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Europäischer Freiwilligendienst (EFD) Drucken E-Mail

Weitere Informationen über Preise & Leistungen,
Erfahrungsberichte, die Broschüre zum Download
und den Kontakt zum Büro finden Sie im Infocenter
RECHTS neben diesem Text!

Experiment e.V. gehört mit zu den ersten Organisationen in Deutschland, die als Entsende- und Aufnahmeorganisation im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes (EFD oder engl. EVS) tätig waren. Seit der Gründung des Programms durch die Kommission der Europäischen Union im Jahre 1995 hat Experiment inzwischen mehr als 200 deutsche Jugendliche in die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union entsendet und gleichzeitig für über 40 ausländische Jugendliche Einsatzmöglichkeiten in gemeinnützigen Projekten in Deutschland gefunden.

WAS IST DER EUROPÄISCHE FREIWILLIGENDIENST?

Der EFD ist Teil des Förderprogramms YOUTH IN ACTION , das von der Europäischen Union ins Leben gerufen wurde, um jungen Europäern die Möglichkeit zu geben, durch freiwilliges Engagement im Ausland interkulturelle Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig ein europäisches Bewusstsein zu bilden.
Der EFD bietet Freiwilligen die Möglichkeit sich für längere Zeit in einem der zahlreichen anerkannten EFD-Projekte zu engagieren. Durch die große Bandbreite an Tätigkeitsbereichen  können die Freiwilligen somit nicht nur wertvolle Erfahrungen für ihr späteres Berufsleben sammeln, sondern auch eine neue Sprache und Kultur kennen lernen.

JUGEND IN AKTION ist das Programm, das die Europäische Union für junge Menschen aufgebaut hat. Sein Ziel
ist es, das Gefühl einer aktiven europäischen Bürgerschaft, Solidarität und Toleranz bei jungen
Europäern/Europäerinnen zu wecken und sie in die Zukunftsgestaltung der EU einzubinden. Das Programm
fördert die Mobilität innerhalb der und über die Grenzen der EU hinaus, nicht-formales Lernen sowie den
interkulturellen Dialog und es unterstützt die Einbeziehung aller jungen Menschen unabhängig von ihrem
bildungsbezogenen, sozialen und kulturellen Hintergrund: JUGEND IN AKTION ist ein Programm für Alle!


WIE LANGE DAUERN DIE PROJEKTE?    

In der Regel haben die EFD- Projekte eine Dauer von mindestens 6 und höchstens 12 Monaten. Die Aufnahmeprojekte legen die individuelle Dauer ihrer Projekte innerhalb dieses Rahmens selbst fest.

Darüber hinaus sind auch Projekte mit einer kürzeren Dauer von 2 Wochen bis 6 Monaten möglich. Diese Kurzzeitfreiwilligendienste richten sich speziell an Freiwillige mit erhöhtem Förderbedarf (siehe unten).

WER KANN EUROPÄISCHER FREIWILLIGER WERDEN?

Der Europäische Freiwilligendienst steht allen Interessierten im Alter von 18 bis 30 offen! Schulabschluss, Noten und Ausbildung spielen für die Teilnahme keine Rolle.
Jedoch unverzichtbar für diese Art von Freiwilligendienst sind Motivation, Offenheit und Spaß an Neuem!

WAS IST DER EUROPÄISCHE FREIWILLIGENDIENST NICHT?

Der Europäische Freiwilligendienst ist kein Freiwilliges soziales/ökologisches Jahr (FsJ/FöJ) im Sinne des Gesetzes. Das bedeutet, die Teilnehmer/innen haben nicht den gleichen Status wie Teilnehmer/innen am FsJ/FöJ in Deutschland. Dennoch wird der EFD als allgemeine Wartezeit z. B. für einen Studienplatz anerkannt. Leider ist er jedoch kein Ersatz für den Wehr- oder Zivildienst und keine Praktikumsmöglichkeit im Rahmen einer Ausbildung bzw. eines Studiums.

Der EFD ist auch kein Sprachkurs, keine Erholungsreise touristischer Art und kein Gelegenheitsjob!


WELCHE LÄNDER NEHMEN AM EUROPÄISCHEN FREIWILLIGENDIENST TEIL?

Zurzeit kann der EFD in folgenden Ländern absolviert werden:
Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakische Republik, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, Zypern

Osteuropa und Kaukasus:
Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldawien, Russische Föderation, Ukraine, Weißrussland


Süd-Ost-Europa:
Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Ehem. Jugosl. Republik Mazedonien, Serbien und Montenegro

Die Vermittlung in Drittländer (außerhalb Europas) ist zwar generell möglich, es bestehen jedoch besondere Bestimmungen, welche die Vermittlung nicht unerheblich erschweren. Auch hierzu informiert die Nationalagentur Jugend für Europa genauer.

WELCHE PROJEKTE GEHÖREN ZUM EUROPÄISCHEN FREIWILLIGENDIENST?

Die Tätigkeitsbereiche der Projekte sind sehr vielfältig. An dieser Stelle alle aufzulisten wäre unmöglich, daher hier nur ein paar Beispiele:
Viele Projekte stehen im Bereich Kinder und Jugend zur Verfügung, also Kinderheime, Jugendzentren etc., in denen Freiwillige z.B. die Aufgabe haben, Kleingruppen zu übernehmen, Freizeitaktivitäten zu planen und sich an den allgemeinen Arbeitsabläufen zu beteiligen. Auch im Bereich Betreutes Wohnen gibt es Projekte. Hier stehen sowohl therapeutisches Wohnen als auch Betreuung von benachteiligten Jugendlichen, Arbeitslosen etc. zur Auswahl, denen die Reintegration in die Gesellschaft ermöglicht werden soll.
Auch Heime bzw. Zentren für ältere und/oder kranke Menschen bieten EFD-Plätze. Die Freiwilligen haben hier die Aufgabe, die Menschen, die entweder den Tag dort verbringen oder auch in Heimen wohnen, zu betreuen. Dies kann je nach Möglichkeit die Begleitung zu Freizeitaktivitäten sein, aber auch Vorlesen, Hilfe beim Einkaufen, Ankleiden, Essen etc.
Im Bereich des Natur- und Umweltschutzes stehen zahlreiche Projekte zur Verfügung.
Alle anerkannten Projekte sind mit einer genauen Beschreibung der Tätigkeiten in der EFD- Datenbank aufgelistet.
Wichtig ist bei allen Projekten: Ein/e EFDler/in darf keinen Arbeitsplatz ersetzen. Sie können dem Projekt lediglich als zusätzliche Hilfe Unterstützung bieten.

SO FUNKTIONIERT DER EUROPÄISCHE FREIWILLIGENDIENST:

Der Europäische Freiwilligendienst beruht auf einer Patenschaft zwischen

• dem/der Freiwilligen, der/die bereit ist, in einem sozialen, ökologischen oder kulturellen Projekt konkrete Lernerfahrungen zu machen,
• der Einrichtung, die den/die Freiwillige/n aufnimmt (Aufnahmeprojekt) und für die Betreuung und Begleitung des/der Freiwilligen während des Dienstes verantwortlich ist und
• der Einrichtung, die den/die Freiwillige/n auswählt, auf den Dienst vorbereitet und nach Ende der Dienstzeit eine Nachbereitung durchführt (Entsendeorganisation).

Die Freiwilligen erhalten ein Taschengeld (die Höhe ist abhängig vom Einsatzland), freie Unterkunft und Verpflegung. Für alle Teilnehmer/innen wird eine umfangreiche Kranken-, Unfall-, Invaliditäts- und Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Nach Abschluss des Dienstes erhalten alle Freiwilligen ein Teilnahmezertifikat.


WIE KANN ICH MICH BEWERBEN?

Du kannst dich bei Experiment e.V. jederzeit für den EFD bewerben. Bitte beachte jedoch, dass die Projektsuche und die Beantragung der Fördergelder sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, weswegen Du mindestens 8 Monate vor der geplanten Ausreise mit Deiner Planung beginnen und uns Deine Unterlagen zuschicken solltest.

Die größten Chancen für eine Förderung haben dabei diejenigen Personen, die zu der Bewerbergruppe mit erhöhtem Förderungsbedarf gehören, sowie Bewerber, die bereits über eine Zusage eines Projekts in einem Zielland verfügen. Auf der Internetseite der Europäischen Union für die „Jugend für Europa-Initiative“ findet Ihr eine Datenbank mit allen Aufnahmeprojekten. Experiment e.V. entsendet grundsätzlich in alle dort aufgeführten Projekte. Eine Ausnahme stellen diejenigen Projekte dar, die bereits über eine feste Partnerschaft mit Entsendeorganisationen verfügen.

Das Bewerbungsformular steht rechts oben im Infocenter zum Download bereit. Fülle dieses Formular vollständig aus und schicke es an uns per Post zurück. Solltest Du bereits über ein Aufnahmeprojekt in einem Teilnehmerland verfügen, füge diese Informationen einfach der Bewerbung bei.


WER HAT DIE GRÖßTEN CHANCEN AUF EINE FÖRDERUNG?

Das gesamte Programm wird von öffentlichen Geldern finanziert und die Teilnahme am EFD soll vor allem Personen ermöglicht werden, die einen vergleichbaren Auslandsaufenthalt unter anderen Umständen nicht realisieren können. Dies betrifft vor allem Jugendliche, die sich in der Ausbildung befinden, berufstätig sind und/oder keinen höheren Schulabschluss haben, finanziell schwächer gestellt sind und/oder einen Migrationshintergrund haben. Diese Bewerbergruppe hat erhöhten Förderbedarf und damit gleichzeitig auch die größten Chancen in ein Projekt vermittelt zu werden.

Zu weiteren Förderprioritäten der EU kannst Du Dich auf den Seiten von JUGEND FÜR EUROPA informieren (www.jugendfuereuropa.de )
Auch wenn Du Dich nicht zu der oben genannten Bewerbergruppe zählst, stehen Deine Chancen auf einen Projektplatz gut, wenn Du jede Menge Motivation und Engagement für den EFD mitbringst und das auch bei den Organisationen rüberbringst!

Beachte: Erfahrungsgemäß bewerben sich sehr viele Jugendliche für die klassischen Austauschländer Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien. Von Vorteil ist es aber, sich auch für die anderen Länder zu interessieren. Dadurch vergrößert jede/r Bewerber/in die Chance einer Vermittlung!


WAS MAN NOCH WISSEN SOLLTE:

Als Europäischer Freiwilliger helfen Sie anderen Menschen, ohne dafür ein Gehalt zu bekommen. Der Lohn für Ihren Einsatz ist jedoch groß: Die Erfahrungen, die Sie in einer anderen Kultur machen, kann Ihnen niemand mehr nehmen. Sie werden mit neuen Situationen konfrontiert, die sich z.T. auf den Arbeitsbereich beziehen, z.T. aber auch auf das tägliche Miteinander, den Alltag in einem (bislang) fremden Land. Sie werden diese Situationen meistern und aus ihnen lernen, und so Ihren Horizont erweitern. Meistens lernen Sie dabei eine neue Sprache. Doch ist dies nicht unbedingt erforderlich, auch in deutschsprachigen Projekten können sie ein anderes Land kennen lernen (z.B. in Österreich oder Liechtenstein). Wichtig ist vor allem, dass Sie bedürftigen Menschen helfen, einen Beitrag für die Umwelt leisten oder ein gemeinnütziges kulturelles oder soziales Projekt unterstützen.

ZUM THEMA KULTURSCHOCK:

Ein längerer Auslandsaufenthalt bedeutet immer, sich in einer fremden Kultur einfinden zu müssen, Erfahrungen zu sammeln und andere Wertmaßstäbe anzutreffen, die nicht immer mit den eigenen Vorstellungen zusammenfallen. Dies ist für jeden eine besondere Herausforderung, die Einfühlungsvermögen und Geduld verlangt, aber auch das kritische Auseinandersetzen mit den Erlebnissen. Hierbei sollen vor allem die Vor- und Nachbereitungsseminare helfen, bei denen die EFDler zum einen auf den Aufenthalt vorbereitetet werden und zum anderen eine Hilfe bei der Rückanpassung erhalten. Dazu treffen sie hier auf andere EFDler und können Erfahrungen austauschen.

Weitere Informationen über den Europäischen Freiwilligendienst, die möglichen Einsatzländer und Arbeitsgebiete finden Sie auf der Homepage der deutschen Nationalagentur Jugend für Europa oder bei Structure for Operational Support .

ANDERE MÖGLICHKEITEN DES ENGAGEMENTS IM AUSLAND:

Neben dem Europäischen Freiwilligendienst bietet Experiment e.V. noch weitere Freiwilligendienste in Lateinamerika, Asien und Afrika (z. T. mit Sprachkurs) an. Die Aufenthaltsdauer für diese Freiwilligendienste in Übersee beträgt, je nach Programm, zwischen zwei und 12 Monaten. Mehr zu diesen Freiwilligendiensten in Übersee erfahren Sie hier . Bitte beachten Sie, dass diese Programme nicht durch die Europäische Union gefördert werden. Die Programmkosten sind von den Teilnehmern/Teilnehmerinnen zu tragen