GASTFAMILIEN-BLOG - Gastmutter Stefanie (11)
Montag, Februar 19, 2018 - 15:10 von experiment

Was sind wir froh, dass Miriana ein ganzes Schuljahr bei uns bleibt und nicht nur ein halbes... denn ansonsten wäre sie jetzt schon wieder in ihrer Heimat und würde uns fehlen – das ist uns so richtig bewusst geworden, als sie sich neulich mit anderen Gastschülern traf und meinte, dass einige davon schon Abschied feierten. Mit anderen mag das anders sein, aber mit ihr wäre ein halbes Jahr definitiv nicht genug. Zum Glück sieht sie das auch so!

Ich habe sie vor einigen Tagen gefragt, ob sie denn eigentlich kein Heimweh habe. Daraufhin meinte sie, dass sie ja wüsste, dass sie ihre Familie und Freunde wiedersehe und darum einfach keinen Anlass habe, traurig zu sein. Sie möchte lieber hier jeden Tag genießen und meint, dass sie sich diese Erfahrung durch Heimweh nur verderben würde. Das finde ich wirklich bewundernswert!

Normalerweise sollte ja längst das große Tief über uns und vor allem sie hereingebrochen sein, mit Heimweh und dem dringenden Wunsch, sich ins eigene Zimmer und in sich selbst zurückziehen. Inzwischen sind wir aber sicher, dass dieser Kelch an uns vorübergeht. Sie ist so ein positiver Mensch, da ist einfach kein Platz für Tiefs und deprimierte Phasen... Besser so!

Es ist schön, dass man jetzt schon auf einige Monate mit guten Erfahrungen und Erlebnissen zurückblicken kann und trotzdem noch Unternehmungen für das kommende halbe Jahr planen kann. Sie ist unsere erste Gastschülerin, die ein ganzes Schuljahr bleibt und wir waren sehr skeptisch, ob das überhaupt etwas für uns ist – es ist eine lange Zeit und kann noch eine sehr viel „längere Zeit“ sein, wenn man sich nicht versteht. Aber da wir wissen, dass Experiment sich kümmert, wenn es nicht läuft, haben wir es gewagt. Eine gute Entscheidung!

Die Weihnachtszeit war schön, ist aber wie im Flug vergangen. Ein besonderes Highlight war sicherlich das Aussuchen und Selbst-Schlagen eines Tannenbaumes. Das kennt sie von zuhause gar nicht, dort sind alle Weihnachtsbäume aus Plastik und blinken in bunten Farben vor sich hin.
Viel Spaß hatten wir beim gemeinsamen Keksebacken.
Zusammen mit den Kindern hat sie ein kleines Theaterstück eingeübt, welches am 24.12. uraufgeführt wurde. Wir haben Tränen gelacht...
Einen bleibenden Eindruck hat die Feuerzangenbowle hinterlassen, die bei uns immer am Heiligen Abend zelebriert wird.
Der Weihnachtsmann kommt hier schon am 24. statt am 25.12. und brachte ihr eine Eintrittskarte für ein Götz-Alsmann-Konzert. Jetzt freuen wir uns auf eine Jazz-musikalische Reise nach Italien, in das Mutterland der Tarantella und des mediterranen Schlagers. Wir sind gespannt!

Der Weihnachtsmarkt hat ihr gut gefallen und sie hat ihn mit ihren Schulfreundinnen des öfteren besucht. Wir sind froh, dass sie schon viele Kontakte geschlossen hat und am Wochenende zu Geburtstagen oder zu anderen Aktivitäten eingeladen wird. Außerdem hat sie sich mit einem anderen Gastschüler aus Mexiko angefreundet, der uns auch schon besucht hat. Mit ihm zusammen hat sie dann mexikanisch gekocht – das war ein wirklich „internationaler“ Tag mit leckerem Essen, einem lustigen Sprachenmix aus deutsch, italienisch, englisch und spanisch und vielen neuen Eindrücken und Berichten über den Alltag in Mexiko. Beim nächsten Besuch sollen mexikanische Brownies gebacken werden, zusammen mit den Kindern.

Da die Schule ja einen großen Teil dieses „Experiments“ ausmacht, habe ich Miriana für diesen Blogbeitrag dazu interviewt. Besonderes Augenmerk hat sie dabei auf die Unterschiede zwischen dem italienischen und dem deutschen Schulsystem gelegt.

Ihr gefällt, dass sie hier „nur“ von Montag bis Freitag in die Schule gehen muss. In Italien ist auch der Samstag ein Schultag, dafür ist regelmäßig mittags Schulschluss – während hier fast an jedem Tag Nachmittagsunterricht stattfindet. Sie zieht längere Schultage aber eindeutig vor – denn so hat sie zwei komplett freie Tage am Wochenende. Außerdem muss in Italien sehr viel mehr zuhause gelernt werden!
Den großen Vorteil des Kurssystems sieht sie darin, dass man mehr Menschen kennenlernt und mehr „Kommunikation“ auch mal mit anderen Leuten möglich ist.
Der Raumwechsel zwischen den Stunden sorgt hier für Abwechslung, auch die 5-Minuten-Pausen hält sie für positiv. In ihrer Heimat lernt man die ganzen Jahre in einem festen Klassenverbund – und immer im selben Raum. Das kann Vorteile haben (die Klasse ist wie eine große Familie und gibt Sicherheit und Stabilität) – aber eben auch Nachteile, vor allem, wenn die Klassengemeinschaft nicht die beste ist. 5-Minuten-Pausen gibt es dort nicht, nur immer eine Pause von 10 Minuten nach je zwei Stunden.

Sie liebt die Schulmensa, die es zuhause nicht gibt. Sie nutzt sie ausgiebig, um sich in Freistunden mit ihren Freunden dort zu treffen, um zu essen, Hausaufgaben zu machen.... Außerdem gibt es bei uns auch noch zwei Aufenthaltsräume, die mit Computern und Sofas ausgestattet sind.

Manchmal hat sie Freistunden in der Mitte eines Schultages, dann kann sie entscheiden, ob sie die Schule für einen Spaziergang oder für einen Kaffee zuhause verlässt und dann zur nächsten Stunde wieder hingeht. Das ist in Italien nicht möglich, wenn es eine freie Stunde gibt, müssen alle in der Schule bleiben und werden von einem Vertretungslehrer betreut.

Der Unterrichtsstoff wird hier oft mit Hilfe von Gruppenarbeit selbst erarbeitet, während es in Italien fast nur Frontalunterricht gibt. Daher zählt dort auch die mündliche Beteiligung kaum, wichtig sind die schriftlichen Noten. Es werden in jedem Fach Klausuren geschrieben, während sie hier die Möglichkeit sehr schätzt, zu wählen, wo sie Klausuren schreiben möchte und wo eben auch nicht.
Die technische Ausstattung und die ganze Organisation ist in Deutschland ihrer Meinung nach besser. Für ein großes Plus hält sie, dass man hier nur einen kleinen Teil der Schulbücher selbst kaufen muss. Zuhause müssen immer alle Bücher neu gekauft werden.
Im Sportunterricht hat sie in der relativ kurzen Zeit schon Volleyball, Basketball, Step-Aerobic und Hockey gemacht. In Italien hingegen hat sie drei Jahre lang nur Volleyball geübt. Aktuell steht Badminton auf dem Lehrplan, darauf könnte sie allerdings gut verzichten...

Insgesamt hat sie den Eindruck, dass die Schülerinnen und Schüler hier motivierter sind, was sich auch an der stärkeren mündlichen Beteiligung zeige. Auch habe sie eine große Solidarität beobachtet, die sich darin äußere, dass sie immer unterstützt werde und alle ihre Fragen sofort und vor allem freundlich beantwortet würden.

Auch in Italien gibt es einige Stunden „Vorbereitung auf das spätere Berufsleben“, diese beinhalten z.B. die Arbeit in Museen und die Präsentation der Ergebnisse vor Touristen. Dabei geht es auch um die Vermittlung von Allgemeinwissen, das normalerweise nicht Unterrichtsbestandteil ist.

Aber.... das ist nicht vergleichbar mit dem Betriebspraktikum hier, an welchem sie mit großer Freude teilgenommen hat. Ich hatte ihr einen Praktikumsplatz bei meinem Zahnarzt vermittelt. Beim Vorgespräch antwortete sie auf die Frage, ob sie denn Probleme habe, Blut zu sehen, dass sie Blut geradezu liebe... also stand einem Beginn Mitte Januar nichts mehr im Wege. Sie hat die zwei Wochen dort richtig genossen, auch wenn die Arbeitstage lang waren. Mein Zahnarzt und seine Mitarbeiterinnen haben sie komplett an der Arbeit teilnehmen lassen, sie durfte nicht nur zusehen, sondern auch selbst mit Hand anlegen. Also hat sie fleißig abgesaugt, gespült, Instrumente angereicht, immer wieder alles desinfiziert, den Patienten Mut zugesprochen – und kam jeden Abend mit vielen neuen Erlebnissen und Eindrücken nach Hause – müde, aber sehr gut gelaunt.

Jetzt hat die Schule wieder begonnen und das Halbjahreszeugnis ist besser als befürchtet ausgefallen. Mathe und Naturwissenschaften sind nicht ihre persönlichen Favoriten – aber diese Schwerpunktsetzung ist ja nur normal. Insgesamt ist sie sehr zufrieden mit ihrem Schulbesuch hier.

Inzwischen hat sie festgestellt, dass Deutschland wirklich kälter als Italien ist - wir freuen uns gemeinsam auf den Frühling. In den Osterferien wollen wir für eine Woche Freunde besuchen, die in der Nähe von Paris wohnen. So wird sie wohl auch noch die Gelegenheit bekommen, den Eiffelturm und vielleicht auch den Louvre zu sehen. Am Ostersonntag wollen wir aber wieder zuhause sein, denn schließlich wird der Osterhase an unserem Garten nicht vorbeihüpfen...

„ZUHAUSE IN DER WELT“ / Birgit Pickel und ihr Sohn Julius erzählen von ihren Austauscherfahrungen
Dienstag, Januar 30, 2018 - 13:00 von experiment

„ZUHAUSE IN DER WELT“, das ist unser Jahresmotto 2018! Wir möchten damit die vielen Teilnehmenden in den Fokus stellen, die durch ihre Erfahrungen im Ausland ein neues Zuhause fern der Heimat erleben durften. An dieser Stelle werden wir im Laufe des Jahres unter dem Tag "ZUHAUSE IN DER WELT" mehrere Geschichten von Experimenterinnen und Experimentern erzählen, die auf unterschiedliche Art und Weise in der Welt Zuhause sind.

Auch Birgit Pickel aus Bonn lebt dieses Motto (auf dem linken Bild unten links). Vor 31 Jahren war sie mit uns als Stipendiatin des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) für einen einjährigen Schüleraustausch in Medical Lake, einer Kleinstadt im Bundesstaat Washington. Mittlerweile ist sie im Bundesentwicklungsministerium als Referatsleiterin zuständig unter anderem für bürgerschaftliches Engagement.

Die frühe Auslandserfahrung hat sie geprägt: „Das PPP hat eine politische Ausrichtung, die Stipendiaten gehen als ‚Junior-Botschafter‘ Deutschlands in die USA. Dadurch wurde mein vorhandenes Interesse an der Politik verstärkt. Der Gedanke der internationalen Verständigung blieb bei mir hängen und beeinflusste meine Studien- und Berufswahl“, sagt Frau Pickel. Dem Schüleraustausch folgten weitere Auslandsaufenthalte im Rahmen ihres Studiums oder Berufs: Washington D.C./USA, Kapstadt/Südafrika, Lusaka/Sambia. Auch ihr privates Umfeld ist international: Zu ihrer damaligen Gastfamilie in den USA hat Birgit Pickel immer noch Kontakt, ebenso zu Studien- und Berufskollegen aus aller Welt.

Zurzeit erlebt auch ihr Sohn Julius (15, Foto rechts) ein „Zuhause in der Welt“: Er verbringt mit uns das aktuelle Schuljahr in Montreal/Kanada. „Die Austauscherfahrungen meiner Eltern haben mich auf jeden Fall motiviert, selbst ins Ausland zu gehen“, sagt er. Für Birgit Pickel ist dies ein interessanter Perspektivwechsel: „Mir fiel es natürlich schwer, meinen Sohn ziehen zu lassen. Aber ich bin auch sehr gespannt, in wieweit der Austausch ihn und sein weiteres Leben verändert.“

BETREUERINNEN-BLOG - Julitta (4)
Freitag, Januar 19, 2018 - 14:02 von experiment

Zwei Monate sind schon wieder seit meinem letzten Blogeintrag vergangen. So gibt es nun einiges zu berichten:

Am 18. November hatten wir einen Stammtisch in Heidelberg, den meine Betreuer-Kollegin Julia organisiert hat. Mit dabei waren 3 Betreuerinnen mit Partner, 1 Gastfamilie und eine ehemalige Teilnehmerin, also eigentlich eine eher kleine Gruppe. Wir starteten mit einem Abendspaziergang zum Heidelberger Schloss und verbrachten dann den Rest des Abends in einem gemütlichen Heidelberger Lokal. Es ist immer wieder schön, wenn auf diese Art und Weise Experimentler aus verschiedenen Bereichen zusammenkommen und sich austauschen können.

Dies war auch eine Woche später beim "RAST" (Regionalen Austauschtreffen) in Köln der Fall. Hier trafen sich aktuelle Gastfamilien, Betreuer, Teamer und Angela Berg von der Geschäftsstelle, um über die letzten Monate des Zusammenlebens und Zusammenfindens zu reflektieren. Für die Gastfamilien ist dies eine tolle Möglichkeit, sich mit "Gleichgesinnten" auszutauschen, denn oft gibt es im eigenen Umfeld wenig Verständnis für das Leben mit einem "fremden Kind" im Haus. In Köln und auch an weiteren Orten konnte offen und frei über das Gastfamilienleben mit all seinen Höhen und Tiefen gesprochen werden. Gelegenheit zum Austausch von Erlebnissen hatten dabei auch die Gastgeschwister und die Gastschüler an diesem Samstagnachmittag. Am Ende gab es noch für alle Interessierten eine eindrucksvolle Führung durch die Kölner Altstadt.

Anfang Dezember hieß es dann Abschied nehmen von Alice. Für sie gingen 3 Monate Gastfamilienaufenthalt in Heidelberg zu Ende. Ich treffe mich mit ihr und ihrer Gastmutter auf dem Heidelberger Weihnachtsmarkt. Nachdem wir die dort angebotenen "Germknödel" getestet hatten und nach einem echt italienischen Espresso, musste uns die Gastmutter wieder verlassen und so bummelten wir zu zweit weiter durch die weihnachtlich geschmückte Heidelberger Innenstadt. Dabei kauften wir noch das ein oder andere Mitbringsel für die Familie zu Hause in Italien ein. Alice kann auf eine wunderschöne Zeit in Heidelberg zurück blicken und der Abschied fällt ihr nicht leicht. Aber natürlich freut sie sich auch auf die Familie zu Hause. Ein Zwiespalt, der den meisten Gastschülern sehr vertraut ist und der sich auch nicht wirklich vermeiden lässt. Ich wünsche ihr alles Gute für die Zukunft und kann nun ebenfalls auf eine schöne Betreuerzeit mit ihr zurückblicken.

Der Dezember ist immer geprägt von der Gastfamiliensuche für unsere ausländischen Studierenden. Auch dieses Jahr habe ich wieder Pressetexte in verschiedenen Gemeindeblättern in meiner Umgebung veröffentlicht. Die Resonanz war leider nicht so gut. Es gab nur 2 interessierte Familien, die sich dann doch nicht entscheiden konnten. Dennoch konnte ich Nesrine aus Tunesien und ihre Gastmutter in Mutterstadt betreuen. Nesrine besucht gerade das Studienkolleg in Heidelberg und hat das Weihnachtsfest in der Pfalz sehr genossen. Sie konnte verschiedene Weihnachtsbräuche hautnah erleben und hatte auch die Gelegenheit die Kinder und Enkelkinder ihrer Gastmutter kennen zu lernen. Doch am meisten Spaß hatten Gastmutter und Gasttochter beim gemeinsamen "Uno" – Spielen. Da Heidelberg und Mutterstadt geografisch gar nicht so weit entfernt liegen, wollen die beiden sich auch weiterhin zum Spielen oder für gemeinsame Ausflüge treffen. "Ich habe nun eine tunesische Tochter in Heidelberg", erzählte mir die Gastmutter bei meinem Besuch nach den Feiertagen.

Bei uns zu Hause gab es auch ein Wiedersehen mit unserem ehemaligen "Freiwilligendienstler" Juan Andrés aus Ecuador, der kurz vor den Feiertagen bei uns vorbei schaute, was uns sehr gefreut hat. Er bereitet sich gerade an einem Studienkolleg auf ein Studium in Deutschland vor und hat die Feiertage und Ferien für Kurzbesuche bei Freunden und zum Reisen durch Europa genutzt.

Ab Februar werde ich Carolina aus Ecuador betreuen, die einen Freiwilligendienst an einer Mutter-Kind-Klinik in Bad Schönborn absolvieren wird. Ich freue mich schon sehr darauf und bin gespannt wie ihr das Projekt gefällt.

GASTFAMILIEN-BLOG - Gastmutter Annika (2)
Dienstag, Januar 2, 2018 - 13:31 von experiment

Kaum zu glauben, aber unsere Gastschülerin Yili ist mittlerweile schon seit fast 4 Monaten bei uns. Und weil die Zeit schneller verfliegt, als ich schreiben kann, hier eine Zusammenfassung über die letzten Monate:

September/ Oktober:
Da wir relativ ländlich wohnen, bekommt Yili einiges an „typisch deutscher“ Dorfkultur mit. An ihrem Ankunftswochenende war bei uns im Ort Kirmes (was in einem 1500- Seelenort allerdings relativ klein ausfällt), wohin Yili gerne mitkam. Wie wir es auch danach noch mehrmals erlebten, verbrachte sie dort viel Zeit mit den Kindern unserer Familie. Scheinbar fällt es ihr in unbekannten Situationen leichter, mit (noch) fremden Kindern umzugehen, statt mit (noch) fremden Erwachsenen.
Gasttochter Yili auf dem WinzerfestAnfang Oktober war dann Winzerfest, welches verhältnismäßig groß ausfällt. Wir wollten das erste Mal mit unserem 3- jährigen Leo und seinem Kindergarten im Umzug mitgehen. Auch hier wollte Yili wieder gerne mit- auch wenn ich ihr mehrmals sagte, dass es vor allem kleine Kinder und eben deren Eltern sind, die in unserer Gruppe mitgingen. Als wir dann am Umzugstag alle ausgerüstet mit grünen Schürzen und selbstgebastelten „Gemüseeintopf- Hüten“ zum Treffpunkt für den Umzug gingen, wirkte Yili plötzlich nicht mehr ganz so sicher- schließlich standen auch einige ihrer Klassenkameraden bereit, um sich den Umzug anzugucken. Yili schien trotzdem Spaß zu haben, auch wenn sie ihren Hut irgendwann auszog.

Nur einen Tag später fuhren Yili und ich los Richtung Sächsische Schweiz. Es hatte sich relativ kurzfristig ergeben, dass wir 2 dort für eine Woche den Malerweg wandern wollten. Nach einer katastrophalen Hinfahrt hatten wir 6 wunderschöne Wandertage. Das Wetter hätte zwar besser sein können, aber das stundenlange Wandern mit wirklich traumhaften Aussichten war den Stress der Hinfahrt wert.
Gastmutter Annika und Yili beim WandernInteressant für mich war, wie sich unsere „Rollen“ während der Wanderung gefestigt haben. Als Yili Anfang September zu uns kam, hatten mein Mann und ich den Eindruck, eine „WG- Mitbewohnerin“ aufzunehmen- was neben Yili’s ziemlich erwachsenem Eindruck bestimmt auch auf den relativ geringen Altersabstand zwischen uns zurückzuführen ist. So war es für uns auch bisher kaum nötig Regeln o.Ä. zu besprechen, weil sich vieles einfach aus dem Miteinander ergibt- das mag bei einem Austauschjahr nicht unbedingt die Regel sein, aber bei uns funktioniert es. Während der Wanderung gab es allerdings ein paar Situationen, in der für mich (und vielleicht auch für Yili) klar wurde, dass wir nicht einfach Mitbewohner sind, sondern eben Gasttochter und Gastmutter. Spätestens als Yili mich in einer Situation fragte „ich darf nicht xy machen, oder?!“ und ich mit einem ganz klaren „Nein“ antworten musste, wurde ich mir meiner Rolle bewusst. Diese Erkenntnis war, denke ich, wichtig. An unserer Beziehung hat es zum Glück nichts geändert. Denn nach wie vor ist es so, dass unser Zusammenleben erstaunlich gut funktioniert. Viele Dinge sind unausgesprochen für alle klar und die Dinge, die besprochen werden müssen, werden eben besprochen. Oft denke ich mir, wie viel Glück wir doch hatten, mit Yili jemanden in unserer Familie aufgenommen zu haben, der einfach zu uns passt. Bei dieser positiven Entwicklung war für uns schnell klar, dass Yili bis zum Sommer bei uns bleibt und nicht wie anfangs gedacht, nur bis Januar.

November:
Yili scheint in Deutschland im Alltag einer 17- jährigen angekommen zu sein: 2 Mal die Woche geht sie zum Volleyball, sie trifft sich mit Freunden, guckt Filme und lernt für die Schule. Zwar hat sie auf die Schule häufig nicht allzu viel Lust (was in dem Alter bestimmt nicht ungewöhnlich ist), aber sie konnte zum Glück noch ein paar Fächer wechseln, so dass sie jetzt insgesamt besser zurechtkommt. Während der Klausurenphase ist Yili entsprechend häufig am Lernen. Da sie sich selbst ziemlich hohe Ansprüche stellt, hoffe ich, dass sich die ganze Mühe für sie lohnt. Zum Glück scheint sie jetzt viele gute Lehrer zu haben, die ihr entgegenkommen, so dass auch die Schule, zumindest auf lange Sicht, vermutlich kein allzu großes Problem darstellen wird. Auch wenn Yili nicht mit allen Noten zufrieden war, die sie bisher bekommen hat, denken wir, dass sie den Schulalltag insgesamt wirklich gut meistert.
Auch bei uns zuhause ist es erstaunlich, wie „normal“ es geworden ist, dass plötzlich jemand mehr da ist. Yili fügt sich wunderbar in unseren Alltag ein: sie isst mit uns, schaut mit uns Filme oder Sendungen, macht ihre Hausaufgaben teils bei uns im Wohnzimmer (auch wenn ich sie manchmal daran erinnern muss, bitte nicht ihre Kunstaufgaben auf unserem weißen Teppich zu machen) und beschäftigt sich mit Leo. Wenn sie früh Schulschluss hat und wir lange arbeiten müssen, holt sie Leo vom Kindergarten ab. Zwischendurch zieht sie sich aber auch in ihr Zimmer zurück. Häufig hören wir, wie sie dann scheinbar mit ihrer Familie oder ihren Freunden telefoniert. Aufgaben im Haushalt übernimmt sie ganz selbstverständlich- was sehr angenehm ist, weil man schon einen deutlichen Unterschied zu unserem vorherigen 3-Personen-Haushalt merken kann. Aber wenn man von einer 17-Jährigen hört: „Ich putze gerne und mache die Wäsche. Das entspannt mich, wenn ich Zeit habe“, dann geht einer (Gast-)Mutter doch das Herz auf.

Dezember:
Die letzten Klausuren für dieses Schuljahr standen an. Yili war sichtbar erleichtert, als sie alles hinter sich hatte. Ganz „nebenbei“ mussten wir auch noch einen Praktikumsplatz für sie finden, denn das Praktikum beginnt schon im Januar. Aber zum Glück ist sie nicht sehr wählerisch und freut sich jetzt darauf, in der Klasse meines Bruders in einer Grundschule ihr Praktikum zu machen.
Abgesehen von diesem „Schulstress“ gab es im Dezember natürlich noch einige Höhepunkte: Adventskalender wurden gefüllt (und geleert), Stiefel geputzt, Geschenke beim Christkind bestellt, Weihnachtsbäume geschmückt, Krippen aufgebaut, Plätzchen gebacken und schließlich Nikolaus und Weihnachten gefeiert. Auch hier war es interessant, wie normal es für uns war, dass plötzlich jemand „Fremdes“ bei einem Familienfest wie Weihnachten dabei ist. Yili ist eben seit 4 Monaten bei uns und so war es auch nicht ungewöhnlich, dass sie auch an Weihnachten dabei war: Sie hat mit Geschenke organisiert und verschenkt, Plätzchen gebacken, Essen vorbereitet, mitgefeiert und nachher wieder mit aufräumt. Eigentlich alles wie immer- nur eben mit einer Person mehr (und auf der anderen Seite einer Person weniger, weil meine Mutter aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mitfeiern konnte…). Wir hatten den Eindruck, dass es auch Yili gefallen hat. Zum Glück hat sie kein Heimweh und kann so die Zeit hier bei uns genießen und eben die mehr oder weniger fremden Eindrücke auf sich wirken lassen. Was wir an Silvester machen, steht noch nicht fest. Auch nicht, ob Yili mit uns, also ihrer „Familie“ oder mit ihren Freunden feiert. Aber so oder so, wird es bestimmt schön.

Tagebuch der Kulturentdecker der Karl-Simrock-Schule Bonn 2017, 8. Eintrag
Montag, Dezember 11, 2017 - 12:05 von experiment

Die letzten Tage in Irland
von Erol

Die letzten drei Tage mussten wir viel arbeiten in St. Vincent und als Belohnung haben wir sogar auch einmal Abends American Football gespielt.

Wir haben nämlich vorher den Raum zu Ende renoviert. Dieser wird ab sofort an das Rote Kreuz vermietet und St. Vincent kann damit Geld verdienen. Alle waren sehr dankbar, dass wir den Raum hergerichtet haben.

Heute am Freitag, den 8. Dezember, steht der Verkauf an. Beim Verkauf verkaufen wir Tee und Kekse und die decoration. Als Belohnung gehen wir zu einem Chinesen und zum American Diner ein Eis essen. St. Vincent de Paul war ein netter Ort, an dem wir friedlich arbeiten konnten, und sogar etwas Gutes geleistet haben.
Ich, Erol, werde diesen Ort und die Stadt Clonmel und die Gastfamilie vermissen. Auch wenn es nur 2 Wochen hier waren, ist es wie ein Zuhause geworden. Ich glaube, dass wir alle hier leben könnten. Doch leider müssen wir schon gehen. Es wird immer eine unvergessliche Zeit für uns sein.

Tagebuch der Kulturentdecker der Karl-Simrock-Schule Bonn 2017, 7. Eintrag
Montag, Dezember 11, 2017 - 12:02 von experiment

Ausflug nach Waterford
von Carlos

Heute waren wir in Waterford einer Stadt in Irland. Wir hatten uns um 10 uhr im Bahnhof getroffen und von dort sind wir mit der Zug gefahren.

Wir waren in 2 Kirchen. Dort sind wir rumgewandert und jeder hat ein Kerze angezündet. Danach sind wir in die Stadt gegangen. Dort sind wir herumspaziert. Danach wurden wir zum Essen eingeladen in ein irisches Pub. Jeder durfte bis zu 10€ bestellen. Das Essen war sehr lecker und alle waren damit zufrieden. Dann verabredeten wir uns für 15:30 vor McDonald's. Jeder durfte zu dritt durch der Stadt spazieren, manche haben sich Sachen oder Essen gekauft. Als wir uns getroffen haben, gingen wir zusammen wieder zum Bahnhof und dann nach Hause.

Experiment Challenge - Vorstellung Projekt 4: Haokun möchte Diskussionen über das aktuelle Weltgeschehen fördern
Freitag, Dezember 8, 2017 - 13:30 von experiment

Der Gewinner der Experiment-Challenge* Haokun (16), Schüler aus Mettmann, erzählt von seinem Projekt:

Was ist Deine Verbindung zu Experiment e.V.?

Ich habe im Schuljahr 2016/2017 mit Experiment e.V. ein Auslandsjahr in Utah, USA gemacht.
Mit welchem Projektvorschlag hast Du bei der Experiment-Challenge gewonnen?
Mein Projekt hat noch keinen Namen. Es soll junge Menschen in meinem Alter auf die Weltgeschehnisse aufmerksam machen und Weltoffenheit und Toleranz gegenüber anderen Kulturen verbessern.

Welche gesellschaftliche Herausforderung willst Du damit angehen? Warum liegt Dir das Projekt am Herzen?
Mein Projekt soll bei Menschen in meinem Alter das Interesse für Politik und Weltgeschehen wecken und anregen. Wie bei einem Auslandsjahr auch, sollen sie ein größeres Weltverständnis bilden und weltoffener werden. Ich möchte die Akzeptanz für andere Kulturen verbessern und ihnen die Angst vor dem „Fremden“ (z.B. Flüchtlinge) nehmen, indem mein Projekt aufmerksam auf die Weltgeschehnisse macht. Während meines Auslandsjahrs fiel mir auf, dass dort viele Jugendliche auch über Politik diskutierten. Ich habe während meines Aufenthalts ein Fach namens „Current Issues“, in welchem wir, wie der Name schon sagt, über aktuelle Themen diskutiert haben. Erst durch dieses Fach habe ich gelernt, wo z.B. Syrien überhaupt auf der Weltkarte liegt. Zieht man nun den Vergleich zu Deutschland, so ist mir gleich aufgefallen, dass sowohl in der Schule als auch privat nahezu gar nicht über aktuelle Themen geredet wird und wir Jungen Leute auch eigentlich fast gar nichts wissen oder darüber lernen. Das fand ich sehr Schade und jetzt versuche ich, diesen Umstand mit meinem Projekt ein wenig zu verbessern.

Wer ist Dein Coach und wie arbeitest Du mit ihm/ihr zusammen?
Mein Coach ist Amelie. Sie war bereits früher bei Experiment aktiv und wollte mal wieder etwas ehrenamtliche Arbeit machen. Da fand sie die Experiment Challenge sehr ansprechend und hat sich für mein Projekt interessiert. Wir führen im 2-3 Wochentakt Skype-Telefonate und besprechen alles Relevante, um mein Projekt aufzubauen. Für die Zeit zwischen den Telefonaten setzen wir uns Ziele und kommen so Schritt für Schritt weiter.

Wie ist der aktuelle Stand bei Deinem Projekt?
Gestartet bin ich mit einer einfachen Idee in meinem Kopf. Mittlerweile haben wir nun ein Konzept zur Projektverwirklichung entwickelt und Rahmenbedingungen festgelegt, um nun das genaue Angehen zu besprechen, bevor das Projekt startet. Somit würde ich sagen, dass wir uns noch in der Vorbereitungsphase befinden.

Wie soll es mit Deinem Projekt im nächsten Jahr weitergehen?
Ich hoffe, dass mein Projekt immer weiter vorrankommt. Wenn ich mit der genauen Planung fertig bin, kann ich hoffentlich das Projekt erfolgreich durchführen und Ergebnisse sammeln. Je nachdem wie es gelaufen ist, würde ich eventuelle Verbesserungen vornehmen und dann weiterführen, sodass möglichst viele davon profitieren können.

* Experiment-Challenge:
Im Jubiläumsjahr hat Experiment e.V. die "Experiment-Challenge" ins Leben gerufen. Ehemalige Teilnehmende konnten eine Projektidee einreichen, die für die Verbreitung und
Umsetzung unseres Vereinszwecks, unserer Ideen und unserer Slogans DIE WELT
ZUHAUSE • ZUHAUSE IN DER WELT sorgt. Fünf Projekte wurden am Ende ausgewählt. Die Gewinner/innen erhalten 500 Euro von Experiment e.V. für die Umsetzung ihres Projekts sowie ein kostenloses Telefon-Coaching. Die Coaches sind ebenfalls Experiment-Alumni, die in Zusammenarbeit mit ProjectTogether (Link) zu Telefon-Coaches ausgebildet wurden.

Experiment Challenge - Vorstellung Projekt 3: Malena und das ehrenamtliche Engagement gegen häusliche Gewalt
Montag, Dezember 4, 2017 - 12:29 von experiment

Die Gewinnerin der Experiment-Challenge* Malena (20) aus Halle (Saale) erzählt von ihrem Projekt:

Was ist Deine Verbindung zu Experiment e.V.?
Ich war über Experiment e.V. als weltwärts-Freiwillige in Santiago de Chile, wo ich ein Jahr lang mit Kindern eines Frauenschutzhauses gearbeitet habe.

Mit welchem Projektvorschlag hast Du bei der Experiment-Challenge gewonnen?
Meine Projektidee ist eine Gruppe von Freiwilligen zu gründen, welche sich ehrenamtlich für Kinder in Frauenschutzhäusern engagiert. Dabei sollen Kurse (wie z.B. Kunstkurse, Musikkurse, Theaterkurse oder Sportkurse), aber auch einmalige Aktionen (wie Feste zu Weihnachten und Oster, Ausflüge oder Geburtstage) organisiert werden. Auch werden wir es uns zur Aufgabe machen mit Arbeitseinsätzen das Ambiente der Frauenschutzhäusern freundlicher und wärmer zu gestalten, sodass sich die Kinder geborgener fühlen können. Um das alles umzusetzen, bedarf es natürlich an Spenden. Beim Einsammeln dieser soll zugleich im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit auch auf das Problem der häuslichen Gewalt aufmerksam gemacht werden und die Gesellschaft für dieses wichtige Thema sensibilisiert werden.

Welche gesellschaftliche Herausforderung willst Du damit angehen? Warum liegt Dir das Projekt am Herzen?
Das Problem der häuslichen Gewalt ist eine der gröβten Menschenrechtsverletzungen weltweit und leider auch in Deutschland noch immer präsent. Die Zahl der Opfer partnerschaftlicher Gewalt steigt. Während meines Freiwilligendienstes in einem chilenischen Frauenschutzhaus, habe ich erlebt, wie sehr bereits das Leben der Kinder geprägt ist von dem Schmerz ihrer Mütter, Terminen bei Psychologen und Gerichten. Auch stellt es oftmals schon eine groβe Belastung dar, dass die Kinder ihr Zuhause verlassen müssen und nun mit Fremden oft auf begrenztem Raum leben sollen. Ich finde es sehr wichtig, den Kindern einen Raum zu geben, indem sie unbeschwert Kind sein dürfen und die Belastungen ihres Alltags vergessen können. Auch wird mit den Kindern während den Kursen und Aktionen an einem respektvollem und gewaltfreiem Umgang gearbeitet.

Wer ist Dein Coach und wie arbeitest Du mit ihm/ihr zusammen?
Mit meinem Coach Sandra Julia hatte ich bereits einen sympathischen Austausch per Mail, sodass ich mich schon sehr auf unsere Zusammenarbeit freue.

Wie ist der aktuelle Stand bei Deinem Projekt?
Da ich derzeit noch im Ausland bin, kann ich leider noch nicht mit meinem Projekt starten. Einige Vorbereitungen wurden jedoch schon getan. Ich freue mich sehr darauf und bin gespannt, im Frühling 2018, unterstützt von meinem Coach, meine Projektidee endlich umzusetzen.

Wie soll es mit Deinem Projekt im nächsten Jahr weitergehen?
Mein Ziel ist es für das nächste Jahr, mein Projekt stabil aufzubauen, interessierte Mitfreiwillige zu finden und das Projekt bekannter zu machen, um somit verstärkt auf das Problem der häuslichen Gewalt aufmerksam zu machen und vielen Kindern mehr glückliche Momente geben zu können.
Für die Zukunft bieten sich viele Möglichkeiten an, das Projekt zu erweitern, zum Beispiel können Angebote für die Mütter mit aufgegriffen werden oder auch andere soziale Einrichtungen von dem Projekt profitieren.

* Experiment-Challenge:
Im Jubiläumsjahr hat Experiment e.V. die "Experiment-Challenge" ins Leben gerufen. Ehemalige Teilnehmende konnten eine Projektidee einreichen, die für die Verbreitung und
Umsetzung unseres Vereinszwecks, unserer Ideen und unserer Slogans DIE WELT
ZUHAUSE • ZUHAUSE IN DER WELT sorgt. Fünf Projekte wurden am Ende ausgewählt. Die Gewinner/innen erhalten 500 Euro von Experiment e.V. für die Umsetzung ihres Projekts sowie ein kostenloses Telefon-Coaching. Die Coaches sind ebenfalls Experiment-Alumni, die in Zusammenarbeit mit ProjectTogether (Link) zu Telefon-Coaches ausgebildet wurden.

Tagebuch der Kulturentdecker der Karl-Simrock-Schule Bonn 2017, 6. Eintrag
Montag, Dezember 4, 2017 - 12:16 von experiment

Wochenende in Tramore

Von Joshua

Wir standen wie gewohnt gegen 9 Uhr auf, frühstückten und fuhren dann los zum Tesco, von dort aus fuhren wir mit dem Bus nach Tramore ins "Beach Haven". Das war unser Hostel für eine Nacht. Ich war mit Erol in einem Zimmer. Wir hatten ein großes Zimmer unter dem Dach.

Danach fuhren wir mit Taxis zum Pferdereiten. Ich habe mich gefühlt wie Clint Eastwood, als ich auf meinem Pferd saß. Nach dem Reiten gingen wir essen ins "Vee Bistro". Das Essen war sehr gut dort. Nach dem Essen ging ich mit Erol und Ikraam zum Strand. Wir redeten und hörten Musik und wir gingen so weit den Strand entlang, dass wir sogar 20 Minuten zu spät kamen. Nachdem wir wieder im Hostel waren, kamen alle zu uns nach oben und blieben bis nach Mitternacht. Der Tag hat mir sehr gefallen.

Am Sonntag haben wir eine Wanderung durch Tramore gemacht. Paul der Reiseführer hat uns viel über den Ort erzählt. Am dem Strand haben wir über 200 Jahre alte Glasscherben gefunden. Dann sind wir eine schöne Strecke nach Hause gefahren und zurück zu unseren Gastfamilien gegangen.

Tagebuch der Kulturentdecker der Karl-Simrock-Schule Bonn 2017, 5. Eintrag
Montag, Dezember 4, 2017 - 11:12 von experiment

Wir haben uns wie gewohnt um 10:00 Uhr am Haus von St. Vincent de Paul, einer Wohltätigkeitsorganisation, getroffen und haben an unserem Projekt vom Vortag weitergearbeitet.

Ich (Ikraam) & Joshua haben an unseren Plakaten vom Vortag weitergearbeitet. Da stand, dass die Weihnachtsdeko selbst gemacht ist von Schülern aus Deutschland und wie viel sie kostet (€3, €4, €5). Wir haben nebenbei auch Musik gehört. Die anderen haben oben ein großen Raum mit einer Eierschalen Farbe gestrichen.

In der Zwischenzeit hatten wir Pausen. In der 1-stündigen Pause sind wir zu Primark gegangen und haben uns Sachen für den nächsten Tag gekauft z.B. Mützen , Schals oder Handschuhe, da wir ja in das Beach Haven Hotel übers Wochenende fahren.

Als wir mit der Arbeit um 16:00 Uhr fertig waren haben wir uns am Abend getroffen, um Billard zu spielen. Ich hab mit Erol und Joshua gespielt wir hatten gewettet, dass wenn ich gewinne, dass sie morgen den ganzen Tag meine Klamotten tragen müssen und ich sie schminken und Josuhas Haare machen darf. Ich hab gewonnen; war aber glaub ich Anfängerglück, denn ich spiel Billiard nicht oft.Die anderen haben auch gespielt. Was ich noch mitbekommen habe, ist, dass unsere Lehrer (Fr.Levis & Hr. Behringer) gegen 2 Schüler haushoch gewonnen haben.

Der Tag hat mir persönlich Spaß gemacht und ich freu mich schon auf denn nächsten Tag.

Von Ikraam

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