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Leonie FWD Ecuador

Mein Internationaler Jugendfreiwilligendienst in Ecuador

Es ist jetzt genau zwei Jahre her, dass ich die Entscheidung getroffen habe, einen Freiwilligendienst in Ecuador zu machen. Damals hatte ich keine Ahnung, was mich erwarten würde. Eine halbe oder auch ganze Seite ist viel zu kurz, um meine Erfahrungen in Worte zu fassen. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen ein paar kleine Einblicke in schöne Momente aus meinem täglichen Leben mit euch zu teilen.

Eine meiner Lieblingsaktivitäten war das gemeinsame Kochen oder Essen vorbereiten mit meiner Gastfamilie in Mindo. Dabei konnte ich die Mitglieder der Familie besser kennen lernen, mehr über die Kultur erfahren und danach noch etwas richtig leckeres Essen. Auf dem Bild machen wir „Humitas“, eines meiner Lieblingsessen aus Ecuador. „Humitas“ sind eine Art Maiskuchen, die gemacht werden, indem die Maiskörner abgemacht und gemahlen werden, dann mit Butter und Zwiebeln vermischt werden, am Ende wieder in die Maisblätter eingepackt und so gekocht werden. Das war viel Arbeit und hat eine ganze Menge Personen erfordert, die mit anpacken mussten, sodass wir viele Humitas machen konnten. Nicht immer war die ganze Familie dabei, aber an diesem Tag waren fast alle Mitglieder da, das gemeinsame Arbeiten hat viel Spaß gemacht und das Ergebnis war richtig lecker.

Vor meiner Reise nach Ecuador war ich kein großer Fan von Gartenarbeit. Zwar habe ich bei meinen Großeltern im Garten immer mal wieder mitgeholfen, aber ein Hobby von mir war es bestimmt nicht. Aber auf dem Programm des Seniorencenters stand ein Besuch im Gemüsegarten jeden Mittwoch auf dem Plan. Da hieß es dann Erde umgraben, Gemüse pflanzen, das Gerätehäuschen reparieren und vieles mehr. Die Zusammenarbeit der Senioren und das gemeinsame Arbeiten hat angefangen mir richtig viel Spaß zu machen und wenn wir dann Bohnen, Bananen, Salate, Kürbisse und vieles mehr ernten konnte war man richtig stolz. Während der Gartenarbeit wurde natürlich auch viel geredet und dadurch habe ich immer die besten Neuigkeiten aus dem Dorf mitbekommen, wodurch die Arbeit immer von sehr viel Lachen erfüllt war. Außerdem war ich richtig beeindruckt, wie viel und hart die Senioren gearbeitet haben, vor allem wenn es so warm war und die Sonne geschienen hat. Anscheinend hat mich das wohl sehr inspiriert, denn ich habe dieses Jahr zum ersten Mal meine eigene kleine Anzucht gestartet und hoffe dieses Jahr auch hier Gemüse ernten zu können.

Hätte mir jemand noch vor drei Jahren gesagt, dass ich mal im Salar de Uyuni in Bolivien stehen würde nachdem ich sechs Monate einen Freiwilligendienst in Ecuador gemacht habe, hätte ich warscheinlich gelacht und gesagt „schon wärs“. Jetzt bin ich schon seit fast einem Jahr wieder in Deutschland und denke unglaublich gerne an diese Zeit zurück und freue mich jetzt schon darauf, eines Tages nach Südamerika zurück zu kehren.

Während meiner Zeit des IJFDs in Ecuador habe ich unglaublich tolle Menschen kennengelernt, Menschen aus Ecuador, aber auch andere Freiwillige aus Deutschland, die zu besten Freunden geworden sind. Ich durfte in unglaublich tollen Projekten arbeiten, die das Leben der Senioren in Mindo mit Aktivitäten und leckerem Essen unterstützen, einem Garten, der biologisches Gemüse in anbaut und ich habe bei einer unglaublich tollen Familie wohnen dürfen. Mein Blick auf die Welt und auf Deutschland hat sich geändert und durch die Erlebnisse und Seminare konnte ich als Person mich weiterntwickeln. Ich hatte die Möglichkeit wunderschöne Orte in verschiedenen Ländern in Südamerika zu besuchen und ich bin jeden Tag dankbar und erinnere mich gerne zurück an die Zeit die mir Experiment e.V in Ecuador ermögllicht hat!

Eure Leonie

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Leonie FWD Ecuador