Zum ersten Mal hatte Experiment f├╝r unser Unterst├╝tzungsprojekt “exqueeriment” dieses Jahr einen Stand auf dem Christopher Street Day in K├Âln. Warum? Weil wir der ├ťberzeugung sind, dass Gastfamilien vielf├Ąltig und bunt sind, gem├Ą├č dem Motto: Austausch ist f├╝r alle da!

Dieses Motto wird greifbarer, wenn wir aufz├Ąhlen, wer bei uns Gastfamilie werden kann: Regenbogenfamilien (Queere oder Patchwork-Familien), mit oder ohne Kind(ern), verheiratet oder nicht, Mitglieder eines Wohnprojekts, alleinstehende Personen, alleinerziehende Personen, Lebensgemeinschaften ohne Kinder im Haushalt, Wohngemeinschaften und Patchwork-Familien. Besonders wenn das eigene Kind im Ausland ist und man ein Bett frei hat, bietet es sich an, Gastfamilie zu werden ÔÇô das ist aber nat├╝rlich keine Voraussetzung.

Queer Family – warum auch nicht?

Entgegen der h├Ąufig vertretenen Ansicht, dass mit der Zunahme der Akzeptanz queerer Menschen ÔÇ×neueÔÇť Formen des Zusammenlebens aufkommen, hat sich das Konzept Familie immer schon und immer wieder gewandelt, zum Beispiel vom Verst├Ąndnis der Familie als einer Art Hausgemeinschaft ohne Verwandtschaftsbezug hin zu einer aus Eltern und Kindern bestehende Lebensgemeinschaft in Form einer Ehe. Die h├Ąufigste Form der Familie sei zwar die Ehe mit Kindern, andere Familienkonstellationen habe es jedoch immer gegeben, so der Queer-Beauftragte der Bundesregierung Sven Lehmann.

Mittlerweile wachse jedes dritte Kind in einer Familiensituation auf, die nicht einer klassischen Ehe entspreche, so Lehmann weiter. Er spricht sich daf├╝r aus, das Sorgerecht auf bis zu vier Elternteile ausdehnen zu k├Ânnen.

Mediale Darstellungen von Familien pr├Ągen unsere Wahrnehmung. Dementsprechend ist es wichtig, dass Vielfalt sichtbarer wird. Schaut man sich in Serien und Filmen der letzten Jahre um, finden sich immer mehr Darstellungen von Familien abseits der klassischen Vater-Mutter-Kind-Familie. So wird in der sehr erfolgreichen Serie Gilmore Girls das Leben der alleinerziehenden Lorelai Gilmore und ihrer jugendlichen Tochter geschildert. Die ebenfalls erfolgreiche Serie Glee thematisiert in der dritten Staffel sogar die Ankunft eines irischen Austauschsch├╝lers, Rory Flanagan, der bei Brittany (26 Jahre alt und offen bisexuell) lebt. Auch Sitcom-Klassiker wie Full House stellen ein vielf├Ąltiges Familienbild dar: Witwer Danny lebt zusammen mit seinem besten Freund Joey, seinem Schwager Jesse und drei T├Âchtern in einer Patchwork-Familie. In Serien wie GreyÔÇÖs Anatomy leben Kolleg*innen als Wohngemeinschaft zusammen und ziehen zusammen (Adoptiv-)Kinder gro├č. Welche Serie nat├╝rlich nicht vergessen werden darf, ist wohl Friends, die damit beginnt, dass die Protagonistin Rachel ihre beste Freundin von der Highschool um eine ÔÇ×MitwohngelegenheitÔÇť bittet.

Sie sehen, alle diese Familien k├Ânnten Gastfamilien werden. Vielleicht laden Sie Ihre Familie zu einem Serienabend ein, um die Vielf├Ąltigkeit der Familien anzusehen? Wir w├╝nschen viel Spa├č!

 

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