|
Nicht jedes Detail ist planbar, wenn Menschen verschiedener Herkunft beschließen, miteinander zu leben. Es bedeutet immer Wagnis – ein Experiment. Ein Experiment für Familie und Teilnehmer. Persönlicher Kontakt Aus diesem Grund gab Donald B. Watt seiner Idee den treffenden Namen Experiment in International Living. Die persönliche Kontaktaufnahme sah Watt als Schlüssel zum gegenseitigen Verständnis der Kulturen. Als Beobachter auf einer Jugendkonferenz des Völkerbundes musste er feststellen, dass die erhoffte Annäherung nicht stattfand, weil sich die Vertreter in ihren nationalen Gruppen isolierten. Ernüchtert heimgekehrt entschloss sich Watt, eine neue Bewegung ins Leben zu rufen. Mit kleineren Gruppen Gleichgesinnter begann er 1932, Studienreisen nach Frankreich und Deutschland zu organisieren, in deren Mittelpunkt privat arrangierte Familienaufenthalte standen. Der Gastfamilienaufenthalt: "Homestay" "Mein Vater dachte, wenn junge Menschen sich gegenseitig kennenlernen, könnte dies eine kleine Verbesserung der angespannten Weltlage darstellen.“, formulierte es Phyllis Ingersoll-Watt, die Tochter Donald B. Watts, beim 70jährigen Jubiläum von Experiment e.V. Von Beginn an war Deutschland an der Umsetzung dieser Idee beteiligt. Bereits wenige Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges fanden wieder Gastfamilienaufenthalte in Deutschland statt, und das deutsche Experiment richtete eine internationale Tagung mit Vertretern aus zwölf Partnerländern aus. Der erste Geschäftsführer des deutschen Experiments Walter Gaupp und seine Nachfolgerin Ursula Bartocha sind nur einige Beispiele unter vielen, die durch ihr Engagement und ihre Voraussicht zum Erfolg auf nationaler, sowie internationaler Ebene beigetragen haben. Seit 1952 ist Experiment e.V. in Deutschland als gemeinnütziger Verein eingetragen. Die Bedeutung des "Loop" in unserem Logo Der Ursprung des Experiment Symbols, welches wir heute noch in unserem Logo tragen, wurde mit folgenden Worten von Donald B. Watt beschrieben: Einige Jahre lang habe ich gehofft, eine Figur zu finden, welche das Experiment Symbol werden könnte. Ich weiß selbst nicht, nach was ich eigentlich suchte, als aus einem Stapel staubiger, rostiger Fragmente (in einem Laden in Wien) ein Stück ziemlich hervorstach und meine Aufmerksamkeit erregte. Es war ein schmiedeeisernes Teil, zehn mal fünfzehn Zentimeter groß, welches an eine Bretzel erinnerte. Ich habe es gekauft. Einige Tage später hielt ich es vor 45 Personen, die am Internationalen Kongress teilnahmen, in die Höhe und fragte. „Spricht das jemanden an?“ Ihre Gesichtsausdrücke reichten von völliger Leere bis hin zu höflicher Ungläubigkeit. Zu meiner Freude sagte eine junge Österreicherin: „Ich glaube es steht für Menschen, die glücklich miteinander leben.“ Später, Bezug nehmend auf ihre Bücher über traditionelle Kunst, rechtfertigte sie ihre Aussage, indem sie sagte, dass diese unendliche Figur für die Unendlichkeit stehen könnte – nicht im mathematischen Sinn der Unendlichkeit aber im Sinn der menschlichen Familie, die unendlich fortbesteht, Generation für Generation. Sie erklärte, dass, wenn man zwei identische Darstellungen dieses Gebildes nebeneinander zeichnet, dies die Idee der Kooperation repräsentiert. …Dem Design wurde unter Beifall zugestimmt.
|