"Meine Gastmutter hat mich wie ihr eigenes Kind aufgenommen" - Benitas Sommer in Valencia

Benita berichtet von ihrem vierwöchigen Gastfamilienaufenthalt in Valencia, Spanien:

Die Sommerferien kamen näher und ich wusste, bald geht es los nach Valencia, die Aufregung war groß. Wie wird die Familie sein? Werde ich mich mit ihnen verstehen? Diese Fragen schwirrten in meinen Kopf herum, aber dann ging es auch schon los.

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Ferien_Spanien_Kurzzeit_Sommerschule

Kaum in der Familie angekommen, waren die Fragen weg, ich wurde sofort ganz herzlich aufgenommen. Die ersten zwei Wochen haben noch zwei Chinesen mit in der Familie gewohnt, womit noch mehr Kulturaustausch stattfand. Der erste Schultag stand vor der Tür: Jeden Tag vier Stunden Spanisch-Unterricht haben auf mich gewartet, nochmal Aufregung, aber meine Mitschüler und Lehrer waren super nett.

Zuerst waren wir fünf deutsche Schüler, zwei Norweger und meine zwei chinesischen Mitbewohner. Wir hatten viel Spaß zusammen. Wir waren zusammen am Strand, abends in einer Bar oder haben Valencia erkundet.

Nach zwei Wochen stand auch schon der erste Abschied von den beiden Chinesen an. Aber lange war ich nicht alleine zu Hause, denn am Wochenende kamen schon neue Schülerinnen in meine Familie, eine aus der Tschechischen Republik und eine aus dem Libanon. Es hieß auch für mich Halbzeit, zwei Wochen waren rum und zwei hatte ich noch vor mir. Ich hatte schon viel von Valencia gesehen und mich schon gut zurecht gefunden. Besonders gerne war ich in der Markthalle. Dort gab es tolle frische Früchte und Smoothies.

Die letzten zwei Wochen vergingen wie im Flug. Das letzte gemeinsame Wochenende verbrachten wir am Strand etwas außerhalb von Valencia in „El Saler“. Mittlerweile war unsere Gruppe auch ein bisschen größer. Wir waren jetzt zu zwölft: zwei Norweger, eine Chinesin, ein Chinese, ein Franzose, eine Libanesin, ein Amerikaner und wir fünf Deutsche. Zusammen hatten wir super viel Spaß und wir konnten alle voneinander lernen.

Am Sonntag bin ich dann mit meiner Mitbewohnerin und meiner besten Freundin dort nach Alicante gefahren. Alicante liegt mit dem Zug ca. zwei Stunden entfernt. Um sieben Uhr morgens ging es los, wir waren alle noch total müde, aber konnten uns im Zug ausruhen. In Alicante angekommen, fragten wir erstmal nach dem Weg zum Castell de Santa Bárbara, das mitten in der Stadt liegt. Die Burg war auch schnell gefunden und wir starteten mit dem Anstieg. Als wir oben ankamen, war leider noch geschlossen und somit mussten wir warten. Als es endlich aufgemacht hat, haben wir die ganze Burg erkundet. Die Aussicht war einfach wundervoll, man konnte über ganz Alicante gucken und aufs Meer. Wir wollten am liebsten dort bleiben, aber dann hat uns der Strand gelockt und wir sind abgestiegen und haben uns an den Strand gelegt. Von dort hatten wir aber noch eine wunderschöne Aussicht auf die Burg. Am Abend ging es dann wieder nach Hause und mein letztes Wochenende war zu Ende.

Die letzte Woche ging dann super schnell vorbei und ich habe noch so viel wie möglich mit meinen Freunden und meiner Gastfamilie gemacht. Am letzten Abend war ich dann nochmal im Schwimmbad mit meiner Gastfamilie, wo jeden Freitag eine Party stattgefunden hat. Meine Freunde kamen dann auch noch und ich hatte einen tollen letzten Abend. Am schwersten fiel mir dann der Abschied von meinen Freunden und besonders von meiner Gastfamilie, da meine Gastmutter mich wie ihr eigenes Kind aufgenommen hat.

Die Zeit ist viel zu schnell vergangen und ich kann jedem nur einen Aufenthalt in einer ausländischen Gastfamilie empfehlen. Ich habe mich sehr gefreut, dass Experiment mir diese tollen Ferien ermöglicht hat. Alle meine Fragen im Vorfeld wurden immer umgehend beantwortet, so bin ich gut vorbereitet nach Spanien gestartet.