Seit 1983 ermöglicht das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) jedes Jahr jungen Deutschen, mit einem Vollstipendium ein Schuljahr in den USA zu erleben. Das Programm ist ein gemeinsames Programm des Deutschen Bundestages und des US-Kongresses, das die deutsch-amerikanische Freundschaft stĂ€rken möchte und jungen Menschen aus beiden LĂ€ndern fĂŒr ihre Austauschzeit eine Patin oder einen Paten aus dem Bundestag zur Seite stellt. Warum Ihr Euch fĂŒr das PPP bewerben solltet und wie das geht, erzĂ€hlen Euch drei ehemalige Teilnehmer*innen:

Warum sollte man sich aus Deiner Sicht unbedingt fĂŒr das PPP bewerben?

Julia: Das PPP ist ein großartiges Programm, das den deutsch-amerikanischen Austausch unter Jugendlichen fördert und den Stipendiat*innen zusĂ€tzlich ein beeindruckendes und sehr lehrreiches, politisches und kulturelles Rahmenprogramm in Washington D.C. bietet.

Linus: Das Programm bringt ausschließlich Vorteile mit sich: Zum einen wird das Austauschjahr vom Bundestag finanziert. Zum anderen wird man durch ein einwöchiges Vorbereitungsseminar gut vorbereitet, um das Austauschjahr genießen zu können und gleichzeitig Deutschland als Botschafter*in zu reprĂ€sentieren. Außerdem ermöglicht es Aufenthalte in Washington DC und ein unvergessliches und informatives Programm.

Naomi: Das Privileg, ein Jahr lang in einem anderen Land zu leben, neue Leute kennen zu lernen, zu reisen und zudem noch Deutschland vertreten zu dĂŒrfen, ist eine Erfahrung und eine Möglichkeit, die man nur auf diese Art und Weise geboten bekommt.

Kannst Du kurz erklĂ€ren, wie der Bewerbungsprozess fĂŒr das PPP ablĂ€uft?

Julia: Das PPP hat ein zweistufiges Auswahlverfahren: Nach der Online Bewerbung mit Empfehlungsschreiben und Zeugnissen wird man von der durchfĂŒhrenden Austauschorganisation zusammen mit anderen Bewerber*innen zu einem ersten AuswahlgesprĂ€ch eingeladen. Die Unterlagen der potentiellen Kandidat*innen fĂŒr das PPP-Stipendium werden danach an die jeweiligen Wahlkreisabgeordneten des deutschen Bundestages weitergeleitet. Diese entscheiden schließlich in einem zweiten AuswahlgesprĂ€ch, wer das PPP bekommt.

Was ist Dein persönliches PPP-Highlight?

Julia: Ich hatte viele Highlights, die mir in Erinnerung bleiben werden. Meine Erlebnisse an der High School mit meinem Cross-Country Team sowie die vielen schönen Momente mit meiner Gastfamilie und meinen Freunden gehören ebenso dazu, wie die unglaublich lehrreiche, spannende und beeindruckende Zeit in Washington D.C.. WĂ€hrend der Civic Education Week hatten wir die Möglichkeit, Fragen an Kongress-Mitglieder zu stellen. Weiterhin gab es viele Workshops sowie Besichtigungen der bekanntesten Memorials und Museen. Auch stand eine Fahrt zum Weißen Haus auf dem Programm und zum Abschluss besuchten wir noch das Musical „Beetlejuice“.

Linus: Mein Highlight ist definitiv der Ausflug nach Washington DC. FĂŒr eine Woche wurde ich mit anderen PPP-Stipendiat*innen nach Washington eingeladen. Wir bekamen alle SehenswĂŒrdigkeiten gezeigt und deren Geschichte und Bedeutung erklĂ€rt. Außerdem hatten wir die Möglichkeit, mit amerikanischen Politiker*innen ins GesprĂ€ch zu kommen. Wir haben uns ein NBA Spiel aus der VIP-Lounge angesehen.

Naomi: Mein persönliches PPP Highlight war die Woche, die man mit anderen PPP-Stipendiat*innen in Washington D.C. verbringt. Im Laufe der Woche schaut man sich viele verschiedene Museen an und besucht das Capitol. Auch wenn es einen ziemlich straffen Zeitplan gab, war das eine der schönsten und eindrucksvollsten Wochen des ganzen Jahres.