GASTFAMILIEN-BLOG - Gastmutter Astrid B. (2)
Mittwoch, September 28, 2016 - 13:06 von experimentev editor

Jetzt ist unser Gast Leon schon seit über 3 Wochen bei uns - unglaublich, wie schnell die Zeit vergangen ist.

Vieles ist passiert: Wir haben einen Fußballclub gefunden, bei dem er mit trainieren kann, er hat einen Gastvertrag mit einem Fitness Center und geht fast täglich zum Sporteln und er begleitet meinen Sohn Leon ins Badminton-Training. Also ist für reichlich Bewegung gesorgt, das ist schon mal ganz wichtig!

Der Schulbesuch gestaltet sich als reichlich zähes Unterfangen, da Leon so gut wie gar nichts vom Unterricht versteht und eigentlich nur bei Englisch- und Sport-Stunden geistig auf "online" schaltet - den Rest blendet er komplett aus, da er einfach nichts versteht. Da tat er uns anfangs schon sehr leid, aber wir versuchen nun einfach, daheim umso mehr Redewendungen und einfache Sätze zu üben.

Diese Woche beginnt für ihn ein Deutschkurs, den er Samstag vormittags besuchen kann - immerhin eine gute Sache, da der Kurs nur maximal 10 Teilnehmer hat und damit recht intensiv werden dürfte. Ich hatte mich sehr gefreut, dass wir hier noch einen Platz bekommen hatten, da die Nachmittags- und Abendkurse komplett ausgebucht waren.

Unsere (stromfreien) Freizeitbeschäftigungen zuhause bestehen aus Kickern und Schachspielen - beides wird exzessiv praktiziert!
Und unser robuster Kickerkasten, den wir bisher sehr sorgsam behandelt haben, musste schon einiges einstecken - wir haben bereits 2 Ersatzfiguren benötigt, da die Feinmotorik eines Rugby-Spielers einfach eine andere ist als die unsere :)...

Wir arbeiten auch noch an dem Unterfangen, unserem Gast gesunde Ernährung ein wenig näher zu bringen - bisher mit sehr mäßigem Erfolg. Obst, Salat, Brot, Käse - no, thank you. Dafür reichlich Müsli mit viel Milch sowie Ketchup zu allen Gelegenheiten, gerne auch zur Pizza... Bei den ersten gemeinsamen Abendessen klappte uns regelrecht die Kinnlade runter, aber jetzt haben wir uns schon dran gewöhnt, dass unsere feine Küche mit Ketchup aufgepeppt wird. Und wir haben uns darauf geeinigt, dass wir - sollte uns Leon nach seinem Aufenthalt nochmal besuchen kommen - eine Kuh im Garten stehen haben werden. Denn das ewige Milch holen (pro Tag 2 - 3 Liter) ist halt doch recht ermüdend :)...

Insgesamt haben wir das Gefühl, dass sich Leon sehr wohl fühlt - er fragte in der 2. Woche, ob uns nicht sein Vater mit seiner Freundin sowie er und seine Schwester mal besuchen kommen könnten, wenn er wieder Zuhause ist. Also kann es für ihn nicht so schlimm sein, mit uns zusammen zu wohnen!!

Wir planen jetzt noch die nächsten Ausflüge für die Sonntage, die uns bleiben - der Chiemsee ist auf dem Plan und vielleicht auch ein Besuch der Allianz-Arena, wenn es denn unbedingt sein muss (wir sind halt leider alle keine Fußballbegeisterten), aber für Leon wäre es ein totales Highlight. Mal sehen, was sich da machen lässt.

Also, weiterhin ein sehr positives Fazit von unserer Zeit mit unserem irischen Rugby-Spieler Leon!

GASTFAMILIEN-BLOG - Gastmutter Gastmutter Bianca B. (2)
Dienstag, September 27, 2016 - 10:39 von experimentev editor

Am Samstag, den 10.09.2016 haben wir den Tag in der Kölner Innenstadt am Roncalliplatz vorm Dom verbracht. Dort gab es ein großes Konzert „Lichter der Hoffnung“ von Solid Base. Solid Base oder auch Könige und Priester haben sich auf christliche Musik spezialisiert, die vorallem die Jugendlichen mitreißt durch ihre rockigen Klängen.
An diesem Tag war das Wetter sehr heiß, so dass sich viele Jugendliche dort zum Feiern versammelt hatten.
Besonders viel Spaß hatte unsere Gastschülerin Natalia bei einer Straßentanzgruppe die Break-dance aufgeführt hatte.

Am Sonntag, den 11.09.2016 hat Natalia uns dann zur City Church Cologne begleitet. Dies ist eine Freichristliche Gemeinde, die alle 14 Tage ihren Gottesdienst im Cinedom Kino Köln feiert. Dies war für Natalia auch eine ganz neue Erfahrung, da sie eher aus dem katholischen Teil von Mexiko kommt.

Am Samstag, den 17.09.2016 wollten wir aufgrund des Nationalfeiertags in Mexiko Natalia mit etwas Besonderem überraschen.
Gegen Nachmittag fuhren wir alle gemeinsam in die Stadt zum Brunosaal, wo das Fest por la Indepencia de Mexico stattfand. Dort trafen sich viele Mexikaner und Mexiko Begeisterte. Es gab eine Bühne, wo verschiedene Musiker mit mexikanischer Musik aufgetreten sind. Dabei es gab spezielles mexikanisches Essen. Die mexikanische Lebensfreude hatte uns alle angesteckt und wir haben auch getanzt und viel gelacht an diesem Abend. Natalia war sehr berührt und gleichzeitig packte Sie das Heimweh bei soviel Erinnerungen an Mexiko. Insgesamt hatten wir einen sehr schönen Abend.
Im Anschluss an das Fest sind wir noch auf paar Kölsch ins Gaffel am Dom gegangen und hatten einen lustigen Abend.

Am Montag, den 19.09.2016 begann der erste Schultag im Heinrich-Mann-Gymnasium bei uns in Volkhoven/Weiler für Natalia. Sie wollte die Schule auf ihren Wunsch hin wechseln, so dass sie nur 2 Wochen im Genoveva Gymnasium in Köln-Mülheim war.

Insgesamt hat sich Natalia mittlerweile sehr gut bei uns eingelebt. Wir freuen uns auf weitere spannende und lustige Tage mit ihr.

GASTFAMILIEN-BLOG - Gastmutter Miriam H. (2)
Dienstag, September 20, 2016 - 14:52 von experimentev editor

In der folgenden Woche gibt es weiterhin fast jeden Tag etwas Neues, ein erstes Mal, ein Kennenlernen, ein Ausprobieren.

Männertour: Dirk, Lino, Moritz und Oskar nutzen das schöne Wetter am Wochenende für einen Ausflug unter Männern. Wanderung entlang des Karlsruher Grats, 15km, 700 Höhenmeter. Alle sind voll dabei und kommen abends geschafft und zufrieden nach Hause.

Mit besonderer Spannung wurde natürlich der erste Schultag erwartet.

Lino besucht nun das örtliche Gymnasium hier bei uns „um die Ecke“ und ist in die 10. Klasse eingestuft. Wir finden, er hat sich wirklich wacker geschlagen! Ganz neu in eine Klasse zu kommen, dazu aus einem anderen Land und mit maximal Grundkenntnissen in der fremden Sprache – da gehört schon eine ordentliche Portion Mut und Überwindung dazu. Nun hat er alle Fächer einmal durchlaufen und möchte nun selbst den Kontakt zur Klassenlehrerin aufnehmen, um sich den Stundenplan noch einmal genauer anzuschauen.

Seit Mittwoch haben wir nun sogar drei Schulkinder – unser Sohn Oskar ist eingeschult worden. Die gängige Praxis die gefüllte Schultüte in die Schule zu tragen, dort abzulegen, später wieder nach Hause zu tragen, um sie letztlich dort auszupacken, sorgte bei Lino allerdings für großes Erstaunen. Überhaupt: Eine Schultüte? Was ist das? Und was ist da drin? In Brasilien scheint der erste Schultag vollkommen anders abzulaufen...

GASTFAMILIEN-BLOG - Gastmutter Stefanie B. (2)
Dienstag, September 20, 2016 - 11:51 von experimentev editor

Seit dem 3. September wohnt unsere italienische Gastschülerin Matilde bei uns. Die Anreise war relativ chaotisch und brachte sie an den Rand eines Nervenzusammenbruchs – diverse SMS in regelmäßigen Abständen informierten uns über Zugverspätungen, verpasste Anschlüsse und Gleisänderungen. Schließlich aber konnte Marcus sie in Bielefeld in Empfang nehmen. Nach einem Glas Wasser wollte sie dann nur noch schlafen… verständlich, nach so einer Reiseerfahrung.
Beim gemeinsamen Sonntagsfrühstück konnten wir uns dann beschnuppern und feststellen, dass die Chemie stimmt – das ist ja nicht immer so. Bei Matilde hatten wir aber von Anfang ein gutes Gefühl, welches durch die bisherige Zeit mit ihr auch immer wieder bestätigt wurde.

Sie möchte sich in die Familie einbringen – das ist für uns eine gute Voraussetzung für eine erfolgreiche und unvergessliche Zeit mit dem „neuen“ Familienmitglied. Sie ist eine großartige Zeichnerin, sie malt, bastelt und spielt mit den Kindern… die große Tochter Marie (8) fragte schon nach einigen Tagen, ob Matilde nicht vielleicht für immer bei uns bleiben könne. Die kleine Gastschwester Anna (4) fragt immer nur „Bauen, Tilde???“ und meint damit Basteln und Malen. Auch Jonas (6) erfreut sich daran, dass er bei seinen Basteleien nun so kompetente Unterstützung hat.

Sie übernimmt schon selbständig und unaufgefordert Aufgaben im Haushalt und hat Interesse geäußert, auch regelmäßig Italienisch für uns zu kochen. Dieses Angebot werden wir gerne annehmen!

Der deutsche Stundenplan war zunächst gewöhnungsbedürftig – in Italien gibt es kein Kurssystem, sondern immer gemeinsamen Unterricht im Klassenverband. Dieser ist regelmäßig bereits am Mittag beendet – während sie hier nach einer Freistunde zur Mittagszeit fast immer noch Nachmittagsunterricht hat. Die ersten Unterrichtsstunden waren schwierig und sie war etwas traurig und deprimiert. Die fremde Sprache, andere Variablen in den mathematischen Formeln… das ist nicht einfach. Inzwischen ist sie aber weitaus fröhlicher, wenn sie von der Schule kommt. Sie hat bereits Kontakte geschlossen und geht den Schulweg meistens nicht allein.

Ich lerne relativ intensiv Italienisch und habe Einzelunterricht bei einer Muttersprachlerin. Da Matilde großes Interesse zeigte, habe ich sie zu einer Unterrichtsstunde mitgenommen und siehe da…. Sie hat sich sofort mit der Tochter meiner Lehrerin angefreundet. Matilde spricht Deutsch mit ihr, während die zweisprachige Federica ihr Italienisch auffrischt, welches sie sonst nur mit ihrer Mutter spricht. Den nächsten Sonntag haben die beiden Mädchen zusammen verbracht und Matilde brachte das - ihrer Aussage nach - ungewöhnlichste Geschenk mit nach Hause, was sie je bekommen hat. Ein Einrad, welches für Federica zu klein geworden ist. Jetzt kann sie darauf üben, während sie Marie das „normale“ Fahrradfahren beibringt – diese Aufgabe möchte sie nämlich gerne übernehmen.

Einen Kurs zum Thema „Porträtzeichnen“ bei der örtlichen Volkshochschule belegt sie mit Begeisterung. Wir alle freuen uns schon auf die Weihnachtszeit mit ihr und haben schon erste Adventsbastelbücher gewälzt.

GASTFAMILIEN-BLOG - Gastmutter Anja N. (1)
Sonntag, September 18, 2016 - 23:00 von experimentev editor

Vorfreude

Seit mehr als zwei Monaten wissen wir nun, dass am Samstag Will zu uns kommen wird. Nach vielen Mails und einem Skype-Gespräch zwischen beiden Familien haben wir bereits das Gefühl, uns ein bisschen zu kennen. Trotzdem bleibt die spannende Frage: werden wir zusammenpassen? Wird sich Will bei uns wohlfühlen? Wie werden die ersten gemeinsamen Tage mit Schulbeginn und Alltag funktionieren?

Die erste Woche

Aufregende Tage: das erste gemeinsame Essen, die ersten Gespräche über Vorlieben, Interessen, Hobbies und das Zusammenleben in der Familie. Schnell muss der Alltag besprochen werden: der erste Schultag und der Weg zur Schule, wer kommt wann nach Hause, wann wird gegessen, welche Behördengänge sind notwendig. Die ersten gemeinsamen Tage waren Aufregung, Freude und vor allem Herausforderung pur für alle Beteiligten.

Zusammenleben

Nachdem die ersten aufregenden Tage vorbei sind leben wir uns nun in unser gemeinsames Leben ein. Wir lernen uns in vielen Gesprächen kennen, tauschen uns zu unterschiedlichsten alltäglichen Themen aus und es erfahren alle Familienmitglieder täglich neues über die Gepflogenheiten in Deutschland und den USA. Es ist toll anzusehen, wie schnell erste deutsche Sätze verstanden und gesprochen und erste Freundschaften geknüpft werden. Da unser eigener Sohn 6 Wochen vor Wills Ankunft bereits zu seinem High School-Aufenthalt in Costa Rica aufgebrochen ist, können wir als Eltern nachvollziehen, wie wichtig es ist, den Gastschüler mit offenen Armen zu empfangen und in sein neues Leben zu begleiten.

GASTFAMILIEN-BLOG - Gastschwester Denise F. (1)
Sonntag, September 11, 2016 - 23:00 von experimentev editor

Am 3. September war es endlich soweit! Wir würden endlich unsere Gastschülerin Ana Clara aus Brasilien kennenlernen, die nun die nächsten 10 Monate bei uns leben würde.

Wir, das sind meine Mutter Ricarda, mein Vater Wilbert, meine Schwester Sophie, unser Hund Charly und ich, Denise. Wir waren schon sehr gespannt auf den Tag von Ana Claras Ankunft, da wir bisher noch keine Erfahrungen mit solch einem Projekt gemacht haben.

An diesem Samstagmorgen fuhr ich mit meinem Vater los in Richtung Wiesbaden um Ana dort abzuholen. Als wir dort endlich ankamen, sahen wir schon einige Minuten später ein Mädchen fröhlich lachend auf uns zu laufen. Nachdem wir sie begrüßt hatten, machten wir uns bald auch schon wieder auf den Heimweg um Ana den Rest der Familie vorzustellen und ihr neues Zuhause zu zeigen.

Die Ankunft zuhause fiel sehr herzlich aus. Nach einem Rundgang durchs Haus ließen wir ihr erstmal etwas Zeit, um sich einzurichten. Sie freute sich, dass sie ein eignes Zimmer für sich hat, auch wenn es nicht sehr groß ist. Über Anas Geschenke, Traditionelles aus ihrer Region, freuten wir uns natürlich sehr. Zu Beginn stellte sich die Kommunikation als etwas schwieriger heraus, da meine Gastschwester hauptsächlich Englisch mit uns spricht. Die Sprache ist kein Problem, da wir alle Englisch sprechen und verstehen können, jedoch hatten wir erhofft, dass sie vielleicht versuchen würde Deutsch zu sprechen. Ich denke sobald sie den Sprachkurs beginnt, wird ihr dies leichter fallen.

Als ich zum Einkaufen wollte, ist Ana selbstverständlich mitgefahren. Es war lustig zu sehen, was ihr alles als unbekannt erschien und wir tauschten uns sofort darüber aus, was es für Unterschiede zwischen Deutschland und Brasilien gibt. Am Abend veranstalteten wir ein kleines BBQ. Am nächsten Tag fuhren Ana, mein Freund und ich nach Koblenz zu einem Street Food Festival, da wir selbst davon begeistert sind und ihr dies zeigen wollten. Sie hat sich sehr gefreut. Wir haben viel gelacht und uns unterhalten. Daraufhin wusste ich sofort, dass die Chemie stimmt und wir uns gut verstehen würden. Als wir uns am Montagmorgen auf den Weg zur Schule machten, war Ana sehr nervös. Wer ist das auch nicht an seinem ersten Schultag an einer fremden Schule mit fremden Menschen in einem fremden Land? Nach ein paar kleinen anfänglichen Schwierigkeiten gewöhnte sie sich doch gut an den deutschen Schulalltag und fand schnell Anhang in ihrer neuen Klasse.

Nun ist schon die erste Woche vergangen und wir sind gespannt darauf, was als nächstes passieren wird!

GASTFAMILIEN-BLOG - Gastmutter Miriam H. (1)
Samstag, September 10, 2016 - 23:00 von experimentev editor

„Ab jetzt gehen Schritt für Schritt zwei ziemlich große Füße mit.“
Wir freuen uns sehr über die Ankunft unseres Gastkindes Lino, angekommen am 04.09.2016.
Miriam und Dirk mit Moritz, Oskar und Lotta

Immer wieder kamen in den letzten Tagen Emails und Post von Experiment mit genauen Anreiseinformationen, Hinweisen und Formularen.
Dazu häuften sich die Nachfragen von Freunden: „Wann kommt euer Gastschüler nochmal? Wie lange bleibt er bei euch?“
Und unsere eigenen Gedanken und Überlegungen: „Ist das Zimmer fertig? An was sollten wir noch denken?“
Und: „Wird Lino überhaupt zu uns passen? Ist ein Jahr nicht doch sehr lange, vielleicht zu lange?“

Die Anreise rückt näher...

Wir – das sind Miriam und Dirk mit Moritz (8 Jahre), Oskar (6 Jahre) und Lotta Pauline (3 Jahre). Wir leben in einer Kleinstadt in Baden-Württemberg und sind nun zum vierten Mal Gastfamilie.

Nun wagen wir es also ein weiteres Mal – Lino aus Brasilien kommt für ein ganzes Schuljahr zu uns.

Endlich ist Sonntag, der 04. September und endlich können wir Lino bei unserer Betreuerin abholen. Auf der Fahrt dorthin klären wir die wichtige Frage: Wer darf auf der Rückfahrt im Auto neben Lino sitzen? Nachdem das geklärt ist, lernen wir Lino und Martina aus Italien bei unserer Betreuerin zu Hause kennen. Die Atmosphäre ist zunächst aufgeregt/gespannt – allerdings ändert sich das schnell und schon nach kurzer Zeit fliegen Papierflieger und -bälle durch das Wohnzimmer...

Zu Hause lassen sich unsere Kinder kaum bremsen und Lino hat drei fleißige Helfer an seiner Seite, die ihm das Haus zeigen und beim Koffer auspacken helfen möchten. So sitzen alle vier mitten im Chaos in Linos Dachzimmer, während wir Erwachsenen erstmal durchatmen, uns über den guten ersten Eindruck freuen und das Mittagessen zubereiten.

Da das Regenwetter leider unsere Pläne bzgl. Biergarten, Stadtführung oder Freibad zu Nichte macht, schnappen wir uns die Badesachen für einen Ausflug ins Hallenbad. Sollte es je Berührungsängste oder eine Hemmschwelle gegeben haben, so ist von dieser im Wasser nichts zu merken: Lino taucht wie ein Delfin mit Moritz auf dem Rücken, tobt und planscht mit den Kindern im Wasser und springt mit Moritz und Oskar von den verschiedenen Sprungbrettern.

Beim Abendessen interessiert sich besonders Lotta für den ungewohnten Sprachmix am Tisch: „Was heißt Banane auf englisch? Und auf portugiesisch? Und was heißt Kartoffel?“... Die Jungs hingegen beobachten Lino genau – jeder Bissen und jeder Schluck werden registriert und ggf. kommentiert. „Warum trinkst du Wasser lieber ohne Kohlensäure?“, ist nur eine der zahlreichen Fragen.

Tags darauf fühlen wir uns wie an Weihnachten und wissen nun, warum Linos Koffer so schwer war... Ein wahrer Geschenkeberg türmt sich in unserem Wohnzimmer und wir freuen uns sehr über die vielen kleinen und großen Päckchen.
Oskar freut sich am meisten über seinen neuen Kuschellöwen – endlich hat sein anderer Löwe einen Freund (siehe Foto).

So vergeht Linos erste Woche hier bei uns wie im Flug: Anmelden im Rathaus, Einkaufen im Supermarkt, Kindergeburtstag von Moritz im Waldkletterpark, Schreibtisch im Möbelhaus abholen und aufbauen, Besuch der Experimenta etc.

GASTFAMILIEN-BLOG - Gastmutter Astrid B. (1)
Mittwoch, September 7, 2016 - 23:00 von experimentev editor

Nachdem wir die Ferien weitgehend zu Hause und ohne größere Ereignisse verbracht hatten, waren wir alle ziemlich gespannt auf unseren Gast Leon (15) aus Irland, der am 03.09.16 ankommen sollte.

Vorab war ich bereits per E-Mail mit ihm in Kontakt getreten und hatte bald gemerkt, dass das Schreiben nicht so sein Ding ist - wie bei fast allen männlichen Teenagern :).

Leon war in seinen Ferien 4 Wochen in den USA gewesen sowie mehrere Wochen bei Verwandten im Westen Irlands - immer, wenn ich ihm eine Mail schickte, war er an einem anderen Ort...

Am Vortag seiner Ankunft gab es bei uns im Haus noch einen Wasserrohrbruch und ich war ziemlich angespannt - Gott sei Dank konnte der Schaden aber zügig behoben werden und am Tag seiner Ankunft in Landshut war alles wieder trocken.

Meine Söhne Leon (!16) und Marian (13) waren anfangs ziemlich zurückhaltend, da sie ihre Ferien bisher ruhig und gemütlich und vorwiegend in geschlossenen Räumen verbracht hatten :); unser Gast Leon ist interessiert an Fußballspielen, Rugby und weiteren Sportarten. Also trafen erst mal verschiedene Welten aufeinander...

Wir haben jetzt schon mal vereinbart, dass unser Gast ab nächster Woche mit meinem Sohn ins Badminton-Training geht und wir versuchen, für ihn ein Fußball-Training zu organisieren.

Unser Kicker-Kasten kam auch schon vielfach zum Einsatz - "stromfreie" Unterhaltung stellt für Teenager aus aller Welt eine große Herausforderung dar, der sich Eltern aus aller Welt täglich stellen müssen :))...

Unser Gast ist auf jeden Fall ein netter Bursche in einem Alter, in dem man sich Auslandsaufenthalte nicht unbedingt zutraut, wenn auch "nur" für 8 Wochen - ein großes Stück Mut gehört schon dazu!

Auf jeden Fall ist es spannend zu sehen, dass meine Söhne auch in die Rolle des "Gastgebers" schlüpfen müssen und dafür Sorge zu tragen haben, dass der Gast auch etwas von unserem Lebensalltag mitbekommt.

Nächste Woche beginnt dann die Schule und alle drei müssen ihren Schultag meistern - was für unseren Gast mit recht dürftigen Deutschkenntnissen bestimmt eine Riesenherausforderung darstellt. Die ersten Wochen wird er wahrscheinlich recht wenig verstehen - es kann nur besser werden!!

Wir werden ihn auf jeden Fall unterstützen und öfter mit ihm Deutsch sprechen - schön langsam und ohne bayerischen Dialekt!

Also ein durchaus positives Fazit bisher aus Bayern!

GASTFAMILIEN-BLOG - Gastmutter Bianca B. (1)
Dienstag, September 6, 2016 - 23:00 von experimentev editor

Am Samstag, den 03.09.2016 war es nun endlich soweit. Wir erwarteten gespannt als Gastfamilie die Ankunft unserer Gastschülerin Natalia aus Mexiko. Bisher kannten wir Sie ja nur vom Skypen und über WhatsApp. Bereits am 31.08.2016 war Natalia in Deutschland, genauer in Wiesbaden in der Jugendherberge, angereist, um sich dort erst mal mit den anderen Gastschülern von Experiment e.V. für ein Vorbereitungsseminar zu treffen.

Wir (Stefan, Bianca, Chukwuma, Lydia und Laura) haben Natalie um 15:30 Uhr vom Kölner HBF abgeholt. Wir hatten ihr ein rosa Plakat mit Herzlich Willkommen fertiggemacht. Am Bahnhof haben wir noch weitere Gastfamilien getroffen, die ebenfalls voller Spannung auf ihre Gastschülerin gewartet hatten.
Als der Zug endlich eingetroffen war, haben wir freudig unsere Gastschülerin begrüßt. Es war ein herzlicher und warmer Empfang.

Zuhause haben wir dann gemeinsam abends gegrillt und Cocktails gemacht. Es war ein schöner gemütlicher Abend. Natalia hat erzählt, dass sie gerne joggen geht und sportlich ist. Daraufhin sind wir dann abends noch mit unserem Hund Laura über das Feld in unserer Nähe Gassi gegangen und haben Natalia gleichzeitig eine super Strecke fürs joggen gezeigt.

Sonntags ging es dann direkt nach Neuss Allerheiligen zu unserem Hauskreis von der Gemeinde. Jeden zweiten Sonntag treffen wir uns dort zum gemeinsamen Frühstück bzw. Brunchen. Für Natalia waren dies direkt viele neue Eindrücke.

Am Montag mussten wir uns dann erstmal um den „Behördenkram“ kümmern, so dass mein Mann Stefan mit ihr zum Bürgerzentrum nach Chorweiler zur Anmeldung gegangen ist. Danach hat er ihr Einkaufsmöglichkeiten im City Center gezeigt. Natalia wollte unbedingt spazieren gehen und möglichst viel von der Stadt sehen. Stefan ist mit ihr durch viele Ecken und Bereiche von Köln gegangen. Unter anderen über die Brücke mit den vielen Schlössern dran und zum Rheinpark usw.… Das Programm war für Natalia sehr anstrengend aber auch gleichzeitig sehr aufregend.

Am Dienstag hat uns Natalia mit ihrem Lieblingsessen bekocht. Hähnchen mit scharfer Schokosauce und Reis.

Am Mittwoch, den 07.09.2016 war es dann soweit. Natalia hatte ihren ersten Schultag am Genoveva Gymnasium in Köln-Mülheim. Sie war total nervös und aufgeregt und hatte Angst, dort keine Freunde zu finden. Am ersten Tag wurde ihr erst mal das komplette Schulgebäude gezeigt und sie hat ihre ersten 2 Unterrichtsstunden in der neuen Schulklasse geschafft. All ihre Ängste waren unbegründet. Sie hat gerade erzählt, dass direkt viele aus der Klasse auf Sie zugekommen sind und sich mit ihr unterhalten haben. Alle seien sehr nett und sie freut sich auf die nächsten Tage.

GASTFAMILIEN-BLOG - Gastmutter Elke W. (1)
Samstag, September 3, 2016 - 23:00 von experimentev editor

Unser Gastschüler Hunter aus den USA ist am 3. September pünktlich mit der DB am Osnabrücker Hauptbahnhof angekommen.

Mein Sohn Eric, mein Mann Uwe und ich haben ihn vom Bahnsteig 12 abgeholt. Hunter ist ein sehr liebenswürdiger und aufgeschlossener junger Mann. Die 'Chemie' passt prima und wir denken, dass es eine schöne Zeit mit ihm werden könnte.

Eric hatte sich für den Ankunftstag ausgedacht ein Barbecue vorzubereiten. Es war toll und Hunter hat sich darüber sehr gefreut.

Danach wurde Hunter erst einmal technisch ausgestattet. Es musste... nach Absprache mit seinen Eltern... ein neues Smartphone angeschafft werden und die Internet-Verbindung eingerichtet werden.

Das passierte unter Aufsicht unseres Katers, der Hunter ebenfalls sofort als neues Mitglied der Familie in sein Herz geschlossen hat.

Den Sonntag haben wir damit verbracht, Hunter erst einmal ankommen zu lassen... das heißt ausschlafen... gut frühstücken... uns zu unterhalten... über den Aufenthalt auf Schloss Wittgenstein (wo er an einen Vorbereitungsseminar teilnahm) und sein Zuhause mit dem wir bereits am zweiten Tag den ersten Kontakt haben werden.

Danach haben wir beschlossen, uns Osnabrück anzusehen, und auf dem Weg dorthin sind wir an seiner neuen Schule vorbeigefahren. Es wird die Gesamtschule Schinkel sein. Eric hatte ihm nebenbei erklärt, wie das Busfahren in Deutschland so funktioniert.

Dabei konnte er endlich seine Englischkenntnisse voll zum Einsatz bringen, denn Hunter beherrscht bereits ganz prima die deutsche Sprache, aber das war dann doch alles ein bisschen viel auf einmal.

Damit das Ganze nicht in Stress ausartet, sind wir anschließend erst einmal in einer Eisdiele eingekehrt.

Danach noch ein bisschen Sightseeing durch Osnabrück.

Toll war, dass das Rathaus geöffnet hatte. Dabei hat er die Gelegenheit genutzt und sich in das Gästebuch eingetragen.

Dann sind wir wieder zurück in das Haus, das für das kommende Jahr sein neues Zuhause werden soll.

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