Hallo, ich bin Valerie und verbrachte meinen Sommer bzw. meinen Winter in “Down Under” – also in Australien f├╝r insgesamt 10 Wochen und es war eine sehr sch├Âne Erfahrung, aus der ich sehr viel gelernt und mitgenommen habe.

10 Wochen im “Nirgendwo bei Renmark”

Ein ganzes Jahr zu gehen w├Ąre mir pers├Ânlich etwas zu lange gewesen, deswegen waren 10 Wochen f├╝r mich pers├Ânlich perfekt. Mitte Juli ging es los und ich flog gemeinsam mit 2 anderen Teilnehmern nach Sydney. Wir waren f├╝r drei Tage in einem Hostel untergebracht und konnten uns dort zusammen mit Teilnehmern aus Spanien und Frankreich die Gro├čstadt Sydney anschauen. Wir sind viel durch die Stadt gelaufen, waren im Opernhaus, auf einem Aussichtsturm, am Bondi Beach und sind mit dem Schiff und einer Seilbahn zum Zoo gefahren, um dort die einheimischen Tiere zu sehen.

Dann ging es los zu meiner Gastfamilie. Ich flog nach Adelaide und dort haben mich meine Gasteltern und meine beiden Gastgeschwister, die in meinem Alter waren, abgeholt. Wir hatten davor schon seit ├╝ber 2 Monaten Kontakt und haben uns von Anfang an super verstanden. Meine Gastfamilie wohnt mitten im Nirgendwo direkt am Fluss in der N├Ąhe von Renmark, das knapp 20 Min. entfernt ist. Am Anfang war das etwas gew├Âhnungsbed├╝rftig, aber nach und nach fing ich an es dort zu lieben. Gleich am ersten Tag sind wir an den Fluss runter und durch die Reben gefahren, wo wir mindestens 20 K├Ąngurus gesehen haben. Ich hatte riesige Angst vor den giftigen Tieren, die es in Australien gibt, aber letztendlich habe ich nur eine Spinne entdeckt, die sich zum Gl├╝ck am Fenster au├čerhalb meines Zimmers befand.

Anfangs hatte ich ein paar Probleme mit der Sprache, da die Australier, vor allem im Landesinneren, einen sehr starken Akzent haben. Mein Englisch war davor bereits ziemlich gut, aber ich hab schnell gemerkt, dass mir viele W├Ârter, die man dort tagt├Ąglich braucht, wie z.B. Frischhaltefolie, fehlen. Aber das f├╝hrte zu sehr vielen, lustigen Situationen und irgendwie habe ich es immer geschafft, mich zu verst├Ąndigen. Mein Englisch hat sich in diesen 10 Wochen total verbessert. Nach 2 Wochen fing ich schon an auf Englisch zu denken und habe sogar angefangen auf Englisch zu tr├Ąumen.

Dekorationsgrafik: Down Under FahrradtourFahrradreparatur & Outdoor Education

Die Schule in Down Under war ziemlich anders als in Deutschland. Wir wurden jeden Tag vom Schulbus abgeholt. Um 8.40 Uhr begann die Schule. In den ersten 10 Min. hatten wir Care Group, da wurde die Anwesenheit kontrolliert und unsere Lehrerin teilte uns mit, wenn ein Lehrer krank war oder die Schule etwas veranstaltete. Ich hatte jeden Tag bis um 15.30 Uhr Schule. Meine F├Ącher konnte ich mir selber aussuchen. Ich habe Englisch, Kunst, Sport, outdoor education, Biologie und Psychologie gew├Ąhlt. Der Unterricht war ziemlich einfach, es ging weniger um Allgemeinwissen wie in Deutschland, man hat eher Sachen f├╝rs Leben gelernt, die in Deutschland nicht auf dem Lehrplan stehen. In outdoor education habe ich zum Beispiel viel ├╝ber Fahrr├Ąder, wie man sie repariert und wie man in der Wildnis ├╝berleben kann, gelernt. Einmal in der Woche sind wir dann mit den Mountainbikes der Schule gefahren, um f├╝r unsere 3-t├Ągige Tour durch die Savanne zu trainieren. Au├čerdem musste ich jeden Tag meine Schuluniform tragen, die aus einer kurzen oder langen dunkelblauen Hose, sowie einem Poloshirt oder einem Pullover mit dem Schullogo darauf bestand.

100% Down Under: K├Ąngurus, Opossums & Koalas

Meine Gastfamilie ist mit mir sehr viel rumgereist und ich bin so dankbar daf├╝r, dass ich mit ihnen so viel erleben konnte. Wir waren mehrmals ├╝bers Wochenende in Adelaide und an der S├╝dk├╝ste. Mein absolutes Highlight war, dass sie mit mir f├╝r eine Woche lang einen Roadtrip an der Great Ocean Road bis runter nach Melbourne gemacht haben. W├Ąhrenddessen sind wir surfen gegangen, haben Wale beobachtet, Pinguine gesehen, sind durch den Regenwald gelaufen, zu einem Wasserfall gegangen, haben uns Melbourne und die 12 Apostel angeschaut und waren an einem der sch├Ânsten Str├Ąnde der Welt. Die Bindung zu meiner Gastfamilie wurde immer enger. Unser Surflehrer war nicht der Einzige, der trotz meines deutschen Akzents noch nicht mal gemerkt hat, dass ich Austauschsch├╝ler bin und dachte, dass meine Gastgeschwister meine leiblichen Geschwister w├Ąren. Ich hab mit meiner Gastfamilie so viel erlebt, wir haben Opossums gef├╝ttert, K├Ąngurus und Koalas im Wildlife-Park gestreichelt, waren unz├Ąhlige Male mit dem Hund spazieren und haben dabei frische Orangen gepfl├╝ckt und gegessen, Sonnenunterg├Ąnge angeschaut, haben zu unseren australischen Lieblingsliedern mitgesungen und getanzt, uns gegenseitig Zungenbrecher in der anderen Sprache beigebracht, sind mit dem Motorboot den Fluss entlang gefahren und haben uns dabei auf Wasserskiern ziehen lassen, haben bei L├Ąufen mitgemacht und vieles mehr. Die Zeit ging unfassbar schnell um. Am letzten Abend sind dann meine engsten Freunde zu uns gekommen und wir sa├čen alle gemeinsam am Lagerfeuer und haben die letzten Momente zusammen genossen. Der Abschied fiel uns allen total schwer, aber meine Gastfamilie kommt im April nach Deutschland und auch ich werde sie schnellstm├Âglich wieder besuchen.

 

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