Da ich nach meinem Abitur erst einmal ins Ausland wollte, ging es f├╝r mich dank Experiment e.V. nach Neuseeland, um dort ein 5-monatiges Praktikum im Bereich Sportmanagement zu absolvieren. Ich muss sagen, dass alles, sowohl vorab durch Experiment e.V.┬á in Deutschland, als auch vor Ort durch die Partnerorganisation, gut organisiert war und ich mich immer in guten H├Ąnden gef├╝hlt habe.

Nachdem ich den langen Flug gut ├╝berstanden hatte, wurde ich vom Flughafen abgeholt, und in meine WG gebracht. Ich habe mit zwei anderen in einer dreier WG, in Wellington, der Hauptstadt von Neuseeland, zusammengewohnt, in der auch mein Praktikum war. Obwohl ich meine Mitbewohner davor noch nicht kannte, haben wir uns von Anfang an wirklich gut verstanden und ich habe sie sehr schnell in mein Herz geschlossen.

Meine ersten zwei Wochen habe ich in einer Sprachschule verbracht. Dadurch konnte ich mich erstmal an das neue Land, die Sprache und die Zeitumstellung gew├Âhnen. Au├čerdem hat es mir geholfen erste Kontakte kn├╝pfen. Da die Sprachschule auch au├čerschulische Aktionen unter der Woche, und Ausfl├╝ge an Wochenenden angeboten hat, fiel es einem sehr leicht neue Leute und Freunde kenne zu lernen.

Hinfiebern auf das gro├če Event

In der dritten Woche ging dann mein Praktikum los. Ich habe in einer Firma gearbeitet die Sport Wellington hei├čt. Meine Hauptaufgabe war es, mit 8 weiteren Personen, ein Lauf Event mit zu organisieren, bei dem knapp 15.000 Menschen teilgenommen haben. Alle aus dem Team waren noch relativ jung, wodurch ich mich sofort wohl gef├╝hlt habe und aus Kollegen schnell Freunde wurden. Aber auch alle anderen der 40 Mitarbeiter/innen bei Sport Wellington haben mich sehr herzlich empfangen. Allgemein waren alle Neuseel├Ąnder, die ich kennen gelernt habe, immer total freundlich, offen und hilfsbereit.

Zu Beginn meines Praktikums wurde mir erst einmal alles genau gezeigt und erkl├Ąrt und ich habe gen├╝gend Zeit bekommen mich einzuarbeiten und Fragen zu stellen. Jeder im Team war f├╝r einen anderen Aufgabenbereich verantwortlich. Ich war Event Assistent, das hei├čt ich habe zun├Ąchst alle kleineren Aufgaben, die so angefallen sind, ├╝bernommen, und jedem ein bisschen geholfen. Dadurch konnte ich einen guten Einblick in jeden Aufgabenbereich und die gesamte Organisation des Events, bekommen. Mit der Zeit habe ich dann auch immer mehr Verantwortung und eigene Aufgaben bekommen. Dazu z├Ąhlte unter anderem das Managen des Versandprozesses der Merchandise Produkte, die die Teilnehmer/innen kaufen konnten, die Gestaltung von Flyern oder auch die Organisation und Durchf├╝hrung kleinerer Buggy-Walks. Das sind organisierte Treffen zu denen Eltern mit ihren Kindern kommen k├Ânnen, um sich sportlich zu bet├Ątigen. Diese fanden bei Sport Wellington einmal im Monat statt, und nachdem ich bei den ersten Treffen als Unterst├╝tzung dabei war, durfte ich die n├Ąchsten Treffen komplett selber organisieren. Mit n├Ąherkommen unseres Lauf Events wurde auch die Arbeit immer stressiger und es musste sogar ein, zweimal an den Wochenenden davor gearbeitet werden.

Die Arbeit mit meinen Kollegen war aber immer lustig und hat mir wirklich Spa├č gemacht, weshalb das gar kein Problem war. Das Beste an meiner Arbeit war allerdings das Gesamtergebnis am Event Tag zu sehen. Es ist einfach so ein tolles Gef├╝hl zu sehen, dass alles, worauf man Wochen und Monate hin gearbeitet hat, so funktioniert, wie man sich das vorgestellt hat, und dazu das tolle Feedback der Teilnehmer/innen oder Mitorganisatoren zu bekommen.

Erfahrungen um nichts in der Welt eintauschen

Bei alledem blieb nat├╝rlich auch meine Freizeit nicht zu kurz. Ich konnte viele tolle Reisen unternehmen und habe mich oft mit Freunden getroffen.

Nat├╝rlich gab es auch ein paar seltene Momente, in denen ich Heimweh hatte oder mich gefragt habe, ob nach Neuseeland zu kommen, wirklich die richtige Entscheidung war. Diese Momente waren aber wirklich immer nur von kurzer Dauer, da mir meine Arbeit super viel Spa├č gemacht hat, ich mich mit allen meinen Kollegen wirklich gut verstanden habe und ich mich auch in meiner WG super wohl gef├╝hlt habe.

Zum Schluss kann ich nur sagen, dass sich meine Entscheidung, nach Neuseeland zu gehen, auf jeden Fall gelohnt hat, und ich diese Zeit, die Erfahrungen und Erinnerungen, die ich dort gesammelt habe, um nichts auf der Welt eintauschen w├╝rde. Ich bin durch Neuseeland nicht nur selbst├Ąndiger und offener geworden, ich habe auch so viele tolle Menschen kennengelernt und wundersch├Âne Orte und Landschaften beim Reisen entdeckt. Zudem haben sich meine Englischkenntnisse verbessert und mein Praktikum hat mir bei der Entscheidung geholfen, was ich sp├Ąter studieren m├Âchte.

Franziska