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Freiwilligendienst Nepal Lina und Sheila

Unser Freiwilligendienst in Nepal 🌎🤩

Während Sheila Familie in Nepal hat und somit Nepal schon oft besucht hat, ist dies mein erstes Mal in Nepal und mein erster Monat hier ist dementsprechend vollgepackt mit neuen Eindrücken.

 

Sheila und ich leben zusammen bei meiner Gastfamilie und könnten uns keine bessere Unterkunft vorstellen. Es ist für uns zwar etwas ungewohnt, hauptsächlich immer das Gleiche – Dhal Baat – zu essen, das ist aber bei den großartigen Kochkünsten unserer Gastmutter Ira gar nicht so schlimm. Unser Gastvater, Damodar, geht zwar tagsüber genauso wie Ira arbeiten, dafür unterhält er sich sehr gern abends mit uns über die Geschehnisse des Tages, Nepal und seine Kultur und Menschen. Ihr Sohn, Ishan, ist mit 19 Jahren in unserem Alter und verbringt, nach einem kleinen Anschubser unsererseits, sehr viel Zeit mit uns – sei es zum Kochen und Backen, zum Wandern oder einfach nur zum im-Wohnzimmersitzen, Musikmachen und um sich zu unterhalten.

Wir arbeiten beide in der Sprachschule VHS Bhaktapur, in der alle Interessierten, hauptsächlich Jugendliche, Deutschunterricht nehmen und auch Sprachprüfungen absolvieren können. Nachdem wir aufgrund des Lehrerausfalls in den ersten zwei Wochen spontan zwei Kurse übernahmen, haben wir gerade etwas weniger Aufgaben, jedoch nähert sich die ereignisvolle Weihnachtszeit. Für diese basteln wir bereits fleißig einen Adventskalender, schmücken einen (künstlichen) Weihnachtsbaum und planen die alljährliche Christmas Party!

In diesem vergangenen Monat haben wir schon die größten Unterschiede zwischen der deutschen und nepalesischen Kultur kennengelernt.

Da die Nepalesen alles etwas entspannter angehen, müssen wir Deutschen uns an zwei Sachen gewöhnen: Erstens finden alle Verabredungen grundsätzlich mindestens eine halbe Stunde später statt und zweitens wird nie einem strikten, durchgeplanten Zeit- oder Arbeitsplan gefolgt. Alles läuft irgendwie vor sich hin, aber funktioniert trotzdem.

Daran müssen wir uns erst einmal gewöhnen, aber wir werden immer besser darin und haben mittlerweile auch unseren Platz in dieser lockeren Arbeitsweise gefunden.