Von April bis Juni 2021 war die katalanische K├╝stenstadt Matar├│ mein Zuhause in Spanien. Dort habe ich an einer halbprivaten Schule als Language Teaching Assistant im Englischunterricht der Klassen 7-11 gearbeitet, w├Ąhrend ich bei einer herzlichen Gastfamilie wohnte, die Matar├│ f├╝r die drei Monate zu meinem Zuhause machte.

┬┐Castellano o el catal├ín? – mein Alltag als Language Teaching Assistant

Umrahmt von Strand und Meer auf der einen Seite und H├╝geln auf der anderen, ist das ├╝berschaubare Matar├│ ein traumhafter Praktikumsort, der zudem nur 30 Kilometer (bzw. eine 40-min├╝tige Zugfahrt) von der Metropole Barcelona entfernt ist. Wir befinden uns also in Katalonien, wo es durchaus vorkommt, dass alle um einen herum gerade catal├ín sprechen ÔÇô aber keine Sorge, jeder ist hier zweisprachig und wechselt (in den allermeisten F├Ąllen) gerne f├╝r dich ins castellano. Als Fremdsprachen-Studentin fand ich es faszinierend, wie beide Sprachen nebeneinander den Alltag pr├Ągen. Ob castellano oder catal├ín als Kommunikationssprache bevorzugt wird, kommt auf die Familie an und variiert je nachdem, wer gerade der Gespr├Ąchspartner ist.

In meiner Praktikumsschule wurde sehr viel Wert auf das Katalanische gelegt, wodurch der Unterricht haupts├Ąchlich auf dieser Sprache stattfand. Da ich ausschlie├člich im Fach Englisch eingesetzt wurde, stellte dies jedoch kein Problem f├╝r mich dar. Meine prim├Ąre Aufgabe als Language Teaching Assistant war es, mit den Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern der weiterf├╝hrenden Schule das freie Sprechen auf Englisch zu trainieren. Dazu verlie├č ich mit einzelnen Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern oder einer kleinen Gruppe den Klassenraum und f├╝hrte lockere Konversations├╝bungen mit ihnen durch, die ich anschlie├čend mit einem selbst zusammengestellten Feedbackbogen bewertete. Dabei war es mir vor allem wichtig, eine entspannte Atmosph├Ąre zu kreieren und den Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern die Nervosit├Ąt vor dem spontanen Sprechen in der Fremdsprache zu nehmen. Zu meinem weiteren T├Ątigkeitsbereich z├Ąhlte das Hospitieren und Assistieren der Lehrkr├Ąfte im Unterricht sowie das Unterst├╝tzen der Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler bei Einzel- oder Gruppenarbeiten.

W├Ąhrend meines Praktikums konnte ich insgesamt einen guten Einblick in das spanische Schulsystem bekommen, das sich doch von dem deutschen unterscheidet. Meine Erfahrungen als Language Teaching Assistant lie├čen mich jeweils Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Ans├Ątze abw├Ągen und damit wertvolle Erkenntnisse erlangen, die mir in meiner zuk├╝nftigen T├Ątigkeit als Englisch- und Spanischlehrerin sicherlich hilfreich sein werden.

Ausfl├╝ge und Kultur mit der Gastfamilie

Durch das Leben in einer Gastfamilie konnte ich zudem die spanische Kultur kennenlernen. Ich erlebte sie als locker, offen, gesellig und lebensfroh, aber ich musste mich auch an einige Praktiken erst gew├Âhnen ÔÇô angefangen von den sp├Ąten Abendessenszeiten (fr├╝hestens um 21:15 Uhr) bis hin zu der spanischen Spontaneit├Ąt.

Ich bin sehr dankbar, dass ich eine tolle Gastfamilie w├Ąhrend meines Praktikums zur Seite hatte, die mich komplett in ihr Leben integrierte: Zum Mittagessen bei den Gro├čeltern jedes Wochenende, zu den Volleyballspielen meiner Gastschwestern und den regelm├Ą├čigen Treffen mit Nachbarn und Freunden wurde ich stets mitgenommen. Besondere Highlights f├╝r mich waren gemeinsame Ausfl├╝ge nach Barcelona und ein Wochenendtrip nach Madrid, aber auch im Alltag genoss ich es sehr, mich mit meiner Gastfamilie ├╝ber die spanische und deutsche Kultur oder Sprache im Allgemeinen auszutauschen.

Mein Auslandsaufenthalt in Matar├│ war sehr erlebnisreich und hat wertvolle Erinnerungen hinterlassen. Ich m├Âchte Experiment ein gro├čes Dankesch├Ân aussprechen, dies alles erm├Âglicht zu haben!

Eure Claudia

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