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Austauschschülerin Daniela vor dem Eingang ihrer Schule in England

Die ersten 5 Monate in England

 

 

 

Nun ist es schon fünf Monate her, dass ich zum ersten Mal einen Fuß auf englischen Boden gesetzt habe. Ich könnte so viel über meine bisherigen Erfahrungen berichten, habe mich aber letztendlich dazu entschlossen, mehr auf das Thema ,,Schule im Ausland” einzugehen, da dies mich vor meinem Auslandsjahr sehr beschäftigt hat.

Schule in England - Dresscode und neue interessante Fächer

Eine Sache über die ich vor meinem Auslandsjahr lange nachgedacht habe, war der vorhandene Schul-Dresscode. Mein Kleiderschrank in Deutschland bestand hauptsächlich aus Jeans, Hoodies und Tops also eigentlich nichts, was nach der Beschreibung des Dresscodes erlaubt gewesen wäre; hieß also shoppen gehen. In England angekommen hat sich dann aber herausgestellt, dass der Dresscode gar nicht so ernst genommen wird. Natürlich müssen die ,,keine Turnschuhe” und ,,keine Jeanshosen” Regeln immer eingehalten werden. Höhere Absätze hingegen werden allerdings durchaus  geduldet, genauso wie Röcke, die nicht bis übers Knie gehen. Also alles nicht so streng, wie es am Anfang scheint; vor allem, wenn man Dresscodes nicht gewöhnt ist.

Am Anfang des Schuljahres konnte ich zwischen drei bis fünf Fächern an meiner Schule wählen. Diese zu wählen war eine der schwierigsten Entscheidungen für mich (in Bezug auf mein Auslandsjahr). Es gab so viele neue, interessant aussehende Dinge zu entdecken, wozu man in Deutschland nicht wirklich die Möglichkeit hat. Klar gibt es hier ,gewöhnliche’ Fächer wie: Chemie, Biologie oder Musik. Dann bietet meine Schule allerdings auch Fächer wie Film, Psychologie, Theater und Fotografie an. Letztendlich hab ich mich dann für Psychologie, Theater und Biologie entschieden.

Englische Freunde finden

Da neben mir noch ungefähr zehn andere Austauschschüler an der gleichen Schule sind wie ich, ist das Ausländersein hier gar nicht wirklich was Außergewöhnliches für die englischen Schüler. Für mich war es deshalb besonders schwer neben meinen Austauschfreunden auch noch englische Freunde zu finden. Da ich eigentlich eher der schüchterne Typ bin, der nicht wirklich gut auf neue Leute zugehen kann, war dies für mich nicht ganz so leicht. Am Anfang war ich deshalb noch erleichtert, als ich im Unterricht neben anderen Austauschschülern sitzen konnte, die ich schon vorher kannte. Mittlerweile denke ich eher, es wäre besser gewesen sich direkt, von Anfang an neben jemand Englischen zu setzen und erste Kontakte zu knüpfen.

Wähl also auch am besten die Fächer, die dich wirklich interessieren und sprich dich nicht mit den anderen ab. Auch wenn es ein bisschen hart klingt: Neu und auf sich allein gestellt sein in einem Kurs, hilft dir in jedem Fall neue Leute kennen zu lernen!

Im Endeffekt hab ich es auch, trotz anfänglicher Schwierigkeiten, irgendwie geschafft auch ein paar englische Freunde zu finden.

Liebe Grüße aus England

Daniela

Daniela verbringt ein Schuljahr als Stipendiatin von Experiment e.V. in England.