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Betreuerschulung 2019

Die Betreuerschulung 2019

Herbstzeit ist Schulungszeit bei Experiment. Und so fand am letzten Oktoberwochenende auch wieder die jährliche Betreuer- und Gruppenleiterschulung statt, die – neben der Jahrestagung – größte Schulung des Jahres. Ca. 50 Betreuer*innen und Gruppenleiter*innen trafen sich hierfür in Bonn, um sich austauschen, das vergangene Jahre Revue passieren zu lassen, zu planen und natürlich sich in verschiedenen Bereichen weiterzubilden.

Während es für die Gruppenleiter*innen vor allem um die vergangenen und zukünftigen Road Scholar Gruppenreisen ging, beschäftigten die Betreuer*innen sich mit verschiedensten Themen, die ihnen im Laufe einer Betreuung begegnen können, von Kommunikation über kulturelle Unterschiede bis hin zu Konfliktmediation. Außerdem gab es am Samstagmorgen für beide Gruppen einen gemeinsamen Erste-Hilfe-Kurs. Und auch ohne Referenten, der kurzfristig nicht erschienen war, konnten die Teilnehmenden ihr Wissen auffrischen, indem sie sich gegenseitig zu stabiler Seitenlage, Herzdruckmassage, Wundversorgung, Schlaganfall und weiteren medizinischen Themen austauschten.  

Der Samstag beinhaltete auf der Betreuerschulung neben dem Erste-Hilfe-Kurs eine erste Workshoprunde mit organisatorischen Grundlagen, Pressearbeit zur Gastfamilienfindung sowie einer Konfliktschulung, die durch eine externe Trainerin durchgeführt wurde. Dieser Workshop wurde in der zweiten Runde erneut angeboten. Außerdem stellte die AG Diversity ihre Arbeit der letzten Monate vor und diskutierte mit den Betreuer*innen zu Queerness im Betreuungsalltag. Im dritten Workshop berichtete Eduarda, die momentan Austauschschülerin in Deutschland ist, über ihre Heimat Brasilien und zeigte kulturelle Unterschiede und Schwierigkeiten auf, die Austauschschüler*innen bei ihrem Einleben in Deutschland häufig begegnen.

Die Abendgestaltung stand unter dem Jahresmotto „Wir sind bunt“. An verschiedenen Stationen konnten die Teilnehmenden sich mit ihrer eigenen Identität, der Identität ihrer Schützlinge, Diversität in Sprache und Interkulturellem Lernen beschäftigen. Und da die Nacht von Samstag auf Sonntag eine Stunde mehr an Schlaf bereithielt (Zeitumstellung sei Dank!), kam auch der informelle Austausch am Abend nicht zu kurz. ????

Nach einer für manche erholsamen, für andere weniger erholsamen Nacht, ging es am Sonntagmorgen weiter mit einer Einführung in die Kurzzeitbetreuung. Und auch Kennenlerngespräche wurden besprochen, simuliert und geschult. Die letzte Workshoprunde des Wochenendes beschäftigte sich mit den Erwartungen und Herausforderungen in der Betreuung von afrikanischen Deutschlehrer*innen, die Betreuer*innen informierten sich zu den Themen Health and Safety und es wurden Ideen zur Optimierung der Zusammenarbeit zwischen Teamer*innen und Betreuer*innen erarbeitet.

Nach einem letzten gemeinsamen Essen ging es für alle Teilnehmenden wieder in den Zug oder auf die Autobahn und Richtung Heimat. Müde, aber mit viel neuem Input, guten Gesprächen und Motivation für viele weitere Gruppenreisen und Betreuungen im Gepäck.