Unvergesslich schön - Demi Pair in Toronto

Ganz weit von zu Hause weg sein, mal was ganz Anderes sehen und natürlich mein Englisch verbessern. Das waren so ungefähr meine Gründe für Kanada und sechs Monate Demi Pair. Aber lest selber alles Weitere, was man als zukünftiger Demi Pair in Kanada wissen sollte.

Ungefähr ein Jahr vor meinem Abitur habe ich angefangen mich darüber zu informieren, wie ich am besten ins Ausland gehen kann. Die beste Möglichkeit und das beste Programm für mich waren sechs Monate „Demi Pair“ mit Experiment e. V. in Toronto, Kanada. So saß ich auch schon kurze Zeit später beim Vorbereitungsseminar in Bonn, wo ich nicht nur alle Fragen stellen konnte, ca. zwanzig andere zukünftige Demi Pairs getroffen habe, sondern auch sehr gut mit viel Spaß auf meinen Aufenthalt vorbereitet wurde.

Mit meinem Visum in der Tasche, bereit die nächsten sechs Monate in Toronto zu genießen, bin ich also das erste Mal überhaupt geflogen. Acht Stunden später angekommen, gab es zuerst einmal Dinner. Das heißt Maiskolben und Veggie Burger, meine Familie ernährte sich vegetarisch. Ich seit meiner Ankunft in Kanada auch. Am Montag begann auch schon die Sprachschule und ich lernte Menschen aus aller Welt kennen. Die Sprachschule hat mir von Anfang an sehr viel Spaß gemacht und mein Englisch hat sich stetig verbessert.

Mit Frank, meinem Gastbruder, der sechs Jahre alt war, habe ich mich mit jedem Tag besser verstanden. Mein gewöhnlicher Tagesablauf sah wie folgt aus: Vormittags Sprachschule, danach Frank von der Schule abholen, mit ihm zu „Kumon“ (eine Art privater Lese und Schreibunterricht) gehen. Danach sind wir meistens zum Spielen auf einen Spielplatz gegangen und dann nach Hause zum Dinner. Am Wochenende haben Frank und ich kleinere Ausflüge gemacht. So sind wir zum Beispiel zu den Toronto Islands gefahren oder sind auch zum Schwimmen gegangen. Je mehr wir zusammen unternommen haben, desto mehr hat man sich aneinander gewöhnt, auch wenn natürlich jeder mal einen schlechten Tag hat.

Neben den neuen Freunden von der Sprachschule habe ich zusätzlich auch sehr interessante Menschen aus Toronto kennen gelernt. Das heißt jedes Wochenende und jede weitere freie Minute volles Programm. Neben dem New York Trip war ich auch in Kanada‘s Wonderland, den Niagara Fällen, im Algonquin Nationalpark, in zahlreichen Outlets und natürlich auf jedem Straßenfestival, wovon es in Toronto im Sommer jede Woche mindestens eins gab.

Die Zeit verging im Nu und die ersten drei Monate waren schnell um. In den letzten drei Monaten habe ich mich zu Hause selbstständig auf meinen Toefl-Test vorbereitet.

Meine Gastmutter, die deutsche Wurzeln hat (aber kein Wort Deutsch sprechen konnte!) hat sich sehr für die deutsche Kultur und vor allem deutsches Essen interessiert. Wir hatten also immer was zum Quatschen und auch mit meinem Gastvater, der sich sehr gerne in seine Arbeit vertieft hat (Professor für Physik, Informatik und Philosophie) und bei Arbeiten im oder am Haus schnell an seine Grenzen gekommen ist, habe ich mich von Anfang an sehr gut verstanden.

Mit der Zeit hatte ich mich sehr an Toronto gewöhnt und trotzdem habe ich weiterhin Neues ausprobiert, wie zum Beispiel „Krav Maga“ (Kampfsportart) und habe so einerseits noch viel mehr Menschen auch aus Toronto kennengelernt und andererseits natürlich weiterhin noch meine Englischkenntnisse verbessert.

Zum Ende meiner Zeit in Toronto ist es dann auch ziemlich kalt und winterlich geworden und gegen Ende November bin ich zu meiner lange vorbereiteten TOEFL-Test Prüfung gegangen. Kurz zur Info: Der TOEFL-Test ist ein Englischsprachtest, den ich auf freiwilliger Basis gemacht habe, um meine Englischkenntnisse an Universitäten nachweisen zu können.

Nochmal alles zusammen gefasst, war mein Kanada Aufenthalt eine Zeit, die unvergesslich schön war. Sechs Monate, in denen ich alles unternommen habe, was mir Spaß gemacht hat und die coolsten Menschen aus aller Welt kennengelernt habe, mit denen ich noch heute in Kontakt stehe.

Ich kann euch nur empfehlen auch ins Ausland zu gehen, weil diese Erfahrung, die ich dort gemacht habe mein Leben verändert hat.

Viel Spaß!
Manuel