Nach fĂŒnf Monaten in Irland ist nun meine Zeit vorbei. Ich werde niemals all die tollen und einmaligen Erfahrungen und Abenteuer, die ich mit meiner Gastfamilie und meinen Freund*innen erleben konnte, vergessen.

Ein Dank geht raus an EIL, die irische Partnerorganisation, die uns “Independent Travel” ermöglichte. Dadurch bekam ich die Chance, mit einer Freundin, die ich in Irland kennengelernt habe, Dublin und Galway fĂŒr mehrere Tage, zu erkunden. So konnten wir das bekannte Trinity College, den Zoo in Dublin, das „Kilmainham Gaol“, „Dublin Castle“ und vieles mehr besuchen sowie „The Spanish Arch“, einige Kirchen und „Inis MoĂ­r“ (kleinste von drei Inseln) in Galway erkunden. Die WanderausflĂŒge, die ich zusammen mit einer anderen Freundin in meiner Nachbarschaft machen konnte, waren unglaublich! So haben wir den Torc Waterfall und den Cardiac Hill im County Kerry bestiegen und den Diamond Hill in Galway. Alle drei haben uns den Atem geraubt, doch es hat sich gelohnt, denn der Ausblick war unfassbar schön!

“Die AusflĂŒge waren großartig!”

Durch die Schule konnte ich einen Einblick in ein anderes Schulsystem sowie eine andere Art des Lernens bekommen. Zudem war es fĂŒr mich ein großer Unterschied, auf eine kleine MĂ€dchenschule zu gehen. Daran habe ich mich jedoch sehr schnell gewöhnt. Außerdem waren auch die FĂ€cherauswahlen komplett anders als in meiner deutschen Schule. An meiner irischen Schule kann jede SchĂŒlerin fĂŒr jedes einzelne Fach entscheiden, ob sie dieses im sogenannten „Ordinary Level“ oder „Higher Level“ belegen möchte. Im „Higher Level“ sind die AnsprĂŒche natĂŒrlich wesentlich höher als im „Ordinary Level“, sind dafĂŒr aber auch mehr im irischen „Leaving Certificate“ (gleichzusetzen mit dem Abitur) wert. Ein weiterer Unterschied zwischen meiner deutschen und meiner irischen Schule ist, dass an der irischen Schule in jedem Fach Klausuren geschrieben werden. Diese werden dreimal im Jahr, innerhalb von einer Woche, geschrieben – im Winter („Christmas Exams“), an Ostern („Easter Exams“) und im Sommer („Summer Exams“). Ich kann definitiv behaupten, dass sich dieser Rhythmus am Anfang etwas komisch angefĂŒhlt hat. Gerade auch, weil die mĂŒndlichen Noten nur im Falle von Krankheit an dem Klausurtag als Bewertung genommen werden.

Im Allgemeinen bin ich wirklich sehr froh, dass ich auf die Presentation Castleisland (meine Schule) gekommen bin, denn mir wurde das GefĂŒhl von Bereitschaft vermittelt. Aber nicht nur das, auch die vielen AusflĂŒge zusammen mit den anderen AustauschschĂŒler*innen und der Klasse waren großartig! Zudem machten die AktivitĂ€ten, die wir mit der gesamten Schule unternommen haben, umso mehr Spaß. Darunter zĂ€hlten Tik Tok Videos drehen, irische TĂ€nze erproben, Sportfeste, Malwettbewerbe, SpaziergĂ€nge morgens und vieles mehr.

Meine Gastschwester und mein Gastbruder haben beide Gaelic Football gespielt und so bekam ich jedes Wochenende die Möglichkeit, ein Spiel von einem der beiden live mitzuverfolgen. Das fand ich immer total schön, denn auch meine Gastgroßeltern kamen mit zu den Spielen. So waren wir immer in einem großen Familienkreis und es wurde viel gelacht. Jeden Tag haben wir schon um 17 Uhr zu Abend gegessen. Dies war fĂŒr mich anfangs auch eine total große Umstellung, da ich in Deutschland immer gegen 21 Uhr esse.

Wenn ich jetzt auf meine Zeit in Irland zurĂŒckschaue, kann ich gar nicht glauben, was fĂŒr eine unfassbar schöne Zeit ich dort hatte! Ich habe so viel ĂŒber mich selbst lernen können, neue irische Freund*innen, aber auch Freund*innen aus anderen LĂ€ndern kennenlernen können und mit meiner Gastfamilie unvergessliche Abenteuer erleben dĂŒrfen. Diese Zeit werde ich definitiv nie wieder vergessen!