Image
Schueleraustausch-Amerika-Erfahrungsbericht-Texas

Meine erste Zeit in Texas

Etwa ein Jahr ist es her, als ich den Entschluss gepackt habe ein Auslandsjahr zu machen. Und jetzt viele wunderschöne Momente später sitze ich hier in Texas und habe die Hälfte von diesem unbeschreiblich schönen Erlebnis leider schon hinter mir. Angefangen beim Vorbereitungsseminar wo wir nicht nur hilfreiche Tipps erhalten haben und im Austausch mit den Teamern Mut geschöpft haben, sondern besonders andere Jugendliche kennengelernt haben, die in derselben Situation stecken und mit denen man bis heute im Austausch steht. Bis hin zu den letzten Wochen zu Hause bei denen die ein oder andere Träne zum Abschied floss. Und dann ging es los. Auf ins unbekannte und aufregende Abenteuer: Auslandsjahr. Schon auf dem Flug in Richtung Amerika konnte man die Aufregung von allen deutlich spüren und als es dann nach mehreren Stunden soweit war und wir kurz davor standen unsere neue Familie für das kommende Jahr das erste Mal zu sehen war die Müdigkeit wie weggestrichen und machte Aufregung, Freude und Nervosität Platz.  An der Gepäckausgabe stand dann meine Gastfamilie mit einem großen Schild, Luftballons und alle im Partnerlook. Ich wurde sofort herzlich von ihnen begrüßt und fühlte mich direkt in die Familie aufgenommen. Am nächsten Morgen konnte ich mich während eines Wochenendtrips in den Süden von Texas direkt in meine Gastfamilie einleben und jeden genauer kennenlernen.

Zurück in meinem neuen zu Hause für die nächsten zehn Monate konnte ich mich direkt an den normalen Alltag in einem amerikanischen Haushalt gewöhnen und nach wenigen Tagen ging es dann auch direkt los ins Abenteuer High School. Meine Schule im Norden Texas ist mit 6.000 Schülern, einem riesigen Stadion und Subway und Pizza Hat als Cafeteria vielleicht nicht wie jede andere High School in Amerika und schon gar nicht wie in Deutschland, aber hat gerade damit schon etwas besonderes an sich. Und auch die Fächerwahl ist breiter gefächert als normal zu Hause und so kann man sich speziell in die Richtung informieren und beteiligen, in die man sich genauer interessiert.

Und auch nach der Schule kann man sich in verschieden Organisationen beteiligen und Clubs beitreten. So habe ich unteranderem für das Musical unserer Schule vorgesungen und eine kleine Rolle darin ergattert. Während der Proben habe ich viele meiner Freunde kennengelernt und habe Anschluss zu vielen verschiedenen Persönlichkeiten gefunden. Und auch wenn das Musical und die Proben zuvor etwas stressig war und ich etwas weniger Zeit mit meiner Gastfamilie hatte, war es doch eine unvergessliche Erfahrung und hat mir viel Spaß gemacht.  Auf der Bühne mit all meinen Freunden zu stehen war ein unvergessliches Erlebnis und hat mich ermutigt mich für eine Improvisationstruppe and meiner Schule einzutragen. Die Zeit, die ich jetzt mit meinen Freunden während den Proben verbringe, ist mir sehr wichtig und hat die Freundschaft mit ihnen besonders bestärkt. Am Wochenende treffe ich mich oft mit Freunden oder mache verschiedene Aktivitäten mit meiner Gastfamilie. Einmal in Monat jeden zweiten Sonntag fahre ich zusammen mit meiner Familie auf eine Ranch etwas weiter nördlich von meinem Heimatort, wo wir gemeinsam mit anderen Jugendlichen die Pferde einfangen, striegeln und dann alle gemeinsam in der Natur reiten gehen. Diese Zeit mit meinen Gastschwestern ist besonders schön und gibt einen guten Ausgleich zu dem stressigen Stadtleben.

Die Zeit im Ausland ist einfach unglaublich und auch der Zusammenhalt mit jedem ist so unbeschreiblich schön. Ich kann das Auslandsjahr jedem weiterempfehlen, denn neben seinen Sprachkenntnissen wird auch deutlich die eigene Persönlichkeit verbessert. Neben einem Selbstbewusstsein Boost, merklich verbesserte Eigenständigkeit und unvergesslichen Erlebnissen, knüpft man auch Kontakte mit vielen Freunden.

Eure Marielle

Image
Schueleraustausch-Amerika-Erfahrungsbericht-Texas-Musical