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Schüleraustausch Spanien

Wie mein Auslandsjahr mich verändert hat

Ich habe mein Auslandsjahr mit Experiement e.V. in Spanien verbracht. Ja, durch Corona musst ich schon Ende März schon wieder nach Hause fahren anstatt wie geplant Mitte Juli. Kein schönes Ende, aber trotzdem habe ich in der Zeit, die ich hatte sehr viel neues gelernt und auch mich selber ganz anders kennengelernt.

Klar sind da zum einen die offensichtlichen, äußeren Veränderungen: ich bin bräuner wiedergekommen, spreche viel besser Spanisch als vorher und weiß einfach allgemein viel besser über Spanien und Andalusien im allgemeinen Bescheid. Wie hier das Schulsystem funktioniert, was gegessen wird, wie ein normaler Tag aussieht, all so Etwas.

Aber auch Eigenschaften, die mir hier erst wieder in Deutschland richtig aufgefallen sind, habe ich durch mein Auslandsjahr „gelernt“. Was ich am aller meisten gemerkt habe, ist dass ich durch meine Austauschzeit sehr viel selbstbewusster geworden bin, was den Kontakt mit fremden Personen betrifft. Ich war in neuen Gruppen schon immer eine eher zurückhaltende, introvertierte Person. Als ich dann aber in einem ganz anderen Land war, am Anfang ohne jemanden, den ich kannte, mit einer mehr oder weniger fremden Sprache, habe ich sehr schnell gemerkt, dass ich mit dem Verhalten nicht weit komme in dieser begrenzten Zeit. Ich habe, ziemlich unbewusst, angefangen immer wieder ein Stück aus meiner Komfortzone rauszutreten und mich immer wieder ein bisschen mehr getraut. Und in den meisten Fällen habe ich dann auch deutlich gemerkt, dass es funktioniert, dass es so viel leichter geht. Es war nicht leicht und wirklich ein langer Prozess, aber jetzt nach meiner Zeit in der Fremde spüre ich wirklich einen Unterschied, der mich selber überrascht. Es gibt einen Spruch, den ich von einer anderen Austauschschülerin gehört habe: fake it ´til you make it. Eigentlich mag ich diesen Spruch nicht sehr, weil verstellen sollte man sich wirklich nicht. Eher: Wag es, du wirst es schaffen! Klar das reimt sich nicht so toll, aber im Prinzip eine gute Erinnerung, die man sich immer wieder sagen kann.

Mein Auslandsjahr war sicher nicht immer leicht und definitiv nicht was ich erwartet habe, aber ich habe immer wieder viele sehr schöne Momente erlebt. In so einer Zeit lernt man extrem viel und ich glaube, das wichtigste ist wirklich nicht zu viel über alles nachzudenken und sich von seinen Vorstellungen lösen, und einfach loszulegen.