche Erfahrungen ich dabei gemacht habe, zeige ich in diesem Bericht auf.
Vorbereitung und Ankommen in der Gastfamilie
Nachdem ich 2023 mein Abitur gemacht hatte, war ich zunächst unschlüssig, was genau ich anschließend machen möchte. Ich entschied mich dann zunächst für ein FSJ, um mich weiter orientieren zu können. Weil mir Englisch zu sprechen immer schon viel Freude bereitete, kam während meines FSJ der Wunsch auf, ins Englisch-sprachige Ausland zu gehen und in diesem Zusammenhang machte mich eine Freundin auf das Demi-Pair-Programm der Organisation Experiment aufmerksam.
Mir gefielen die beiden Bausteine dieses Programms auf Anhieb: Einerseits der Besuch einer Sprachschule zur Weiterentwicklung meiner Englisch-Kenntnisse in Theorie und Praxis mit der Möglichkeit, andere Sprachkurs-Teilnehmende aus unterschiedlichen Ländern kennenzulernen und andererseits das Leben in einer Gastfamilie mit der Betreuung der zur Familie gehörender Kinder und der damit einhergehenden praktischen Anwendung der englischen Sprache im Alltag – also bewarb ich mich für ein Demi Pair in Irland.
Beim Vorbereitungsseminar für das Demi Pair bekam ich bereits erste Eindrücke, wie das Leben vor Ort in Irland sein würde und nachdem mir meine Gastfamilie zugeteilt worden war, stieg meine Vorfreude auf die vier Monate.
Als ich dann in Dublin ankam, war ich sehr aufgeregt. Mein Gastvater und eines meiner Gastkinder holten mich vom Flughafen ab und schon auf der Fahrt zu ihrem Haus führten wir interessante Gespräche. Nach einem herzlichen Empfang mit der gesamten Gastfamilie richtete ich erst einmal mein Zimmer ein und machte einen Spaziergang durch mein Viertel. Meine Vorfreude auf die kommenden Wochen stieg dabei weiter an, vor allem mit Blick auf den bevorstehenden ersten Tag in der Sprachschule.
Schul- und Au-Pair-Leben
In der vormittags stattfindenden Sprachschule fand ich mich schnell zurecht. Mein Lehrer war sehr nett, der Unterricht machte Spaß und war für den Ausbau meiner Sprachkenntnisse sehr hilfreich. Ich lernte in der Sprachschule viele nette Menschen in meinem Alter kennen.
Dadurch, dass sich die Sprachschule direkt in der Innenstadt befindet und ich zwischen der Schule und der nachmittäglichen Arbeit in der Familie immer etwas Zeit hatte, konnte ich nach der Schule durch die Stadt schlendern und dabei das irische Flair gut aufnehmen.
In meiner Gastfamilie leben vier Kinder, zwei Jungen und zwei Mädchen. Davon musste ich mich die meiste Zeit um die beiden älteren Jungen (acht und sechs Jahre alt) kümmern.
Um 13:00 Uhr holte ich den Sechsjährigen von der Schule ab und ging mit ihm auf einen nahegelegenen Spielplatz. Dort lernte ich auch andere Demi-Pairs und Au-Pairs kennen, mit denen ich mich gut austauschen konnte. Eine Stunde später holten wir dann den älteren Bruder ab und machten uns wieder auf den Weg zum Spielplatz.
Die Woche war nachmittags zudem gefüllt mit Aktivitäten wie Schwimmen, Kommunionunterricht oder Tennis, zu denen ich meine Gastkinder begleitete. Die Arbeit mit den Kindern war sehr schön und vielfältig. Wenn es einmal Auseinandersetzungen gab, konnte ich diese mit den Kindern und wenn nötig auch mit Hilfe ihrer Eltern klären. Ich konnte die Sprache gut anwenden und wenn ich etwas nicht verstand, wurde Rücksicht auf mich genommen und ich lernte dazu.
Nach und nach baute ich mit den Kindern eine immer bessere Beziehung auf, welche den Alltag mit ihnen immer mehr vereinfachte. Wir vertrauten uns immer mehr und hatten viele schöne Momente zusammen.
Wochenenden
An den Wochenenden hatte ich in aller Regel frei. Zusammen mit den Freundinnen aus der Sprachschule oder vom Spielplatz unternahm ich so einiges: Wir erkundeten Dublin oder machten Ausflüge ins Umland, zum Beispiel zur Halbinsel Howth, wo man einen tollen Spaziergang am Kliff entlang machen konnte.
Außerdem ging es in die Stadt Cork, hier bewunderten wir die schöne Universität und wir bestaunten auch die beschauliche Stadt Galway. Mein Highlight waren aber die Cliffs of Moher, da diese die besondere und sehr schöne Natur Irlands widerspiegeln.
In den vier Monaten meines Demi Pairs habe ich sehr viel gelernt, über Irland und seine Besonderheiten, über die Menschen dort und vor allem den Umgang mit den Kindern in meiner Gastfamilie, nicht zu vergessen die Fortschritte bei meinen Englisch-Kenntnissen in der Sprachschule.
Durch all das habe ich mich selbst weiterentwickelt und bin selbstbewusster und selbstständiger geworden. Und ich habe sehr schöne Erinnerungen an meine Demi-Pair-Zeit in Irland, die mir immer bleiben werden.

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