Schüleraustausch in China – Eine wunderbare Herausforderung

Ich gebe zu, dass meine Entscheidung nach China zu gehen für die meisten sehr überraschend kam. Unter den Reaktionen meiner Freunde und Familie waren Erstaunen, Verständnislosigkeit, ja sogar Widerwillen, meist gefolgt von der Frage: "Warum?"
Neben dem Interesse an der fremden Kultur, die wohl jeder Austauschschüler mitbringt, war es wohl der Wunsch nach einer Herausforderung. Und die hab ich bekommen!

Es gab eine Menge, an die ich mich erst gewöhnen musste. Darunter kulturell bedingte Umstände, z.B das fremde Essen, die andere Mentalität und einfach die Stadt an sich, aber auch andere, teilweise durch das Zusammenleben mit anderen bedingte Dinge, wie z.B sich ein Zimmer teilen zu müssen. Es war nicht immer einfach, das gebe ich zu, aber ich habe eine Menge gelernt und inzwischen auch das Gefühl wirklich angekommen zu sein.

Das Schulleben in China

Eine der Sachen, die sich wirklich von Deutschland unterscheiden, ist das Schulleben. Die meisten Schüler verbringen spätestens in der Oberstufe den ganzen Tag in der Schule und schlafen in den Dorms der Schule. Schule endet abends um 21:40 (mit Pausen), zudem ist selbst samstags noch Schule. Austauschschüler haben bereits um 17:10 Schulschluss, was trotzdem noch eine starke Umstellung darstellen kann. Einen anderen großen Unterschied stellen die Schuluniformen dar, die eher Jogginganzügen ähneln - dafür aber mit Gemütlichkeit punkten können.
 

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SAW Teilnehmerin

Das Essen und die Stadt Zhengzhou

Das Essen ähnelt in keinster Weise dem deutschen Essen, nachdem man sich jedoch daran gewöhnt hat, findet man schnell heraus, was man mag und was nicht. Besonders Früchteliebhaber können hier auf ihre Kosten kommen, denn China punktet mit einer Vielzahl von leckeren Früchten, die es in Deutschland nicht gibt.

Das China-Programm findet in Zhengzhou statt, die von der Größe im Vergleich zu anderen chinesischen Städten nichts Besonderes sein mag, sich aber um Dimensionen von deutschen Städten unterscheidet. Sie fasziniert mich immer wieder, wenn ich mit meiner Gastfamilie durch die Stadt fahre, besonders bei Nacht.

In China zu sein ist auf jeden Fall ein wunderbares Erlebnis, das ich jedem empfehlen kann und es einen ermöglicht das echte, authentische China zu sehen, und nicht das Bild, das von den Medien vermittelt wird.

Eure Samantha

 

Samantha verbringt als Stipendiatin der Stiftung Mercator ein Schuljahr in China.