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Comeragh Mountains

Meine ersten Monate in Irland

Vor so ziemlich genau 5 Monaten stand ich mit zwei großen Koffern und voller Vorfreude mit anderen Austauschschüler*innen am Flughafen in Frankfurt. Obwohl ich es manchmal immer noch nicht glauben kann, dass ich tatsächlich in Irland bin, fühlt es sich auch so an, als wäre ich schon ewig hier. Und in dieser Zeit ist so einiges passiert.

 

Meine Gastfamilie

Ich wohne in der Nähe von Dungarvan, eine kleine Hafenstadt im Südosten von Irland. Meine erste Gastfamilie bestand aus meiner Gastmutter, meinen beiden jüngeren Gastgeschwistern und drei Hunden. Die Familie war total herzlich, leider hat es aber einfach nicht so gepasst, weswegen ich über die Weihnachtsferien gewechselt habe. Ich bin jetzt sehr glücklich mit meiner Entscheidung. Meine Gastfamilie ist eine relativ große Familie, es wird wirklich nie langweilig und man hat immer jemanden da.

 

Schule und Freizeit

Hier in Irland besuche ich eine gemischte Schule, das heißt keine reine Mädchenschule. Die Schule ist schon ziemlich unterschiedlich zu meiner in Deutschland. Die Atmosphäre ist sehr entspannt, und dadurch dass meine Schule auch eher klein ist, sehr familiär. Der Unterricht beginnt um 9:00 Uhr und endet um 15:55, bzw. freitags um 13:10. Nach der Schule gehe ich meistens noch zum Sport oder bleibe mit Freund*innen in der Stadt.  Der größte Unterschied ist aber natürlich die Schuluniform, welche ich zu meiner Überraschung eigentlich ganz schön finde und die auch super bequem ist – und es macht den Morgen definitiv leichter, da man direkt weiß, was man anzieht.

Am Anfang habe ich das TY (Transition Year) besucht. Das TY ist ein praxisorientiertes Jahr, welches den Schüler*innen allgemeine „life skills“ vermitteln und bei der beruflichen Orientierung helfen soll. Ich hab mich jedoch in der Klasse nicht so wohl gefühlt und mich dann für das akademische 5th Year entschieden, in dem ich jetzt sehr glücklich bin.

Allgemein habe ich hier in der Schule direkt Anschluss gefunden und verstehe mich mit den Iren und Irinnen, aber auch den anderen Austauschschüler*innen sehr gut.

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Verkleidete Menschen

Halloween

Eines meiner Highlights hier war auf jeden Fall Halloween. Halloween wird hier wirklich sehr groß gefeiert, ich würde sogar sagen, mehr als Weihnachten. Schon Anfang Oktober haben meine Gastmutter und ich gemeinsam das GESAMTE Haus und den Garten dekoriert. In der Woche vor Halloween hat sich meine Gastmutter den einen oder anderen Spaß erlaubt, und ich bin nicht nur ein einziges Mal zu Tode erschrocken, weil plötzlich eine lebensgroße Puppe hinter meiner Tür saß.

Am letzten Schultag vor den Ferien haben wir Halloween Filme angeschaut und die Lehrer*innen haben uns Süßigkeitenberge mitgebracht. In den Ferien durfte ich bei mir zuhause eine kleine Halloween Kostümparty organisieren, auf der wir alle super viel Spaß hatten. Am 31. bin ich natürlich mit meinen Gastgeschwistern in die Stadt gefahren um für „Trick or Treat“  von Haus zu Haus zu gehen.

 

Englisch und der Irische Akzent

Bevor ich nach Irland gegangen bin, hatte ich ein wenig Sorge, dass ich wegen des irischen Akzentes oder schlicht einfach meiner Englischkenntnisse die Leute nicht verstehen würde. Im Unterricht habe ich keine Probleme wegen der Sprache gehabt und auch der Akzent/Slang ist zwar am Anfang ein wenig ungewohnt, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran. Irgendwann antwortet man dann auf die Frage „How are you?“ ganz automatisch mit „Grand“. Und wenn man etwas mal nicht versteht, sind alle wirklich sehr freundlich und erklären es nochmal.

Ich kann noch gar nicht glauben, dass schon die erste Hälfte meiner Zeit hier schon vorbei ist, dafür freue ich mich aber umso mehr auf meine restliche Zeit hier, und auf alles, was ich noch in Irland erleben darf.

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Mädchen an den Mahon Falls