Image
Tomke Hogh-Holub SAW Kanada

Oh Canada! - Mein Erfahrungsbericht!

Hallo ihr Lieben,


bevor ich hierher ins echt sehr schöne Canada geflogen bin, habe ich ganz oft den Satz gehört „Meld dich doch mal“, das mache ich natürlich gerne, und damit ihr alle erstmal einen Überblick bekommt, wie meine ersten 6! Wochen hier so waren, schreibe ich diese Zusammenfassung, Brief, Blogbeitrag oder wie auch immer.

Es fühlt sich jedenfalls überhaupt nicht nach sechs Wochen an, das ist doch ein gutes Zeichen oder?! Für meinen ersten Langstreckenflug war ich gut vorbereitet und war tatsächlich überrascht wie gut das Essen im Flugzeug war:) Als ich dann in Vancouver gelandet bin, musste ich erstmal drei Stunden durch den Zoll, Passkontrollen etc. Diese drei Stunden hat meine 10 Jährige Gastschwester Averyelle zusammen mit meinem Gastvater Jeff auf mich gewartet... zu meiner Gastfamilie gehört auch noch meine Gastmutter Victoria, die ich dann hier in meinem neuen Zuhause das erste Mal live gesehen habe. Ich komme super gut mit meiner Gastfamilie klar! Sie sind total lieb und umsorgt! Ich kann mit ihnen immer gute Gespräche führen, wenn ich irgendwelche Fragen habe.

Wir waren am ersten Wochenende auch erstmal im Kurzurlaub in Harrison Hot Springs auf einem Campingplatz. Abends spielen wir öfter Spiele zusammen und ich liebe es mit meiner Familie in einem Riesen Supermarkt einkaufen zu gehen! Also es geht mir dank meiner tollen Gastfamilie echt gut! Ich wohne in Maple Ridge, das ist eine überschaubare Stadt mit ca 82.000 Einwohnern. Nach Vancouver Downtown brauche ich obwohl es nur ca 40km sind, dann mit Bus & Bahn aber trotzdem fast zwei Stunden, dass finde ich aber nicht so schlimm, da sich in der Woche sowieso viel in der Schule abspielt und man dort dann auch nach der Schule meist noch ist. Hier in der „Westview Secondary School“ sind wir 120 Austauschschüler, die von gefühlt fast überall auf der Welt kommen. Einerseits ist es toll, hier auch Deutsche zu haben, mit denen man sich anfreundet, weil man natürlich in der Muttersprache viel einfacher kommunizieren kann;) trotzdem ist aber auch schön, nach fünf Wochen Schule auch Kanadier kennenzulernen, um mehr Englisch sprechen zu können! Aber es ist natürlich nicht so einfach die Einheimischen kennenzulernen, wie andere „internationals“, weil die sich natürlich alle untereinander kennen.

Unsere Schulfächer konnten wir nicht so richtig selbst wählen, sondern nur Interessen angeben. Aber wenn in einem anderen Kurs Platz ist, konnte man tauschen. Ich habe jetzt Pre Calculus (Mathe), Life Science (Biologie), Französisch, New Media (Englisch und Politik), Chor, Theater, Active Living (Sport) und Foods (Kochen und Ernährungswissenschaften). Das ist eine gute Mischung aus „anstrengenden“ Fächern und Kursen, die Spaß machen:) Für mich ist es gar kein Problem die meiste Zeit Englisch sprechen zu müssen, da habe ich mich zum Glück echt schnell dran gewöhnt. Es ist irgendwie auch schön hier zur Schule zu gehen, weil man dort dann immer seine Freunde trifft und unter Menschen ist!

Außerdem bin ich im Cross Country Team meiner Schule, wir laufen immer dienstags vor der Schule und donnerstags nach der Schule um die 5km, das macht echt Spaß, und hält mich hoffentlich fit;) Am Donnerstag habe ich dann auch meinen ersten Wettkampf. Aus Spaß spiele ich auch beim Training der Hockey Mannschaft mit:) Am 26. September war hier der „Terry Fox Run“ der Spenden zur Krebsforschung erbringt, Terry Fox ist ein Mann, der sich als Ziel gesetzt hatte, quer durch Kanada zu joggen, um Spenden zu sammeln, er selbst war vorher schon öfter von Krebs betroffen gewesen.

A m Wo c h e n e n d e organisieren wir uns dann meistens unter u n s Austauschschülern, was wir zusammen machen wollen. Ich war schon zwei mal in Vancouver, einmal haben wir uns bei schönstem Herbstwetter Tandems ausgeliehen und sind um den Stanley Park geradelt. Außerdem bin ich auf einer „Pumpkin Farm“ gewesen, um schöne Kürbisfotos zu machen und dort gab es auch ein Maislabyrinth! Wir waren auch schon Schlittschuhlaufen in einer Eishalle, wo sonst der traditionell kanadische Sport Eishockey gespielt wird. So, dass sind erstmal so meine ersten Eindrücke! Danke an meine Familie, die es mir möglich macht, hier zu sein!

Ganz liebe Grüße, ich hoffe es geht euch zuhause oder wo auch immer ihr gerade seid gut :)

Eure Tomke