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Ecuador - der zweitkleinste Staat Südamerikas - ist geprägt von vier Regionen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: die Gebirgsregion (Sierra), der Regenwald (Oriente), die Küste (Costa) und schließlich die Galápagos-Inseln. Die Gebirgsregion zeigt schneebedeckte Vulkane, Lamas und Andenstädte, zu denen auch die Hauptstadt Quito gehört. An der Küste können Sie an den Stränden des Pazifik baden und das pulsierende Küstenleben genießen.
Das Regenwaldgebiet dagegen wartet mit einer faszinierenden Flora und Fauna auf, ebenso wie die Galápagos-Inseln, die v.a. für die Riesenschildkröten der Charles-Darwin-Station berühmt sind. So unterschiedlich diese Zonen geographisch sind, so verschieden sind auch die Bevölkerungsgruppen. Farbenfroh und bunt präsentieren sich oft die verschiedenen indigenen Gruppen der Sierra, die z.B. auf den Märkten in Otavalo oder Saquisilí ihre Textilien, Schmuck, Teppiche u.a. feilbieten. Aber in jeder Region Ecuadors haben sich die jeweiligen Bewohner in ihrer Lebensart der Umgebung angepasst und zeigen daher unterschiedliche Traditionen, Bräuche, Kleidung etc. Diese vielen Facetten Ecuadors laden ein zum Entdecken, Erleben und Kennen lernen dieses faszinierenden Landes.
Klima
Ecuador hat vier verschiedene Regionen und entsprechend verschiedene Klimazonen. Die Hauptstadt Quito liegt in der Gebirgsregion (Sierra) und hat das ganze Jahr über ein relativ gleich bleibendes Klima. Die Temperaturen liegen bei ca. 13-18°C, können aber in der Zeit von Mai bis Oktober etwas wärmer werden. Die Nächte können empfindlich kalt werden, v.a. da es in ecuadorianischen Häusern meist keine Heizungen gibt. Das Klima an der Küste entspricht dem tropischen Klima, ebenso wie im Regenwald-Gebiet.
Soziale Probleme
Die Probleme Ecuadors sind vielfältig und reichen von sozialer Ausgrenzung über Armut bis hin zu Umweltproblemen wie Luftverschmutzung und Vernichtung von Lebensräumen. Der ehemalige Staatspräsident Gustavo Noboa hat im Jahr 2000 die nationale Währung Sucre durch den US-Dollar ausgetauscht, um die verheerende Inflation aufzuhalten. Dies ist nur z.T. gelungen. Weite Teile der Bevölkerung sind durch die ständig steigenden Preise bei gleich bleibenden Löhnen und hoher Arbeitslosigkeit in extreme Armut geraten. Damit ist auch die Kriminalität gestiegen. Korruption, v. a. in der Politik, ist ein latentes Problem des Landes. Die Menschen, die ohnehin am Rand der Gesellschaft standen, sind wieder einmal diejenigen, die am meisten unter der wirtschaftlichen Krise Ecuadors zu leiden haben. Vor allem die indigene Bevölkerung lebt auf der Straße und muss sich von kleinen Arbeiten wie Schuhe putzen oder Betteln am Leben halten. Hungernde Kinder am Straßenrand sind keine Ausnahme.
Sicherheit
Die wachsende Armut hat eine steigende Kriminalität mit sich gebracht. Achten Sie auf die Hinweise durch Gastfamilie und EIL-Ecuador. Tragen Sie Ihre Wertgegenstände immer am Körper und achten Sie auf Ihre Sachen. Nehmen Sie immer nur das notwendige Bargeld mit.
(Die Einreise- und Sicherheitsinformationen entstammen im Wesentlichen Quellen des Auswärtigen Amts zum Zeitpunkt des Erscheinens der vorliegenden Information. Einreise- und Visumbestimmungen sowie etwaige Gefahrenlagen können sich ändern, ohne dass Experiment e.V. und/oder das Auswärtige Amt hiervon erfährt. Das Auswärtige Amt und Experiment e.V. übernehmen für die Aktualität und Vollständigkeit der vorstehend aufgeführten Hinweise und Bestimmungen keine Gewähr und keine Haftung bei evtl. eintretenden Schäden. Abschließende und verbindliche Auskünfte zu Einreisebestimmungen können nur die zuständigen Botschaften und Konsulate der jeweiligen Staaten erteilen.)
Visum
Da Sie freiwillig und unentgeltlich arbeiten, ist Ihr Aufenthalt touristischer Art. Für Programme unter 3 Monaten wird kein Visum benötigt, sie bekommen bei der Einreise nach Ecuador ein 3-monatiges Touristenvisum. Bitte beachten Sie, dass Sie bei der Einreise das Visum nur erhalten, wenn Sie ein gültiges Rückflugticket haben und wenn Ihr Reisepass noch mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig ist. Wenn Sie länger als 3 Monate in Ecuador bleiben wollen, müssen Sie ein Visum für Ecuador beantragen. Bitte wenden Sie sich an das für Sie zuständige Konsulat/Botschaft. Achtung: Aktuelle Informationen bei den Botschaften/Konsulaten anfordern! Medizinische Hinweise
Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Hausarzt oder zuständigen Gesundheitsamt, welche Impfungen erforderlich sind, insbesondere dann, wenn Sie in den Oriente (Regenwald-Gebiet) oder an die Küste fahren wollen (Malaria, Dengue-Fieber) oder eigenständig andere Länder besuchen wollen. Für einen Aufenthalt in der Sierra, also im Gebirge, reichen in der Regel Impfungen gegen Hepatitis A+B, Typhus, Polio, Diphtherie und Tetanus aus.
Währung/Geld
Seit dem Jahr 2000 ist der US-Dollar Landeswährung. Die ehemalige Währung Sucre existiert nicht mehr. Visa-Card u.a. Kreditkarten werden überall angenommen, Traveller-Cheques in US-Dollars dagegen nur in den größeren Banken akzeptiert. Achtung: Da vermehrt gefälschte Banknoten in Umlauf waren, akzeptieren Banken oft keine 50,- und 100,- Dollar Scheine!
Mitbringsel
Bei den Gastfamilien handelt es sich um speziell für die Programme EIL Ecuadors ausgewählte Gastfamilien, die Sie herzlich aufnehmen und Ihnen einen Einblick in das Alltagsleben in Ecuador geben werden. Es ist immer eine gute Idee, Bilder ihrer Familie, Ihrem Wohnort und von Deutschland mitzu¬bringen, damit Sie Ihrer Gastfamilie zeigen können, wie Sie leben. Auch etwas Typisches aus Ihrer Stadt/Ihrer Region kann eine gute Idee sein.
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