Tagebuch der Kulturentdecker der Karl-Simrock-Schule in Irland, 6. Eintrag
Dienstag, Dezember 6, 2016 - 15:18 von experiment

Today was the sales day. We sold some furnitures, toys, pictures and some other things to the people. We also helped people carry their things to their cars and vans. The girls baked the day before and offered their cakes and muffins to the customers of the shop. Then later we played pool and had a lot of fun. We had some competitions going on. Some of the girls didn't join us playing pool because they prepared some typical Turkish dishes for their hostfamilies. After playing pool our teachers went to have a drink with Andy and his wife and we are also going to have some fun tomorrow so we are looking forward for that.

Ugonna

Tagebuch der Kulturentdecker der Karl-Simrock-Schule in Irland, 5. Eintrag
Dienstag, Dezember 6, 2016 - 15:13 von experiment

Heute ist es unser 5. Tag hier in Irland gewesen. Wir haben nix besonderes zusammen gemacht. Wir mussten bei der Arbeit aufräumen und für den Verkaufstag alles vorbereiten. Nach dem Abendessen gingen Mohammed, Ugonna und ich zu Rayane und Tugce, und hatten wieder einen schönen Abend zusammen mit ihrem Gastbruder.

Andere haben abends noch gebacken für den nächsten Tag. Die Kuchen und Muffins wollten wir dann an die Kunden am Verkaufstag verteilen, um so noch Spenden für St. Vincent de Paul zu sammeln.

Tagebuch der Kulturentdecker der Karl-Simrock-Schule in Irland, 4. Eintrag
Dienstag, Dezember 6, 2016 - 10:12 von experimentev editor

Um 10:00 Uhr haben wir uns alle im St.Vincent de Paul getroffen. Andy hat uns in Gruppen eingeteilt. Die Gruppen haben sehr gut zusammen gepasst. Alle hatten Spaß beim Arbeiten. Um 11:30 Uhr hatten wir 15 Minuten Pause. Wir haben zusammen gesessen und gegessen. Wir haben viele Sachen sortiert zum Beispiel Spielzeuge, Geschirr und Betten und Möbel aufgebaut. Und 13:00 Uhr hatten wir 1 Stunde Pause. Wir durften raus und die Stadt entdecken. Wir waren shoppen und essen. Nach der Pause arbeiteten wir mit viel Spaß weiter. Um 16:00 Uhr durften wir nach Hause. Wir aßen zu Abend Kartoffeln und gingen danach Bowlen. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Einige haben zum ersten Mal gebowlt. Naomi hat in einer Gruppe alle abgezogen und Herr Schulten hat in der anderen Gruppe gewonnen.

Naomi

Tagebuch der Kulturentdecker der Karl-Simrock-Schule in Irland, 3. Eintrag
Freitag, Dezember 2, 2016 - 13:09 von experimentev editor

Rayane und ich wachten um 9.00 Uhr auf und bereiteten uns auf den kommenden Tag vor. Da wir aber verschliefen, konnten wir nicht frühstücken. Allerdings aßen wir noch ein Brötchen auf dem Weg. Wir fuhren mit unserer Gastmutter um 9.30 Uhr los zum St. Vincent De Paul Gebäude.

Dort trennten Rayane und ich uns. Ich arbeitete mit den Jungs aus unserer Gruppe. Wir trugen viele Möbelstücke hin und her und Andy, der Gruppeführer, half uns bei der Arbeit. Er war stets freundlich und hilfsbereit uns gegenüber. Wir machten um 12.00 Uhr eine einstündige Pause. In dieser Zeit durften wir an der nahliegenden Stadt etwas Zeit verbringen.

Nach der Pause trafen wir uns im Gemeinschaftsraum. Da trafen wir auf einen Tourguide, der uns die Gegend, die Stadt und Sehenswürdigkeiten zeigte. Wir sahen eine alte Kirche, einen alten Friedhof, eine Burg und die Stadt. Wir hielten in einigen Läden an, kauften Sachen wie Süßigkeiten, Postkarten und Magneten. Dann gingen wir zurück zu St. Vincent De Paul. Wir halfen da noch etwa eine Stunde und wurden dann von unseren Gasteltern abgeholt.

Zuhause angekommen aßen wir Pizza und Pommes. Ich entspannte mich noch eine Stunde und bereitete mich erneut vor, weil wir ins Kino gingen. Um 19.00 Uhr gingen Rayane, unser Gastbruder Zak und ich los. Wir liefen 20 min bis zum Kino. Dort wartete bereits Andy, Hicran und Hind. Andy gab uns unsere Kinokarten und fragte uns, was wir trinken wollten. Er gab uns jeweils Popcorn und ein Getränk unserer Wahl. Um 7 Uhr begann der Film "Fantasic Beasts and where you can find them". Kurz vor 22 Uhr endete der Film und unsere Gasteltern holten uns ab. Zuhause angekommen machte ich mich bettfertig und fing an diesen Bericht zu schreiben. Anschließend ging ich schlafen.

Tugce

GASTFAMILIEN-BLOG - Gastmutter Miriam H. (6)
Freitag, Dezember 2, 2016 - 11:55 von experimentev editor

Am Wochenende waren Lino, Oskar und ich mit unserer Betreuerin Anke beim „Regionalen Austauschtreffen" (kurz: RAST) von Experiment e.V. in Augsburg dabei. Anke hatte sich im Vorfeld um alle Details wie Bahnfahrt, Platzreservierung, Hostelsuche... gekümmert – super und ganz entspannt für uns!

Am Freitagabend schlenderten wir noch ein Weilchen über den Augsburger Weihnachtsmarkt (sofern dies in diesem Gedränge möglich war...) und am nächsten Morgen konnten wir in aller Ruhe zum Veranstaltungsort fahren. Es war sehr spannend mit den vielen verschiedenen Gasteltern und Gastgeschwistern ins Gespräch zu kommen und von ihren Erfahrungen zu hören.

Erkenntnis 1: Wie gut haben wir es doch mit unserem Lino getroffen! :-)
Erkenntnis 2: Wie gut, dass Lino noch ein Weilchen bei uns bleibt und wir noch (viel?/genug?/einige?) Zeit haben für gemeinsame Pläne, Erlebnisse und Austausch. Beim Seminar waren einige Familien und Gastschüler schon fast in „Abschiedsstimmung“, da deren Aufenthalt noch im Dezember oder bereits im Januar endet. Zum Glück haben wir uns für den „Jahresaufenthalt“ entschieden...

Lino kannte einige Gastschüler schon vom vorhergehenden Seminar oder der Entdeckertour. Auch die „Cheers“ (verschiedene Arten von Tanz-/Klatsch-/WarmUp-Spielen) waren ihm schon bekannt und wir konnten einen kleinen Einblick bekommen, was die Jugendlichen wohl auf ihren Seminaren erleben.

Wieder zu Hause kamen wir nun schon manches Mal wieder neu ins Gespräch, sei es über die „Cheers“ oder das Eisberg-Modell („Was, denkst du, ist typisch deutsch? Was ist für dich typisch brasilianisch?“).

Tagebuch der Kulturentdecker der Karl-Simrock-Schule in Irland, 2. Eintrag
Dienstag, November 29, 2016 - 17:29 von experimentev editor

Heute war unser dritter Tag in Irland und gleichzeitig der erste Arbeitstag. Wir haben Andy kennengelernt. Er ist sehr wichtig für den Secondhand Shop, denn er hat viele Connections mit Hilfsorganisationen. Er ist ein sehr netter und witziger Mann. Zuerst haben wir mit ihm Teddys sortiert. Danach wurde uns erklärt wie es in Irland für die zwei Wochen sein wird, was wir alles machen und wo alles statt finden wird. Als nächstes machten wir eine Pause. Während der Pause gingen wir in die Innenstadt und erkundeten Clonmels Geschäfte. Nach der Pause gingen wir zusammen spazieren. Wir gingen zu einem schönen Spielplatz - wir hatten alle sehr viel Spaß zusammen. Wir haben uns wie kleine Kinder gefühlt, selbst die Lehrer haben mit gespielt.

Als wir alle ausgepowert waren, gingen wir zurück zum Secondhand Shop. Dort blieben wir, bis wir abgeholt wurden. Während der Wartezeit haben wir kleine Spiele gespielt.

Mohammed

Tagebuch der Kulturentdecker der Karl-Simrock-Schule in Irland, 1. Eintrag
Montag, November 28, 2016 - 00:00 von experimentev editor

Ankunft in Irland

Am 26.11.2016 sind wir nach Irland geflogen. Als erstes trafen wir uns mit der Gruppe um 6.45 Uhr am Hauptbahnhof. Einige waren ganz aufgeregt – vor allem die Eltern.

Es erschienen alle pünktlich – bis auf eine. Der Name darf hier nicht genannt werden. Die besagte Person kam auf den letzten Drücker. Herr Schulten stand extra in der Tür des Zuges damit sie den Zug noch kriegen konnte.

Um 8 Uhr kamen wir am Düsseldorf Flughafen an. Dann gingen wir zum Check-in um unsere Flugtickets zu holen. Wir haben unsere Koffer ab und hatten dann 30 min Freilauf. Um 9.30 Uhr trafen wir uns vor den Sicherheitskontrollen. Unser Hangepäck mussten durch ein Röntgen-Gerät. Wir mussten alle unsere losen Sachen in einen Korb legen und dann selber durch ein Röntgen-Gerät gehen. Wir kamen alle problemlos durch die Kontrollen. Um 9.45 Uhr stiegen wir in das Flugzeug ein. Ugonna und Estela hatten „leichte“ Flugangst. Doch der Flug war dann ruhig und problemlos.

Gegen 11.30 Uhr landeten wir am Dubliner Flughafen. Nach einigen Orientierungsschwierigkeiten, verursacht von Frau Nöh, stiegen wir dann in einen Bus der uns bis nach Clonmel fuhr. Die Fahrt war sehr ruhig, da fast alle schliefen.

In Clonmel angekommen, auf einem Parklatz eines riesigen Supermarkts, war die erste Gastmutter schon da. Alle waren ein wenig nervös, aber alles ging ganz schnell und schon saßen alle in den Wagen ihrer Gastfamilien. Tugce und ich (Rayane) fuhren mit der Gastschwester und der Gastmutter zu dem Haus in dem wir für 2 Wochen bleiben werden. Wir konnten noch kurz unsere Koffer auspacken, dann fuhren wir zum Basketballspielen. Um 21.00 gingen wir schlafen weil wir so erschöpft waren.

Rayane

GASTFAMILIEN-BLOG - Gastmutter Astrid B. (4)
Freitag, November 18, 2016 - 10:16 von experimentev editor

Für Leons Abreisetag hatten mein Mann und ich uns Urlaub genommen, um ihn persönlich zum Flughafen zu bringen, anstatt ihn in den Flughafenbus zu setzen. Der Vorabend der Abreise war noch ziemlich abenteuerlich, da wir bis spät in die Nacht beim online-Einchecken unterstützen sowie beim Packen der hoffnungslos überfüllten Gepäckstücke helfen mussten. Letztlich war aber alles erfolgreich verlaufen und Leons Abreise konnte ihren Lauf nehmen.

Am Flughafen mussten wir noch einmal unseren geballten Charme spielen lassen, um einer hohen Gebühr wegen Überschreitung der erlaubten Gewichtsgrenze zu entgehen - aber auch das klappte :).

Am Nachmittag gab uns Leon dann Bescheid, dass er gut angekommen sei - und die Zeit für uns ohne ihn begann.
Seltsam war es in den ersten Tagen - die Stille im Haus war ziemlich laut...

Es hatte sich bewährt, gleich nach der Abreise eines Gastes einen Kurzurlaub anzutreten, damit die Abwesenheit nicht gar so schlimm zu spüren ist... Daher hatte ich für unsere Familie einen Trip nach Salzburg gebucht, der uns insgesamt dabei half, den ganzen Aufenthalt unseres Gastes Leon nochmal "sacken zu lassen". Und meine Männer (2 Söhne und mein Mann) hatten eine sehr pragmatische Sicht auf die Angelegenheit: "Es war schön, dass er da war - und es ist auch schön, dass wir jetzt wieder für uns sind".
Mir persönlich fehlte Leon in den ersten Tagen schon ziemlich - an unsere abendlichen "Ratsch-Runden" mit Probieren der in Deutschland erhältlichen Schokoladensorten - hatte ich mich schnell gewöhnt...

Seit Leons Abreise ist mein Schokoladenkonsum drastisch zurückgegangen...

Befremdlich für mich war auch, dass sich Leons Vater die ganze Zeit bei uns nicht gemeldet hatte - obwohl ich ihm einen Brief sowie einige Geschenke über Leon mitgeschickt hatte. Diese Tatsache zusammen mit dem immer herbstliche werdenden Wetter verschaffte mir einen ganz schönen "Blues"...

Als dann 10 Tage nach Leons Abreise ein großer Blumenstrauß aus Irland für mich eintraf, freute mich das zwar, aber einige persönliche Zeilen kurz nach Abreise hätten mich noch mehr gefreut.

Und jetzt wird sich zeigen, ob wir in Kontakt bleiben - ich würde mich zumindest freuen, wenn die Iren uns irgendwann mal besuchen kommen!!

GASTFAMILIEN-BLOG - Gastmutter Miriam H. (5)
Donnerstag, November 10, 2016 - 12:34 von experimentev editor

Hinter uns liegt eine ereignisreiche und spannende Woche Herbstferien.

Als erstes waren wir mit Freunden im LEGOLAND. Ein toller Tag für alle Kinder, ein echtes Highlight. Lino war allerdings aus vielen Attraktionen schon „heraus gewachsen“. Moritz freute sich allerdings sehr über seinen großen Begleiter, der jede Menge Fahrgeschäfte mit ihm fahren durfte.

Zu Halloween stand dann natürlich eine „richtige“ Halloween-Party an, zu der Lino von einem Klassenkameraden eingeladen war. Die Details blieben lange verborgen und erst zuletzt konnten der genaue Ort, die Uhrzeit und der ungefähre Ablauf heraus gefunden werden. Spontanität ist alles. Sehr gut, dass wir bisher das Gefühl haben, uns gut auf Lino verlassen zu können und dass er sich an Absprachen/Vereinbarungen halten kann. Im Prinzip kann man da wirklich gelassen bleiben. Es findet sich alles.

Tags darauf verließen wir „s `Ländle“ und machten einen Ausflug nach Niederbayern. Sprachlich eine echte Herausforderung. Nicht nur für Lino, sondern auch für unsere Kinder, die uns mehr als einmal hilfesuchend anblickten. Zurück kamen wir mit vier Pfoten und einer feuchten Schnauze mehr in einem Auto, dass nun wirklich an der Kapazitätsgrenze angekommen ist... Seither begleitet uns nun also Amy, ein schwarzes Zwergschnauzer-Mädchen, was sich bei den vielen Menschen in unserem Haus immer gerne ihre Streicheleinheiten abholt. Bekanntes Terrain für Lino, hatte er als Kind doch selbst einen Hund.

Und zum Ende der Ferien bekam Lino dann noch zwei Tage Übernachtungsbesuch von seinem Freund Henrique, einem anderen „Experimentler“. Die beiden Brasilianer (die witzigerweise aus der selben Stadt kommen) hatten sich beim Sprachkurs in Wiesbaden kennengelernt und dort zusammen in einer Gastfamilie gewohnt. Natürlich hatten sich die beiden Jungs jetzt jede Menge zu erzählen – es blieb aber auch Zeit für gemeinsame Familienmahlzeiten und auch beim „Carrom-Turnier“ bei den Nachbarn waren die beiden dabei.

Um es zum Abschluss in Moritz´ Worten zu formulieren: „Mama, irgendwie sind alle Gastschüler immer so nett."

GASTFAMILIEN-BLOG - Gastmutter Stefanie B. (3)
Donnerstag, November 3, 2016 - 13:13 von experiment

Seit dem letzten Bericht sind einige Wochen vergangen und Matilde hat sich weiterhin gut in unsere Familie eingelebt.
Der Herbst stellte sich als ein sonniger Spätsommer heraus und so haben wir ihn unter anderem genutzt, um einen Ausflug in ein Naturreservat zu machen. Dort hatten wir Gelegenheit zu einem langen Spaziergang in wunderschöner Natur. Für unsere Kinder und auch für Matilde gab es viel zu entdecken, ein Kräutergarten und diverse Blumenbeete lockten mit spätsommerlicher Pracht und das Highlight war (zumindest für die beiden kleineren Kinder) ein großer Spielplatz.

Diverse Samstage hat Matilde mit der Tochter meiner Italienischlehrerin verbracht, die beiden Mädchen sind gute Freundinnen geworden. Dabei haben sie einen guten Verständigungsmodus gefunden – Matilde spricht deutsch mit Federica, während diese ihr Italienisch mit unserer Gasttochter übt. So können beide ihre Sprachkenntnisse erweitern. Matilde war dort auch zum Geburtstag eingeladen und hat außerdem diverse Flohmärkte und auch ein Schwimmbad mit der deutsch-italienischen Familie besucht.

Zuhause findet Matilde immer auch Zeit, um mit den Kindern zu basteln und zu zeichnen. Sie verbringt aber sehr viel Zeit damit, um für zwei Schulen gleichzeitig zu lernen – unserer Meinung nach oft zu viel Zeit, da es für sie wirklich in Stress auszuarten scheint. Sie macht die Hausaufgaben für die deutsche Schule und bekommt noch regelmäßig den Stoff ihrer italienischen Schule per Mail übermittelt.
Abends macht sie regelmäßig die Kinder bettfertig, die kleine Anna lässt sich von ihr mit Begeisterung die Zähne putzen... dabei werden die italienischen Kinder animiert, Buchstaben laut zu sagen, so dass jeder Zahn gut erreichbar ist... so schallt uns abends des Öfteren ein fröhliches Aaaa, Eeeee oder Iiii aus dem Bad entgegen.

Sie bekam, als echten Einblick ins deutsche Leben, auch die letzten Tage meiner schwerst demenzkranken Oma mit, die Anfang Oktober 2016 im Alter von 92 Jahren verstorben ist. An der Trauerfeier wollte sie selbstverständlich teilnehmen und so konnten wir lernen, dass eine italienische Beisetzung ganz anders verläuft. Auch solche Ereignisse gehören zum Familienleben dazu....

Am Tag nach der Trauerfeier sind wir nach Frankreich gefahren, um dort die Herbstferien für einen Besuch bei guten Freunden in Montmorency (bei Paris) zu nutzen. Unsere Freunde kommen ursprünglich aus Togo, haben selbst drei Kinder und ein relativ kleines Haus. Da auch die Oma mit im Haus wohnt, war es mit sechs weiteren Personen (uns!) etwas beengt. Das improvisierte Schlafzimmer in der umgebauten Garage war sicherlich recht gewöhnungsbedürftig für Matilde, zumal sie keinen privaten Bereich für sich haben konnte, sondern das Zimmer mit unseren drei Kindern teilen musste. Der Haushalt ist auch relativ chaotisch – das war aber sicher bald nicht mehr so tragisch, nachdem sie die überbordende Gastfreundschaft dieser Familie kennenlernen durfte. Ich denke, dass sie sich trotz der ungewohnten Umgebung wohlgefühlt hat. Da wir mit dem eigenen Auto dort waren, hatten wir Gelegenheit, diverse Ausflüge zu unternehmen. So haben wir Versailles besucht, wo uns nicht nur der Spiegelsaal des Schlosses tief beeindruckt hat. Außerdem haben wir einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum gesehen und waren sogar auf der Spitze des Eifelturms. Dort oben war es ziemlich kalt und windig, wir mussten über eine Stunde auf den Fahrstuhl warten – aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt, die Aussicht war atemberaubend.

Da Matilde eine sehr lange Liste mit Personen hat, denen sie ein Geschenk mitbringen möchte, sind wir auch in ein riesiges Einkaufszentrum mit über 150 Geschäften gefahren. Es hat sich gelohnt – Stunden später sind wir mit weniger Geld, aber dafür mit diversen Taschen und Tüten wieder zurück nach Montmorency gefahren. Alle waren sehr zufrieden – und einige Namen auf der Liste konnten abgehakt werden.

Einen Tag hat sie mit Marcus im Louvre verbracht – dieses Kulturprogramm wäre für die Kinder wohl doch zu anstrengend gewesen. Sie schien tiefbeeindruckt, die italienischen Meisterwerke, die sie sonst nur aus Büchern kennt, im Original zu sehen. Gleichzeitig war sie aber auch erschlagen von der Vielfalt und der Masse der ausgestellten Kunst.

Die 10 Tage in Frankreich gingen schnell vorüber und mit dem Ende der Herbstferien fing der Schulalltag wieder an. In der Schule scheint Matilde gut zurecht zu kommen, auch wenn sie uns nicht sehr viel davon erzählt. Aber wie bereits oben gesagt – die Doppelbelastung durch zwei Schulen ist sicher nicht zu verachten. Demnächst ist sie zu einem Geburtstag einer Klassenkameradin eingeladen, sie scheint also auch dort Anschluss gefunden zu haben.

Mitte Januar, also fast am Ende ihres Aufenthaltes bei uns, wird ihre Familie nach Deutschland kommen, um sie - und uns - zu besuchen. Wir freuen uns schon darauf, sie kennenzulernen!

In der nächsten Woche planen wir mit den Kindern Laternen zu basteln, denn das Sankt-Martins-Singen am 10. November rückt näher. Leider kann Matilde nicht am traditionellen Laternesingen teilnehmen, da sie zu einem Experiment-Seminar fahren wird. Das finden wir - und sie - sehr schade...trotzdem wird sie uns mit ihren Bastelkünsten bestimmt im Vorfeld hilfreich zur Seite stehen.

Und dann steht schon fast die Adventszeit vor der Tür... sicherlich gut gefüllt mit vielen Weihnachtsbasteleien und gemeinsamen Keksbackaktionen sowie Weihnachtsmarktbesuchen. Außerdem kommen im Dezember viele Geburtstage auf uns zu.... ich werde berichten.

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