Home
Aktuelles
Internationale Programme
Stipendien
Gastfamilie werden
Termine Messen Seminare
Download-Center
Über Experiment e.V.
 
Allgemeine Informationen zu Nepal Drucken E-Mail
Das faszinierende Königreich Nepal im Himalaja zieht jährlich viele Tausend Besucher an. Der höchste Berg der Erde, der Mount Everest, befindet sich mitten in dieser beeindruckenden Bergwelt. Nepal grenzt im Norden an China und im Süden an Indien, die Hauptstadt ist die alte Königsstadt Kathmandu.
Neben der imposanten Bergwelt hat Nepal auch eine interes¬sante Fauna und Flora zu bieten – im Terai, dem südlichen Tiefland, finden sich ausge¬dehnte Dschungelgebiete, exotische Pflanzen und Tiere, die man bei Exkursionen beobachten kann. Der Norden dagegen mit zum Teil wüstenähnlichen Tälern ist sehr karg und nur dünn besiedelt.
In Nepal leben eine Vielzahl eth¬nischer Gruppen friedlich ne¬ben¬einander: Newar, Inder, Tibeter, Gu¬rung, Magar, Tamang, Thakali, Bhotia, Rai, Limbu und Sherpa. Die Amtssprache ist Nepali, jedoch gibt es über 20 weitere Sprachen! Mit Englisch kommt man jedoch immer weiter.
90% der Ein¬wohner gehören dem Hindu¬ismus an, 5% dem Buddhismus, 3% sind Mus¬lime. Nepal ist also sowohl von seinen ethnischen Grup¬pen als auch von seinen Religionen ein sehr viel¬seitiges und buntes Land.

Ein Land mit Problemen

Nepal ist ein sehr schönes Land, doch hinter der Fassade werden die Probleme immer größer. Die Arbeitslosigkeit ist sehr hoch, ca. 80% der Bevölkerung ist ohne geregelte Arbeit und somit ohne Einkommen. 75% der Einwohner sind auch heute noch Analphabeten. Es besteht zwar eine Schul¬pflicht bis zur sechsten Klasse, doch oft werden die Schulen von den Kindern nicht besucht, da sie bei der Arbeit auf dem Land gebraucht werden oder die Wege zur Schule einfach zu weit sind. Durch die Landflucht der Bevölkerung steigt die Verelendung der Menschen vor allem in den Städten, zu deren alltäglichem Straßenbild Bettler, Verarmte und Straßenkinder gehören. Ein weiteres Problem ist die Verschmutzung der Umwelt bzw. die Entwaldung weiter Berggebiete mit nachfolgender Erosion der fruchtbaren Böden. Luft- und Wasserverschmutzung können nicht bekämpft werden, weil dazu einfach das Geld fehlt.

Klima

Das Klima Nepals wird durch den Monsun bestimmt, der von Mai bis September hohe Niederschläge von bis zu 2000 mm bringt. In den höher gelegenen Gebieten Nepals wird das schwüle und heiße Monsunklima etwas gemildert. Hierdurch bleiben die Temperaturen das ganze Jahr über recht angenehm. Am kältesten sind die Monate von November bis Februar. Es wird in dieser Zeit zwar auch tagsüber relativ warm (ca. 20 C°) jedoch sind die Nächte sehr kalt und die meisten Häuser in Nepal verfügen über keine Heizung!

Sicherheit

Die Lage in Kathmandu, im Kathmandu-Tal und in den größeren Städten des Landes sowie in den meisten Trekkinggebieten ist zurzeit weitgehend ruhig. Dennoch legt das Auswärtige Amt Nepalreisenden allgemein erhöhte Vorsicht und Wachsamkeit nahe und rät dazu, die Sicherheitslage in Nepal genau zu beobachten. Bei Reisen nach Nepal sollen Menschenansammlungen grundsätzlich gemieden werden. Auch wenn maoistische Überfälle auf    Regierungseinrichtungen und Stellungen der Sicherheitskräfte seit dem Sturz des Königs (Frühjahr 2006) größtenteils eingestellt wurden, bleibt die Lage unberechenbar. Dennoch gilt allgemein weiterhin, dass Ausländer und Touristen nicht Zielscheibe terroristischer Angriffe sind. Kurzfristig kann es zu Streiks oder anderen Maßnahmen kommen, wodurch die persönliche Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden kann.
Prinzipiell platziert RCDP-Nepal nicht in Gebieten, in denen eine Gefährdung von Freiwilligen zu befürchten ist. Bei sich ändernden Gefahrenlagen werden die Teilnehmer umplatziert. Vor eigenmächtigen Reisen wird jedoch abgeraten, sofern Sie sich nicht vor Reiseantritt mit der Partnerorganisation in Verbindung gesetzt und sich von dort über die Unbedenklichkeit informiert haben.

(Die obigen Einreise- und Sicherheitsinformationen entstammen im Wesentlichen Quellen des Auswärtigen Amts zum Zeitpunkt des Erscheinens der vorliegenden Information. Einreise- und Visumbestimmungen sowie etwaige Gefahrenlagen können sich ändern, ohne dass Experiment e.V. hiervon erfährt. Experiment e.V. übernimmt für die Aktualität und Vollständigkeit der vorstehend aufgeführten Hinweise und Bestimmungen keine Gewähr und keine Haftung bei evtl. eintretenden Schäden. Abschließende und verbindliche Auskünfte zu Einreisebestimmungen können nur die zuständigen Botschaften und Konsulate der jeweiligen Staaten erteilen.)

Visum
Für den Aufenthalt ist ein Touristen¬visum erforderlich. Pro Aufent¬haltstag beträgt die Visumsgebühr ca. 1 US-Dollar. Ein Touristenvisum kann bis zu max. 150 Tagen ausgestellt werden. Grundsätzlich erhalten Sie zunächst ein max. 60 Tage gültiges Touristenvisum (ca. 30 US-Dollar). Falls Sie länger als 60 Tage an dem Programm teilnehmen,  müssen Sie das Visum vor Ort verlängern lassen (ca. 50-100 US-Dollar). (Alle Preisangaben o. Gewähr).
Da Sie freiwillig und unentgeltlich arbei¬ten, brauchen Sie keine Arbeitserlaubnis. Die Tätigkeit wird als Kulturaustausch betrachtet.
Sie erhalten das Visum bei der nepalesi¬schen Botschaft in Deutschland (Bearbeitungsdauer beachten!) oder bei Ankunft auf dem Tribhuvan International Airport in Katmandu.

Medizinische Hinweise

Empfohlen werden Impfungen gegen Hepatitis A, Typhus, Meningokokken-Meningitis (Über¬tragungsmonate haupt¬sächlich während der Trockenzeit Nov. – Mai), Diphtherie, Polio und Tetanus. Soll¬ten Sie länger in der Region bleiben bzw. den südlichen Landesteil (Terai) aufsu¬chen, empfiehlt sich auch eine Impfung gegen die japanische Enzephalitis sowie gegen Malaria. Informie¬ren Sie sich aber auf jeden Fall selbst bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt, Ihrem Hausarzt oder dem zuständigen Gesund¬heitsamt.

Kleidung

Von März bis September herrschen in Nepal sommerliche Temperaturen. Sie brauchen in der Regel leichte Kleidung, da es zwar feucht aber heiß ist. Bereisen Sie Nepal in den Wintermonaten, ist Winter¬kleidung unbedingt erforderlich. Weiblichen Teilnehmern wird geraten, in dörflichen Regionen keine kurzen Röcke und ärmellose Oberteile zu tragen.
Für den Trekking-Ausflug sind Schlaf¬säcke, Moskitonetze, eine Taschenlampe, Wanderschuhe und Handschuhe, sowie eine Reiseapotheke mitzubringen.