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Dr.Eleonore Hoffmann

Nachruf: Dr. Eleonore Herrmann

Wir müssen Abschied nehmen von unserem Ehrenmitglied Dr. Eleonore Herrmann, die im Alter von 87 Jahren verstorben ist. Eleonore war knapp 50 Jahre Mitglied in unserem Verein und war lange Zeit ehrenamtlich sehr aktiv im Augsburger Raum. So organisierte sie beispielsweise PPP-Auswahlen, war jahrelang Elderhostel-Patin (jetzt Road Scholar) und in vielen anderen Programmbereichen aktiv.

Wir werden Frau Dr. Eleonore Herrmann ein würdiges Andenken bewahren. Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrem Mann, Herrn Professor Dr. Joachim Herrmann, und allen Angehörigen.

Die Patenschaft für Elderhostel hat sie gemeinsam mit Hanna Linden übernommen, ebenfalls Ehrenmitglied und langjährige, aktive Ehrenamtliche bei Experiment e.V.. Sie hat einen Nachruf geschrieben, den wir gerne teilen möchten. 


Kurz nach ihrem 87. Geburtstag, den sie noch mit ihrer Familie feiern konnte, verstarb im August unser langjähriges Ehrenmitglied Dr. Eleonore Herrmann.

Über Jahrzehnte war sie im Verein aktiv, nicht nur bei der Vermittlung von Familienaufenthalten für ausländische Studierende, afrikanischen Deutschlehrer, bei den Auswahlgesprächen für das PPP und der Betreuung von Gruppen, sondern auch im Vorstand als Schriftführerin.

Bei der Betreuung von Elderhostel-Gruppen (heute Road Scholar Program) sind wir uns gelegentlich über den Weg gelaufen und konnten uns gegenseitig Tipps geben bzw. austauschen. 

Eleonore hatte einen besonderen Humor, den ich als "norddeutsch" bezeichnen würde. Sie kam ja aus dem Norden und hatte den Bezug dorthin nie ganz verloren. Aber sie war auch über Grenzen hinweg interessiert an den Menschen, denen sie begegnete. Unsere große Reise nach Atlanta in Georgia, USA, und die Fahrten mit Ehrenamtlichen nach Großbritannien sind mir in guter Erinnerung. Sie war stets souverän und hilfsbereit. Ihr Zuhause in Neusäß bei Augsburg bot der großen Familie, in der es auch international zuging, einen Bezugspunkt. 

Als wir vor einigen Jahren im Mai bei Herrmanns zu Gast waren, waren wir (mein Mann und ich) überwältigt von der Gastfreundschaft und Eleonores Kochkünsten. Die Küche mit den wunderschönen holländischen Kacheln habe ich noch vor Augen. 

Ihr Mann Joachim übernahm viele Aufgaben, als Eleonore nach vielen OPs nicht mehr gut laufen konnte. 
Der Spruch auf der Todesanzeige „Ich höre auf zu leben, aber ich habe gelebt“ (J.W. von Goethe) zeigt uns, wie sie am Ende dankbar für ihr langes und reiches Leben war.