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Südafrika, das Land am Kap der guten Hoffnung, liegt zwischen zwei Ozeanen, dem Atlantischen im Westen und dem Indischen Ozean im Osten. Zwei Drittel des Landes werden von einem prärieartigen Hochland eingenommen, dem Hochveld. Man unterscheidet drei weitere Regionen: die subtropischen Täler (Middleveld), das waldreiche Bushveld und eine flache subtropische Tiefebene, das Lowveld. Regierungssitz ist die Stadt Pretoria, das Parlament befindet sich in Kapstadt. Die bevölkerungsreichste Stadt und der wirtschaftliche Knotenpunkt ist Johannesburg. Nach dem Apartheidkonzept (erste diskriminierende Gesetze zw. 1911 und 1914) durften Schwarze nur in den ihnen zugewiesenen Gebieten siedeln, die lediglich 15% des Landes ausmachten. Seit dem Ende der Apartheid 1991 sind Schwarze zwar rechtlich, aber noch nicht sozial gleichgestellt. Vor allem eine Landreform, die die enteigneten Gebiete zurückzugeben sucht, ist eine Hauptaufgabe der Regierung.
Bevölkerung
Drei Viertel der südafrikanischen Bevölkerung sind Schwarzafrikaner. Die größten Gruppen darunter sind Amazulu, Amaxhosa, Bapedi, Basotho und Batswana. Jede einzelne Gruppe hat eine eigene Kultur, Sprache und einen eigene nationale Identität. Die meisten der weißen Einwohner sind Nachkommen britischer, niederländischer, französischer und deutscher Immigranten, die zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert nach Südafrika einwanderten. Verfassungsgemäß gibt es 11 Landessprachen, darunter sind Zulu (22,9%), Xhosa (17,9%), Afrikaans (14,4%) und Englisch (8,6%) am stärksten vertreten. Englisch wird im Wirtschaftsprozess gesprochen. Fast 76% der Bevölkerung gehört christlichen Kirchen an.
Soziale Probleme
Die Probleme Südafrikas resultieren zum großen Teil aus der Apartheid. Armut, Arbeitslosigkeit und Obdachlosigkeit, aber auch Umweltprobleme wie Luftverschmutzung oder Vernichtung von Tierarten und Lebensräumen gehören dazu. Obwohl Schwarze seit 1991 in allen Bereichen gleichgestellt sind und die Regierung auch weiterhin an der Umsetzung der Gleichstellung arbeitet, ist es doch die schwarze Bevölkerung, die zum größten Teil weiter in Armut lebt und unter den weiterhin bestehenden Strukturen zu leiden hat. Besonders die Kinder der schwarzen Bevölkerung sind in vielen Bereichen wie z. B. Bildung, Infrastruktur und medizinischer Versorgung immer noch benachteiligt.
Sicherheit
Die wachsende Armut hat eine steigende Kriminalität mit sich gebracht. Achten Sie auf die Hinweise durch Gastfamilie und SASTS. Tragen Sie Ihre Wertgegenstände immer am Körper und achten Sie auf Ihre Sachen. Nehmen Sie immer nur das notwendige Bargeld mit.
(Die Einreise- und Sicherheitsinformationen entstammen im Wesentlichen Quellen des Auswärtigen Amts zum Zeitpunkt des Erscheinens der vorliegenden Information. Einreise- und Visumbestimmungen sowie etwaige Gefahrenlagen können sich ändern, ohne dass Experiment e.V. und/oder das Auswärtige Amt hiervon erfährt. Das Auswärtige Amt und Experiment e.V. übernehmen für die Aktualität und Vollständigkeit der vorstehend aufgeführten Hinweise und Bestimmungen keine Gewähr und keine Haftung bei evtl. eintretenden Schäden.)
Visum
Da Sie freiwillig und unentgeltlich arbeiten, ist Ihr Aufenthalt touristischer Art. Für Programme bis zu 90 Tagen wird daher kein Visum benötigt, sie bekommen bei der Einreise ein 3-monatiges Touristenvisum. Bitte beachten Sie, dass Sie das Visum bei der Einreise nur erhalten, wenn Ihr Reisepass noch mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig ist. Der Personalausweis reicht nicht aus. Bei längeren Programmen ist ein Visum erforderlich. Bitte informieren Sie sich bei dem für Sie zuständigen Konsulat über die aktuellen Anforderungen. Achtung: Aktuelle Informationen bei den Botschaften/Konsulaten anfordern! Medizinische Hinweise
Die medizinische Versorgung ist insgesamt gut. Private Krankenhäuser haben europäisches Niveau, staatliche Kliniken sind jedoch überlaufen und verfügen nur über wenige Mittel. In den ländlichen Gebieten ist die Versorgung schwieriger. Besucher sollten sich in jedem Fall mit einer Reiseapotheke ausstatten, die die üblichen Mittel beinhaltet (Pflaster, Aspirin, Durchfallmittel u.ä.). Eventuelle Magen- und Darmerkrankungen können Sie vermeiden, indem Sie nur Abgekochtes essen. Es empfiehlt sich, einen Impfschutz für Polio, Diphtherie, Tetanus, Typhus und Hepatitis A und B zu haben. Eine Tollwut-Impfung kann bei Langzeitaufenthalten v. a. auf dem Land sinnvoll sein wie. HIV/AIDS-Erkrankungen sind in Südafrika ein großes Problem. Sexualkontakte oder Bluttransfusionen stellen ein erhebliches, lebensgefährliches Risiko dar. Malaria ist in Kapstadt kein Problem, eine Prophylaxe kann aber bei geplanten Reisen ins Inland (v.a. Krügerpark, Kwazulu-Natal) notwendig werden. Es empfiehlt sich, mit genügend Zeit vor der Abreise mit einem Arzt zu sprechen.
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